Beiträge von yane

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    Mir ist es nämlich wichtig, dass der Hund lernt nach der Hand zu schauen, wohin sie zeigt und dabei sein Hirn einschaltet.

    Siehst Du, da liegt der Unterschied. Mir ist es wichtig, dass der Hund lernt, das Gerät selbständig und korrekt abzuarbeiten. Dazu muss er auch das Gehirn einschalten, aber nicht nach der Hand schauen, sondern nach dem Gerät.
    Ich will, dass der Hund das Gerät als solches kennt, nicht nur die Hand, die ihn führt.

    Sorry, ich kenne keinen, der mal mit Gasse ausgebildet hat und jetzt wieder zurück zur "Leckerlieführmethode" geht.

    Wenn ein Team 3 Jahre Agi macht und der Slalom über Gasse geht nicht .... dann taugt der Trainer oder Hundeführer nichts.

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    Wir stellen nie einen Gassen- oder V-Slalom, weil die Hunde es dann oft nicht richtig lernen.

    Interessant - v.a. weil der grösste Teil der erfolgreichen Hundeführer, zumindest in D, gerade die Gasse, ggf. auch den V-Slalom, favorisieren :???: .

    Und die machen das sicher nicht, weil der Hund es dann oft nicht richtig lernt.

    Nach meiner Erfahrung ist genau das

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    Man steckt einen Slalom, nimmt ein Leckerchen in die Führhand und führt den Hund hindurch. Mit dem Knie passt man auf, dass der Hund die richtigen Eingänge erwischt. Ich hab immer Zick-Zack gesagt. Zick fürs reingehen, Zack fürs rausgehen. Irgendwann verknüpft der Hund was gewünscht ist. Später musste ich nur noch mit der Hand zeigen.

    ein Grund, warum Hund den Slalom nicht richtig lernt.


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    Was lernt dein Hund bei Gassenslalom? Nichts, außer den Eingang und durchzurennen. Er lernt nicht wirklich, was er tun soll. Für einen wirklichen Slalom ist mir der Hund eh noch zu jung, das ist nix für seinen Rücken.

    Genau bei der Gasse lernt der Hund exakt, was er tun soll. Mit diesem "Leckerlie in der Hand", "mit Knie hin und her drücken" ..... lernt Hund nach meiner Erfahrung nicht wirklich, was er tun soll. Wir hatten einige dieser Hunde, zumal wir früher ja selbst so aufgebaut haben.
    Inzwischen nur noch Gasse, selbst die Hunde, die mit Leckerlieführ-Methode den Slalom gerade mal eben so halbwegs gekonnt haben - mit Handhilfen - haben ihn über Gasse neu gelernt und sind jetzt slalomsichere Hunde.

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    Die Polly war noch viel zu viel von Leckerlies "abhängig" und noch nicht stabil genug bei der Sache um "umgestellt" zu werden, auf training mit wenig leckerlies und nicht ständiger Bestätigung.

    Man stelllt nicht um auf Training mit wenig Leckerlies - so nach dem Motto bisher hat Hund alle 5 Schritte was bekommen, jetzt hat er es begriffen, jetzt gibt es nur noch am Ende was.

    Sondern man setzt einfach die Anforderungen höher, für die es was gibt. Und zwar LANGSAM. Nicht schlagartig.

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    solche seiten sollte man eher ignorieren, statt sie weiter zu verbreiten ;)

    sehe ich auch so. Mit dieser Anklickerei werden die Macher solcher Seiten ja noch bestätigt.
    Hier sollte das Prinzip "unerwünschtes Verhalten wird ignoriert, da Aufmerksamkeit = Bestätigung" voll durchgezogen werden.

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    Sollte ich vielleicht damit anfangen, das ich sie nur fürs anschauen und neben mir sitzen lobe? Also Kommando "Fuss", sie kommt neben mich und schaut mich an (im Bestfall :D ) = Klick und Leckerlie?

    genau so fängt man an.

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    Und dann das anschauen ausweiten? Oder das Schrittweise laufen üben?

    Zunächst das Anschauen halten. Und dann das schrittweise Laufen üben.

    ABER! der grösste Fehler, der dann gemacht wird, ist, dass man die Strecke immer weiter vergrössert und kleinere Strecken, bsp. nur 1-2 Schritte Fußgehen, gar nicht mehr bestätigt.
    Im Prinzip bestätigt man variabel.

