Beiträge von yane

    Agility hat nichts damit zu tun, seinen Hund durch einen Parcours zu jagen und auszupowern.

    Aber gerade dieses "hin und wieder mal über Hindernisse drüber lassen" ist deutlich schädlicher für den Hund als adäquates regelmässiges Training. Das werden aber diese ganzen "Fun-Typen" nie begreifen.

    Das Überwinden von Agility-Hindernissen ist eine für die meisten Hunde untypische Beschäftigung. Soll heissen, ihre körperliche Kondition ist nicht darauf ausgerichtet, nicht entsprechend trainiert. Und jetzt will man mal eben, just for fun, weil man ja keinen jungen Hund hat aber trotzdem unbedingt Agi machen will, den alten Hund über die Hindernisse schicken.

    Oh, Hundi wird das idR schon mitmachen. Genauso wie es der Hund mit Cauda Equina Syndrom mitgemacht hat, genauso wie es der Hund mit amputiertem Hinterbein mitgemacht hat, genauso wie es der Hund mit mittlerer/schwerer HD mitgemacht hat

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    GESUND war es für keinen dieser Hunde.

    Ganz klares NEIN!

    11 Jahre sind ein Alter in dem die meisten durchtrainierten Agi-Hunde "in Rente" gehen oder schon gegangen sind. Meine alte Hündin darf zwischendurch im Training auch nochmal kurz über den Parcours. Aber richtig Agi würde ich von ihr nicht mehr verlangen.
    Und schon gar nicht würde ich mit einem Hund in dem Alter noch anfangen.

    ehrlich gesagt würde ich das Ganze erst mal gern im Video sehen bevor ich dazu ein Kommentar abgebe. Und zwar beide Varianten - mit und ohne Futterlocken.

    Vorher kann man da mE nämlich überhaupt kein Kommentar abgeben.

    Zitat

    Das mit dem teuren Hobby hab ich auch schon öfter gehört, aber wenn man das mal so sieht: Man bezahlt für die Hunde die Impfung, Nachsorge etc (was andere Möchtegern-Züchter ja auch irgendwie machen) und hat einen Teil davon ja mit dem Preis der Welpen wieder gedeckt, oder?

    Nun ja, Du kannst schon mal einen Welpen komplett abziehen von wegen Deckgebühr. Dann pro Welpe Futter, Impfung, Tierarztkosten, Kosten des Zuchtverbands - Ausstellen der Papiere, Zuchtwart (Fahrtkosten, Pauschale, ... ), usw.
    Was vielfach übersehen wird sind die Kosten, die man so gar nicht mitbekommt. Wasser und Strom von wegen Decken waschen usw.
    Dann geht auch mal mit einem Wurf was schief und die Tierarztkosten steigen rapide an.
    Klar, vielleicht macht mal ein Züchter bei einem Wurf einen "Gewinn", wenn alles glatt geht und der Wurf recht gross ist. Aber das kann sich beim nächsten Wurf schon wieder ändern. Soll heissen, wenn man ein gesondertes "Welpenkonto" betrachtet, wird da nie wirklich viel Gewinn drauf sein. Eher so, dass der "Gewinn" des einen Wurfs (wie gesagt, viele Welpen und keine Probleme) den Verlust des nächsten Wurfs (wenig Welpen, Kaiserschnitt, ...... ) wieder ausgleicht.

    Der VDH hat noch zu DM-Zeiten mal ne Rechnung aufgestellt, dass ein Welpe etwa 1300 DM kostet. Da sind dann auch die Kosten über mehrere Würfe aufgeteilt so nach dem oben angeführten Prinzip - ein Wurf lässt etwas Gewinn über, der nächste Wurf "frisst" diesen Gewinn wieder auf.


    Zitat

    Aber was ist denn mit den Züchtern, die einen Zuchtrüden und mehrere Zuchthündinnen haben?

    Gute Züchter nehmen nicht nur den eigenen Rüden.

    Im Gegenteil. Die Züchterin meiner ältesten Hündin bsp. hat sich mal einen Rüden gekauft, den sie etwa 13 Jahre hatte. In diesen 13 Jahren hat er 2x bei ihr gedeckt und wenn ich das noch recht weiss auch 2x fremd. Dafür aber hat sie den normalen Welpenpreis gezahlt, hat ihn grossgezogen, die ganzen Gesundheitschecks etc. machen lassen, ihn zuchttauglich geschrieben und 13 Jahre gehalten mit sämtlichen Tierarztkosten in der Zeit, die u.a. einen gebrochenen Unterkiefer in höherem Alter mit eingeschlossen haben.

    Wie viel "Gewinn" sie mit diesem Rüden gemacht hat kannst Du dir an 5 Fingern abzählen. BTW, ihr war das von vornherein klar. Sie hat diesen speziellen Rüden für eine Hündin gekauft. Und hatte auch nicht gross die Absicht, diesen Rüden zu "vermarkten".

