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Wo ist das Problem den Hund langfristig jeden Tag ein paar Minuten korrekt Beifuß laufen zu lassen ? Ist doch ganz normale Unterordnung, wie viele andere Übungen auch....
ich würde mal tippen, dass wir einfach grundlegend unterschiedliche Ansichten haben. Bsp. sehe ich Fussgehen, Sitz, Platz usw. nicht als "Unterordnung". Sind für mich einfach genauso Kunststückchen, Übungen etc. wie Pfötchen geben, Männchen machen, Rückwärtsgehen usw.
Manche der Übungen sind sinnvoller, andere haben nicht wirklich einen Sinn dahinter. Mit Unterordnung im Sinne von "Hund ordnet sich Mensch unter" hat das Ganze aber nichts zu tun.
Im normalen Alltag reicht es meiner Meinung nach völlig, wenn Hund an lockerer Leine neben Hundehalter mitläuft. Da brauche ich mich als Mensch nicht gross zu konzentrieren, und Hund braucht sich auch nicht gross zu konzentrieren. Wenn da mal etwas seitlich weggeprellt wird, Hund ein paar cm zu weit vorne oder hinten läuft - was soll's.
So was möchte ich aber bei der Fußarbeit nicht. Wenn ich während eines Spaziergangs mal nebenbei Fuß gehen trainieren will, dann ist meine Konzentration auch wieder komplett beim Hund. Wenn ich komplett sage, meine ich komplett. Da bekomme ich auch nicht mit, dass sich da Jogger, Radfahrer etc. nähern. Solange ich mich also auch noch auf meine Umwelt konzentrieren muss (Steward im Obi ausgenommen, der gehört dazu!), solange ist meine Konzentration nicht völlig beim Hund. Und solange kann ich auch keine völlige Konzentration des Hundes auf mich verlangen.
Fußgehen ist für mich wie Tanzen - wenn da nicht beide Partner voll bei der Sache sind, geht ganz schnell was schief.
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Obwohl wir seit Start dieses Threads auf Murmelchens Tip (Dank dir dafür) hin schon etwas erfolgreicher fahren mit der Taktik Blickkontakt im Fuß zu bestätigen (Leckerli).
Die Gefahr dabei ist allerdings, dass dein Hund lernt "wenn ich immer mal wieder schaue, bekomme ich ein Leckerlie".
Ich würde das Schauen von Anfang an "einfordern" und komplett mit Schauen aufbauen.
Also Hund sitzt neben Dir in Grundstellung und schaut Dich an - Bestätigung. Wenn Hund zunächst mal wegschaut, würde ich persönlich die Übung sofort abbrechen und neu anfangen - zumindest wenn Du durchgehendes Schauen erreichen willst.
Wenn Hund in Grundstellung sicher vom ersten Moment an schaut, dann würde ich angehen. Und auch hier - sobald Hund das erste Mal mit dem Blick weggeht - Abbruch der Übung, neu Anfangen, dafür dann nicht mehr so weit gehen oder bereits in der Grundstellung bestätigen. Und sowieso am Anfang max. 1-2 Schritte.
*gggg* besonders witzig dabei ist, dass ja alleLeute auf dem Hundeplatz irgendwann mal in der Schule waren. Aber irgendwie war die Grundschulzeit doch schon so lange her, denn es fällt eigentlich allen schwer, auf 1 zu zählen
. Auf 50, 60, 300 usw. können sie alle zählen. Aber auf 1 - no chance 
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Auch die Arbeit mit der Beißwurst, die wir ja erst seit ein paar Tagen konsequent und ernsthaft mit dem nötigen Hintergrundwissen betreiben ist erfolgreich.
Problem bei Spielzeug ist, v.a. wenn es als Motivationshilfe/Locken verwendet wird, dass dies eine sehr grosse Sichthilfe ist. Und der Abbau sich dementsprechend häufig langwierig gestaltet.
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Er springt darauf viel mehr an als auf Leckerli, aber in meinen Augen ist die Abwechslung von Leckerchen und Spielzeug je nach Situation sehr sinnvoll (also Blickkontakt im Fuß lässt sich mit Leckerchen viel besser bestätigen als mit einem Spiel).
nö, muss nicht sein. Kommt auf den Hund an. Man kann Blickkontakt sehr gut mit Spielzeug bestätigen *gggg* einmal haben wir das sogar mit einem anderen Hund als Spielpartner durchgezogen. War allerdings in dem Fall dann schon etwas schwierig. Das kann man nur in Einzelfällen/im Einzeltraining. Andernfalls würde das ganz schnell chaotisch werden.
Wichtig bei Bestätigungen mit Spielzeug finde ich persönlich, dass man das Spielzeug nicht zum Locken benutzt, also das Spielzeug erst sichtbar wird, wenn es auch als Bestätigung eingesetzt werden soll. Und dass man ein Markersignal einführt, wofür nun genau die Bestätigung ist. Das kann ein Clicker sein, aber auch ein Wort.