Beiträge von yane

    Hi Luna,

    im Prinzip mit der "Baummethode". Klein Welpi ist an der Leine, zieht in eine Richtung. Und in dem Moment, in dem die Leine straff wird, bleibt ihr augenblicklich stocksteif stehen - Baum eben. Auch kein Nachgeben mit dem Arm oder so. Sobald die Leine straff wird, geht es nicht mehr vorwärts Punkt. Eigentlich verinnerlicht Hundi das recht schnell - wenn man konsequent ist. Das heisst, man muss das IMMER und ÜBERALL durchziehen.

    Denn letztendlich kommt kein Hund als "Leinenzieher" auf die Welt. Hundi lernt das Ziehen an der Leine dadurch, dass man ihm am Anfang immer wieder das Ziehen "durchgehen" lässt. "Ist ja noch ein Welpe und da kann der das ja noch nicht, ausserdem muss er ja alles sehen und mitbekommen" - da wird dann Welpi an der Leine einem davonwehenden Blatt hinterherstolpern lassen oder zum nächsten Gänseblümchen oder ..... Du verstehst?
    Und dann, dann ist Welpi auf einmal kein Welpi mehr, sondern ein Jungspund. Und jetzt auf einmal soll er nicht mehr? Dabei hat er als Welpi doch genau das gelernt "will ich irgendwo hin, muss ich nur ziehen, dann komm ich da schon hin".

    Womit wir wieder beim Thema "nicht ziehen" wären. Konsequenz ist dabei das Wichtigste. Siehe Methode oben. Das muss IMMER und ÜBERALL durchgezogen werden. Ggf. kann man noch ein "Warnsignal" davorsetzen, kurz bevor die Leine straff wird. Einfach ein Signal, das sagt "Freundchen, gleich wird die Leine straff und nichts geht mehr vorwärts".

    Die meisten Leute wollen das auch am Anfang konsequent durchziehen. Aber dann ..... dann sollte man nochmal kurz mit Welpi Gassi gehen und der Arzttermin ist doch gleich ...... also eben, in Gottes Namen, dann lässt man ihn halt mal ziehen. Aber nur dieses eine Mal. Das nächste Mal ist es dann der Termin im Kindergarten, beim Elternsprechtag usw. Oder man geht mit Bekannten spazieren und die verstehen nicht, dass man für 20 m 30 min braucht weil man ja ständig wegen des Welpen stehenbleibt oder .......

    Deshalb ist mein persönlicher Rat immer, Welpi an Geschirr. Im Geschirr darf Hund ziehen. Wenn man Zeit und Muse hat, übt man getrennt am Halsband das "Nicht ziehen" mit konsequent stehenbleiben. Hunde können, bei konsequenter Einhaltung "Geschirr = ziehen erlaubt, Halsband = kein ziehen", sehr schnell unterscheiden, was Sache ist.
    Das heisst, ihr geht grundsätzlich erst mal mit Geschirr spazieren, ist sowieso besser für den Hals von Welpi. Und dann übt ihr erst mal getrennt bsp. daheim im Garten nicht ziehen mit Halsband. Später dann gehst Du mit Welpi/Jungspund spazieren im Geschirr. Und nimmst das Halsband mit, um zwischendurch mal nur für ein paar Meter "nicht ziehen" zu trainieren. Im Laufe der Zeit steigerst Du die Strecke. Und dann hast Du einen Hund, der am Halsband nicht zieht. Und da Hund am Halsband nicht zieht, kannst Du später auch bedenkenlos Hund nur mit Halsband laufen lassen. Und für diejenigen in der Familie, denen Du nicht so ganz über den Weg traust von wegen Konsequenz, für die ist dann das Geschirr da. Zumindest so lange, bis Hund wirklich das "nicht ziehen am Halsband" verinnerlicht hat. Also so nach etwa 1-2 Jahren.

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    Zum einen muß ich sagen, ich bin der Meinung, dass sich die Hunde von mir überall anfassen lassen müßen. Und ich trainiere es ja auch. Ich hatte die Situation ja noch ein zweites Mal provoziert, damit er mit seinem Knurren nicht durch kommt.

    DAS war kein Training. Sorry, aber Training ist was anderes. Was Du "trainiert" hast, war nur, deinem Hund zu zeigen, dass er völlig recht damit hatte, Dich anzuknurren, denn dein Verhalten war und ist für ihn bedrohlich und unvorhersehbar. Dass dein Hund darauf mit Knurren als Warnsignal "halt Abstand" reagiert, sollte einem logisch denkenden Menschen klar sein.

    TRAINING würde deinem Hund gezeigt haben, dass er nichts zu befürchten hat vor Dir, wenn Du ihn anfassen möchtest.


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    Mit der Hündin ist es ja auch kein Problem, die vertraut uns ja auch zu 100%.