    Zitat

    Also ich kenne ja nun einige Züchter, aber keinen, der von seiner Züchterei auch nur annähernd leben könnte. Wobei ich auch nur solche kenne, die nicht mehr als 2 Würfe im Jahr machen. In manchen Jahren auch gar keine Würfe haben.

    Geht mir ähnlich. Die Züchter aus meinem Bekanntenkreis können durch die Bank von ihrer Züchterei nicht leben. Das geht 0 zu 0 auf oder sie legen häufig noch genügend drauf.

    Zitat

    Sie ist jetzt sein 6 Monaten bei uns und wir haben schon alles versucht was uns eingefallen ist um sie aus der Reserve zu locken aber nichts half.

    einen ängstlichen Hund "umzupolen" funktioniert idR nicht innerhalb von 6 Monaten durch "alles ausprobieren".
    Da muss man schon wissen, was man tut. Und selbst dann kann das lange dauern. Ängstlichkeit ist ein sehr grosses Problem bei Auslandshunden, wird gern von den Auslands-Tierschutz-Orgas runtergespielt. Aber inzwischen kenne ich ne ganze Reihe dieser Hunde, die tatsächlich vom Wesen her völlig kaputt sind, überängstlich, panisch usw. Wird gern als "Ausnahme" hingestellt, ist aber nicht so.

    Ich würde Dir empfehlen einen Tierarzt zu suchen, der sich auf Verhaltenstherapie spezialisiert hat. Adressen findest Du unter http://www.gtvt.de. Da weisst Du immerhin, dass es sich um jemanden handelt, der ne gewisse Ausbildung hinter sich hat. Was man von anderen Hundetrainern nicht sagen kann. Letztendlich braucht man um als professioneller Hundetrainer tätig zu sein nur nen Gewerbeschein auszufüllen. Inwieweit Kenntnisse vorliegen wird nicht geprüft.
    Was NICHT heisst, dass es da nicht ganz tolle Trainer gibt. Aber Du solltest jetzt nicht anfangen, da noch monatelang verschiedene Trainer auszuprobieren.

    Hi Janine,

    mit "Unterordnungsübungen" sind idR die typischen Grundgehorsamsübungen gemeint. Nicht mehr, nicht weniger.

    Alphawurf, Schnauzgriff etc. hat nichts mit Unterordnung zu tun. Alphawurf gibt es nicht und Schnauzgriff wird idR gänzlich falsch verstanden und angewendet.

    Ansonsten gilt einfach, derjenige der das Sagen hat, hat auch das Selbstbewusstsein dazu. Kann das dem Hund auch vermitteln. Kann dem Hund vermitteln "ich weiss, wo's lang geht, ich kann Dich beschützen, wenn Du bei mir bist, passiert Dir nichts".

    SirJack

    was Du zum rechts laufen sagst, ist völlig schnuppe. Die einen sagen "Hand", die anderen "Rad" (weil sie den Hund am Rad rechts laufen lassen), die nächsten sagen "Seite", .........
    es gibt dafür keine allgemeingültige Regel.
    Und im Agi ist das sowieso gänzlich überflüssig.

    @all
    ausserhalb eines Hundeplatzes laufen meine Hunde kein "Fuß". Hat mir bis heute niemand erklären können, wie ich bei 3 Hunden korrektes Fuß einfordern kann - also Hund klebt an meinem linken Bein mit Schulter auf Kniehöhe.
    Sie laufen dann an der Leine auf der Seite der Hand, in der ich die Leine habe. Ohne jegliches Kommando dazu.
    Frei ist das Signal "Bei mir" und sie sortieren sich so ein, wie es für sie gerade passt oder ich zeige mit der Hand, welche Seite ich gern hätte.


    Susa
    3 Hunde, 3 Leinen

    Hi,

    es ist irrelevant, ob Hund Fuß gehen mit Leine kann. Hunde können so was nur bedingt verknüpfen. Und wenn Du beim Aufbau ohne Leinen einen Fehler gemacht hast, dann ist das für Hund nun mal eine andere Übung als mit Leine.

    Vermutlich hast Du unbewusst die falsche Position immer wieder bestätigt. Passiert v.a. dann, wenn man mit Locken (Leckerlie vor die Nase halten) arbeitet.

    Typischer Fehler - Hund hängt eine Idee nach, Mensch meint, er müsse Hund nach vorn locken, also Leckerlie vor die Nase und Hund vorziehen. Dort gibt es dann das Leckerlie. WEnn Hund wieder zurückfällt = gleiches Spiel. Nach ein paar Mal hat Hund kapiert "wenn ich zurückfalle, kommt die Hand mit dem Leckerlie" - also was wird Hund tun? Nachhängen.

    Hab jetzt etwas wenig Zeit für eine ausführliche Antwort. Aber andererseits gibt es im Forum auch bereits genügend Threads, die sich um das Thema Fußarbeit drehen. Schau mal in den Foren "Begleithundeprüfung" oder "Obedience" nach. Oder gib in die Suchfunktion "Fußarbeit" oder ähnliches ein.