Beiträge von yane

    Patrick

    man stelle sich einen Hund mit folgenden Eigenschaften vor:
    vom Hovi - gesteigerter Schutz- und Wachtrieb mit "leichtem" Einschlag von territorialem Verhalten
    vom Pude - deutlicher Jagdtrieb, je nach Linie ebenfalls gepaart mit einem gesteigerten Schutztrieb (nicht zu verwechseln mit dem, was man gemeinhin auf VPG-Übungsplätzen darunter versteht)
    Dazu die etwas "sturen" = eigenständigeren Charakterzüge des Hovi gepaart mit der leichten Erregbarkeit des Pudels

    das Ganze in den Händen unerfahrener Hundeanfänger, denen Märchen von "nur das Beste beider Rassen und überhaupt" erzählt wurde .......

    mein "Traum" :mumie3: oder doch eher Alptraum.

    Loreen

    in deinem Fall würde ich die beiden machen lassen, solange das Verhalten so bleibt wie Du es beschreibst und nicht ins "Aggressive" abdriftet. Liest sich für mich jetzt nicht nach grossartigen Streitigkeiten. Könnte aber ggf. auf Dauer umschlagen, wenn ihr Menschen da eingreift.

    wildsurf

    je nachdem, hast Du mE zu früh bzw. zu spät eingegriffen. Zu spät deshalb, weil ich persönlich in der Situation wahrscheinlich bereits beim ersten Beschnüffeln einfach weitergegangen wäre und nicht noch gemeinsam mit der anderen Hundehalterin den Hügel raufgegangen wäre.

    Zu früh, oder besser gesagt falsch, deshalb, weil das Festhalten am Halsband gerade erst dazu geführt haben dürfte, dass die Situation wirklich eskaliert. Hier hätte man bsp. so reagieren können , dass man splittet. Einfach mit "Karacho" zwischen den beiden Hunden durch, das trennt, die Hunde sind erst mal etwas verwirrt und wenn sich dann die Halter beide gleichzeitig zügig in verschiedene Richtungen entfernen, war's das idR.
    Wenn die Halter ohne vorhergehendes splitten einfach weggehen, kann das auch dazu führen, dass die Hunde sich problemlos trennen. Es kann aber auch dazu kommen, dass ein Hund weggeht, der andere noch nachsetzt.
    Oder eben, die Hunde erst mal machen lassen, wäre auch eine Möglichkeit gewesen. Und erst eingreifen, wenn die Situation wirklich kippt, also nicht mehr nur reine Rangelei ist.

    Problem ist, dass man dafür keine pauschale Aussage machen kann. Das kommt auf die jeweiligen Hunde und die jeweilige Situation an.

    Du kannst beides machen.

    Wobei ich meinen Leute lerne, direkt neben dem Hund "einzudrehen". Das "hinter dem Hund rumgehen" ist mE deutlich schwieriger, denn Hund neigt dazu, dem HF nachzusehen und fängt dann ggf. an zu kippeln oder setzt sich gar schon auf - Fehlervermeidung = sich gleich neben den Hund stellen.

    Zitat

    den Satz versteh ich nicht, wer entscheidet denn bei Euch ob Ihr teilnehmen dürft?

    Nun ja, offiziell unterschreibt der Prüfungsleiter mit Zulassung der Teams zur Prüfung auch deren Prüfungsreife. Und da würde ich mir als Prüfungsleiter schon die Teams vorher ansehen. Wir machen bei uns im Verein etwa 4-8 Wochen vorher eine Probeprüfung. Idealerweise 2, 1x 8 Wochen vorher, 1x4 Wochen vorher. Und entscheiden anhand dieser beiden Prüfungen, welche Teams laufen und für welche Teams es unter Prüfungsbedingungen doch noch etwas zu früh ist.

    Diesmal werden wir wohl nur eine Probeprüfung schaffen. Aber nun ja .......

    Mir ist es im Frühjahr bsp. so gegangen, dass ich als PL einige Gästeteams hatte. Ich hatte mir die Teams angesehen, so im Stillen gedacht, dass über die Hälfte der Teams noch nicht prüfungsreif sind. Der Trainer dieser Teams meinte auf unsere Bitte, sie doch bei der Probeprüfung mitlaufen zu lassen "ja denkt ihr, ich schicke euch Teams, die noch nicht prüfungsreif sind? Ich habe mir die Teams alle genau angesehen, die können das." Da ich keine Lust auf Streitigkeiten hatte, habe ich gesagt "ok, dann lassen wir sie eben starten".
    Joooo, wenn ich sehe, dass ein Team Probleme mit der Ablage hat - Kommentar des HF "jetzt ist es ja Vormittag, und das Gras ist noch feucht, ins nasse Gras legt sie sich nicht hin" ..... tut mir leid, wir machen unsere Prüfungen nun mal vormittags und da ist es idR im Mai noch taunass.
    Ende vom Lied - von den 8 Gästeteams sind 4 durchgefallen. Und ich als PL habe vom Richter dezent ein Kommentar a la "was habt ihr denn da alles zur Prüfung zugelassen, die sind doch noch lange nicht soweit" zu hören bekommen. Hätte er mal besser dem Trainer der Teams gesagt.


    Zitat

    14 Monate finde ich arg jung.

    Man kann ohne grosse Probleme einen 10-12 Monate alten Hund fertig für die BH-Prüfung haben. Sogar im 55-60 Punkte-Bereich. Nur gezieltes Training und v.a. einen HF, der weiss, was er tut.