    Ach, und Du glaubst, mit Gewalt Vertrauen aufbauen zu können? Na Prost Mahlzeit. Im Prinzip hast Du nichts weiter getan als das Vertrauen, was dein Hund bisher aufgebaut hat, zu zerstören. Zumindest teilweise.


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    Zur Erklärung für die, die es nicht wissen, Unterordnung ist, dass der Hund gut Fuß läuft, Sitz, Platz, auch aus der Bewegung usw... Also der Hund hat schon seine Erziehung.

    Kunststückchen, hat mit Erziehung oder mit "Unterordnung" nichts zu tun. Auch wenn das so benannt wird.

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    Der eine da meint, es ist ein Rangordnungproblem.

    Ja klar, kommt aus der Schiene.

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    Aber was mir bei dem Satz "Schmerzen beim Kopf drehen" einfällt. Wenn der Hund am Ärmel "hängt", hat er schon 2x mal kurz gejault. Wenn er den Kopf in eine bestimmte Richtung gedreht hat.

    Na, das würde ich an deiner Stelle aber mal abklären lassen. Such Dir am besten einen Tierarzt, der sich auch mit Physiotherapie auskennt.

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    Auf der anderen Seite kann es auch diese Krankheit sein. Weil er, wenn er so einen Anfall hatte, danach so tut als wenn nichts gewesen ist. Bei der Situation im Schlafzimmer kommt er ja danach auch wieder rein und weiß glaube ich gar nicht mehr so richtig was los war.

    Blockaden im Bereich der Wirbelsäule die Schmerzen verursachen dürften wahrscheinlicher sein als eine "geheimnisvolle Krankheit" die Knurren verursacht.


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    Und, wenn mich mir schon anmaße Hundesprache und Hunderegeln nutzen zu wollen, dann muss ich auch die zugunsten des schwächeren Rudelmitgliedes kennen. Denn auch diese haben Rechte. Und zwar ganz schön viele! Die sie auch (aggressiv) einfordern dürfen gegenüber Ranghöheren.

    Kann Corinna da nur mal wieder zustimmen.


    @all

    ich habe nirgendwo was davon gelesen, dass jemand geschrieben hat, dass man seinen Hund niemals überall anfassen können sollte.
    Es ging bisher darum, dass man nicht voraussetzen kann, seinen Hund überall anzufassen.

    Ich erwarte von meinen Hunden auch, sich überall anfassen zu lassen. Aber ich trainiere das mit ihnen. Zeige ihnen, dass es nichts schlimmes ist, sich von mir überall anfassen zu lassen. Und zwar BEVOR ich ne Zecke entfernen muss oder ähnliches.

    meckmeck
    auch bei einem Hund, den man erst 2 Tage hat, braucht es keine Gewalt, ein Schweineohr "wegzunehmen". Schon mal was von tauschen gehört?

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    Und er ist nach dem zweiten Knurren auf dem Rücken gelandet, weil ich das als beste Unterwerfung sehe.

    Du vielleicht, aber das heisst nicht, dass das auch für Hunde im Allgemeinen gilt.
    Jaja, ich weiss, in den Köpfen der meisten Hundehalter spukt immer noch rum, dass "auf den Rücken drehen" eine Unterwerfungsgeste ist.

    Stimmt nicht. Zumindest nicht in dem Zusammenhang. Denn was die meisten Hundehalter, die dieser Meinung sind, nicht beachten - "auf den Rücken drehen" ist eine aktive Unterwerfungsgeste von Seiten des sich Unterwerfenden. Der sich unterwerfende Hund wird nicht auf den Rücken gedreht, sondern dreht sich von allein.

    Kleiner aber feiner Unterschied, den Lebewesen, die v.a. über Körpersprache kommunizieren sehr wohl kennen. Nur wir körpersprachlichen Analphabeten kommen auf die Idee, so was selbst ausführen zu müssen, weil unsere Forscher in grauer Vorzeit da was falsch interpretiert haben.

    Ansonsten kann ic Corinna's Ausführungen nur zustimmen.

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    ich will einfach nur wissen ob der ta eine behandlung auch ablehnen darf.

    kurz und knapp - JA.


    @Annabel

    was hat das mit arrogant und verurteilen zu tun?
    Hat noch nicht mal was mit Tierliebe und "seinen Beruf lieben" zu tun. Sondern damit, dass eine Tierarztpraxis ein Unternehmen ist. Nicht mehr, nicht weniger.

    Ich kenne Kollegen, die hatten bereits vor 12 Jahren offene Rechnungen von Patientenbesitzern in 5-stelliger, in Worten FÜNFstelliger, Höhe. Und damals war die Zahlungsmoral noch deutlich besser als heute.


    FLUFFY

    Kein TA muss für seine Approbation einen Eid ablegen.

    Und Notfall ...... ja. Ein Notfall ist eine Sache. Aber wie viele wirkliche Notfälle gibt es?