    Ich mache es bei meinen Hunden so, dass ich in einer Trainingseinheit Fuß von etwa 5 min maximal 1x eine längere Strecke gehe. Der Rest sind Strecken von 1 bis max. 10 Schritte. Gezielt Winkel und Kehrtwendungen usw.
    Variabel ist das Stichwort - Hund darf beim Angehen nicht wissen, ob der Klick nach 1 Schritt, nach 2 Schritten oder nach 100 Schritten kommt.

    Mit etwas Geduld, Fleiß und Ausdauer kommt dann sowas dabei raus:
    WuschTraining

    Bei den Sennenhunden sollte beachtet werden, dass diese durchaus Hüte- und Treibhunde sind. Meine Freundin hatte Appenzeller und in deren Reitstall gab es noch ein paar Leute mit Appenzeller. Mit den Hunden auszureiten war fast nicht möglich. Zumindest nicht zu mehreren wenn man nicht bereit war, ständig im dichten Pulk zu reiten, sondern bsp. beim Galoppieren auch mal etwas Abstand zueinander einhalten wollte. Da ging dann von den jeweiligen Appenzellern sofort das typische Verhalten "einkreisen, bellend zusammentreiben" los. Inkl. schnappen in Richtung Fesselgegend.

    Inwieweit das durch gezieltes Training in Griff zu bekommen gewesen wäre, weiss ich nicht. Ich würde aber sagen, es gibt mE geeignetere Reitbegleithunde als "Treibhunde".

    BTW - speziell der Appi meiner Freundin zeigte dieses Verhalten allein schon bei den Pferden auf der Koppel. Lief Hund frei und konnte auf die Koppeln trieb er dort die Pferde zusammen auf einen engen kleinen Kreis und das war's dann.

    Und das war kein unterbeschäftigter Hund - unterfordert vielleicht, aber sicher nicht unterbeschäftigt.

    ja, ich weiss, dass es inzwischen "dank" der ganzen Ausstellungs- und Familienhundzüchterei auch viele Schlaftabletten und Schnarchnasen unter den Pudeln gibt. Gibt es aber genausoviele unter den Labbis.

    Aber zum Glück gibt es auch noch genügend Züchter, die Wert auf Temperament legen. Und diese Hunde stehen dann auf jeden Fall keinem Labbi in Temperament nach. Auch nicht in jungen Jahren. Im Gegenteil, sämtliche Retriever, Golden und Labbis, haben bisher schon längst die Segel gestrichen, bis meine GPs erst mal angefangen hatten, erste Ermüdungserscheinungen zu haben. Wie sagte die Halterin eines Border Collies mal so deutlich "zum Glück habe ich einen BC, dein Pudel wäre mir zu anstrengend".

    Und unsere Zwergin toppt unsere Grossen bei weitem. Als grosser Hund wäre sie im Haus nicht auszuhalten. Etwa vergleichbar mit einem überdurchschnittlich temperamentvollen Malinois.

    BTW - sensible Hunde sind weitaus schwerer zu erziehen als etwas sture, dickköpfige. Denn sensible Hunde nehmen Fehler in der Erziehung schneller krumm als die, die etwas stur sind und auch mal was ab können.

    Hi Marion

    Zitat

    mein trainer hat es immer anders gesagt. aus dem platz grundsätzlich immer abrufen. aus dem sitz immer abholen. :???:
    .....
    er meinte, es sei für die hunde so leichter. :???:

    nöö, nicht für die Hunde. Nur für die HF :roll: , denn die müssen sich nicht mit "Unterscheidungslernen" beim Hund auseinandersetzen, was durchaus etwas Zeit und Aufwand kostet - so ungefähr ein paar Trainingseinheiten mehr :hust: .

    Die Frage ist halt, was will man - einen "Platzidioten" der nur Schema F abspulen kann? Oder einen Hund, der wirklich weiss, was er tut/tun soll.

    Deshalb rufe ich meine Hunde auch aus dem Sitz ab, hole sie aus dem Platz ab, werfe bei Sitz und Platz nach Click auch mal aus 20-30 m Entfernung nen Ball, lass sie in die Beisswurst rennen usw.

    Viele Grüße
    Cindy