Prinzipiell sehe ich es wie Björn. Nicht alle Hunde passen zusammen und werden ein "DreamTeam". Nur zu häufig tolerieren sich die Hunde einfach nur gegenseitig. Und hin und wieder passt es einfach gar nicht.
OK, Emmi ist gerade 6 Monate und damit eine freche Jungspundgöre. Dummerweise hat Lotta ihr grössen- und gewichtsmässig nichts entgegenzusetzen.
Das hat nicht automatisch was zu sagen. Meine alte Zwergpudelhündin hat mit ihren gerade mal 32 cm unsere damals junge Grosspudelhündin, die mit 8 Wochen schon so gross war wie die Zwergin und ausgewachsen 59 cm hoch war, total im Griff gehabt.
ABER! da waren die Hunde charakterlich entsprechend. Meine Zwergin war alles andere als fein zu dem Jungspund, da brauchte Jungspund nur die Nase in Richtung Sofakante zu strecken, bezog sie schon "Prügel" - bildlich gesprochen. Und Jungspund war auch eher eine von der schüchternen Sorte. Da passte dann das Verhältnis.
Bei dir scheint es eher umgekehrt zu sein. Lotta eher schüchtern und zurückhaltend, und Emmi der "HauDrauf" - wobei ich das noch nicht mal als Dominanz werten würde. Emmi scheint halt ein junger, frecher, temperamentvoller Tunichtgut zu sein. Sie testet, wie weit sie gehen kann, wie weit sie gehen darf - und da von Lotta keine ernstzunehmende Antwort kommt, lernt sie, dass ihr Verhalten ok ist. Was Du tust, in dem Augenblick irrelevant - denn Du kannst zwar "Krisenmanagement" betreiben, aber das ist nur eine Augenblicksache. Dauerhaft wird das nicht wirken.
Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten - Lotta lernt noch, Emmi klarzumachen, dass ihr Benehmen nicht ok ist - oder Lotta lernt es nicht.
Ich persönlich würde eher von letzterem ausgehen. V.a. da die beiden schon tendenziell entsprechendes Verhalten auf die aktuelle Situation zeigen.