    @MausiPetri

    Kommt drauf an. Ich kenne es bsp. so, dass dann der Tierbesitzer einen Abgabevertrag unterschreibt und das jeweilige Tier geht dann ans Tierheim über, die die Kosten übernehmen und das Tier weitervermitteln. Schätze mal, so funktioniert das dann auch in der Tierklinik München.


    @all

    vielleicht solltet ihr euch mal mit ein paar Tierärzten zusammensetzen und euch Stories erzählen lassen zum Thema "Behandlungsgebühren und Zahlungsbereitschaft".
    Damit könnten die Tierärzte hier in D Bücher füllen.

    Aber vielleicht finden es ja auch einige hier ok, dass sich Tierärzte immer mehr mit Mahnverfahren und Anwälten rumschlagen müssen als ihrem eigentlichen Job nachzugehen.

    Wenn besagte TAs in der Vergangenheit nicht schon entsprechende Erfahrungen gemacht hätten, wären sie vermutlich auch eher bereit, Ratenzahlungen etc. zu akzeptieren.

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    ähm ... vergiss nicht zu berechnen, das Du während des Studiums kein Geld verdienen kannst, stattdessen aber Lebensunterhaltskosten hast, außerdem Kosten für Lehrmittel und vermutlich auch Studiengebühren.
    Das muss Du dann noch gegenrechnen.

    Und wenn man bedenkt, was ein in einer Klinik angestellter TA verdient :sad2: und wenn derjenige sich dann ggf. selbständig machen will und nicht zufällig nen reichen Daddy oder einen mit bereits gutgehender Praxis in der Hand hat ..... dann wird's gleich nochmal lustig.


    Bis so eine Praxis erst mal eingerichtet ist .... . Von den laufenden Kosten ganz zu schweigen.

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    vielleicht kann mir jemand, der sich damit richtig auskennt (z.B. ein TA) mal vorrechnen, wieviel Ausgaben er wohl für eine wie oben beschriebene OP hatte und wie viel dabei von 1300€ dann übrig bleibt.

    Dazu müsste man wissen, welche Medikamente verwendet worden sind, also Narkosemittel, Antibiotika, ...... . Welche Mengen benötigt wurden.
    Welches Nahtmaterial verwendet wurde und wieviel davon jeweils.
    Welche Narkosegeräte eingesetzt wurden, welche Überwachungsgeräte, ........ .

    Fixkosten mal ganz aussen vorgelassen.

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    Hab nur mal auf nem Fun-Turnier 2 Border gesehen, die waren so schnell, haben daher aber auch gepatzt, da sie falsch gesprungen sind (klar, Führerfehler)
    aber das möchte ich mir ersparen :???:

    das kannst Du dir nicht ersparen *gggg*
    Auch Hundeführer mit langsamen Hunden machen nicht zu knapp Fehler. Nach meiner Erfahrung machen HF mit langsamen Hunden idR im Schnitt sogar deutlich mehr Fehler. Zumindest bei den "turnierreifen" Teams.
    Was einfach daran liegt, dass man bei langsamen Hunden Fehler sehr viel häufiger noch ausgleichen kann als bei einem schnellen Hund.

    Das heisst, HF mit schnellen Hunden müssen zwangsläufig besser führen können als HF mit langsamen Hunden, um den gleichen Parcours fehlerfrei absolvieren zu können. Dafür haben sie dann aber auch eher die Chance, bei Turnieren vorne platziert zu werden. Ausgleichende Gerechtigkeit.

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    mein teuerstes war bisher die 1300€ Op, Nachbehandlung beläuft sich auch nochmal so auf 300€ würd ich sagen. Ich finds schon echt wahnsinn, der TA arbeitet knappe 2 Stunden und bekommt dafür einen Lohn von 1300€!!!

    Manchmal lohnt es sich, nachzudenken, bevor man schreibt.

    Glaubst Du allen Ernstes, dass der TA 1300 in den 2 Stunden verdient hat?

    Wenn ja, dann :gott:

    Schon mal was davon gehört, dass auch ein TA Kosten an so einer OP hat? Und zwar nicht zu knapp.

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    wenn deine Hündin jetz fast 1Jahr alt ist, hat sie im Juli dann überhaupt schon das Mindestalter erreicht??
    Ich fände die Zeit zum Training wohl auch wirklich etwas kurz um eine gute Fußarbeit aufzubauen..

    Wenn sie die BH bei einem der Retriever Clubs im VDH macht, dann gelten da andere Bestimmungen. Ist nicht die AZG-PO.

    Bolle

    Die Meldung ging schon am 25. März durch alle möglichen Foren durch. Also schon vor 8 Wochen => ist alt *ggg*

    Ansonsten kann ich nur sagen, ich hoffe, dass die es schaffen, den DSH wieder zu einem Gebrauchshund zu machen. Ohne Fließheckversion, dafür gesund, leistungsfähig und wesensfest. Nicht das, was derzeit im SV als Ideal angesehen wird.