    Zitat

    Wie ich schon in einem anderen Thread geschrieben hab bin ich der Meinung man sollte erst zur Prüfung gehen, wenn der Hund auch wirklich fertig ist, nicht wenn man eben so durchrutscht.

    Da stimme ich Dir zu.

    Zitat

    Vor allem, bringt es überhaupt was wenn Hunni schon so früh die BH hat? Ihr braucht sie ja in DE auch für Agility und Co., aber wenn man nicht gerade einen Ausnahmehund-mensch Team ist kann ein Hund doch auch für Agility mit 14 Monaten noch nicht wirklich fertig sein, oder?

    Mit 14 Monaten noch nicht wirklich. Aber mit 18 Monaten schon. Kommt auch hier darauf an, wann man anfängt, wie man anfängt und ob der HF bereits weiss, was er tut. Letztendlich muss der Hund ja nur die Geräte lernen und lernen, wie man sich führen lässt. Der HF hat den schwereren Part - der muss lernen, den Hund zu führen. Und das dauert deutlich länger. V.a. bei Ersthundeführern. Ein HF, der gut führen kann, muss "nur noch" lernen, sich auf den jungen Hund einzustellen. Das dauert idR nicht so lange wie das Führen von Grund auf lernen - Ausnahmen bestätigen die Regel :lachtot:

    Der Unterschied ist, dass Hunde, die den Slalom über Gasse gelernt haben, idR enger an den Stangen bleiben als bsp. solche, die den Slalom über durchführen oder ähnliches gelernt haben => sie biegen sich weniger von Anfang an.

    Triebig ..... nun ja-
    Wir haben ne ganze Reihe äusserst triebiger BCs im Verein - und da war die Gasse kein Problem.

    Zitat

    ab 1 Jahr darf man Slalom machen oder?

    sobald der Hund ausgewachsen ist - und mit 12 Monaten sind v.a. grössere Hunde noch nicht ausgewachsen. Ich würde mit dem eng gestellten Slalom bzw. Turnierslalom warten, bis Hund mindesten 15 Monate alt ist.

    Im übrigen bin ich auch genau wegen der Biegerei in der Wirbelsäule ein Fan des Anlernens über die Gasse - da muss sich die WS am wenigsten biegen.

    Steffi
    wie rottifrau schon erklärt hat - Erziehung ist alles, was Zusammenleben regelt - Stubenreinheit, nicht betteln, niemanden anspringen, nicht an der Leine ziehen ........... - man könnte auch fast sagen, alles was Hund von sich aus tun oder nicht tun soll, ohne explizites Kommando gehört zum Bereich Erziehung, alles, was mit Signal/Kommando belegt ist, ist Ausbildung.

    So ein Zwischending sind ein "Komm sofort her"-Signal, ein "Halt sofort an"-Signal, wobei diese beiden Signale im Erziehungsbereich durchaus mit Körpersignalen verbunden sein können - eigentlich sind zumindest die Signale bereits auftrainiert, und damit mehr Ausbildung als Erziehung. Allerdings sind sie mE für das reibungslose Zusammenleben mit der Umwelt wichtig - und damit gehören sie für mich mit zur Grunderziehung. Wobei das Signal und das dazugehörende Verhalten jedem selbst überlassen bleibt - wenn ich bsp. beschliesse als "Stop" das Steh zu verwenden, ist das genauso ok wie Sitz oder Platz.


    Ausbildung sind alle die Kunststückchen, die Hund so im Laufe seines Lebens lernt und die mehr oder weniger sinnvoll im täglichen Zusammenleben sind - Sitz, Platz, Fuß, Apportieren, Vorsitz, Pfötchen geben, Rolle machen, ........

    Zitat

    welches sie aufgrund von Talentfreiheit nie erreichen können.

    Oh ja, und dabei dann geschätzt pro Jahr ein Pferd verhunzen.


    LaGuapa
    Wenn Sporen ab einem bestimmten Niveau Pflicht sind, warum sollte das verboten bzw. abgeschafft werden? Nur weil es Leute gibt, die weit unter diesem Niveau meinen, sie müssten sich Sporen anschnallen?

    Ich habe noch gelernt "Sporen muss man sich verdienen". Und zwar durch KÖNNEN.

    Wenn das heute nicht mehr gilt, dann hat das ganz sicher nichts damit zu tun, dass in höheren Klassen Sporen teilweise Pflicht sind. Dann ist das ein Problem in der Anfängerausbildung. Nicht ein Problem der Turnierreiterei. Hier sind halt die Ausbilder gefragt - und ein guter Ausbilder bringt seinem Reitschüler nicht nur nen guten Sitz bei, sondern sollte auch die Einstellung des Reitschülers schulen. Meine Meinung.

    EDIT: und meine Meinung zu Ketten- und Stachelhalsbänder und TIG - Kettenhalsbänder - wo ist das Problem? Meine Hunde sind jahrelang damit gelaufen und machten keinen unglücklichen Eindruck. Die brauchten nur die Ketten klimpern hören und schon standen sie alle schwanzwedelnd und aufgedreht da.
    Stachelhalsband und TIG können in fachkundigen Händen ebenfalls Sinn machen. Und sind u.U. weit weniger tierschutzrelevant als das, was man sonst öfter mal als "Ausbildung/Erziehung" so sieht.

    Zitat

    Ja aber versteht ihr denn nicht, Pudelmix klingt nicht so stylisch.

    Ja, Pudelmischling klingt nicht genug nach Rassehund - schadet dem Ego - und reinrassige Pudel sind schlecht für's Image - schadet dem Ego genauso.

    Deshalb diese ganzen Pudelmix-Designerdogs die für horrendes Geld an blauäugige Leute mit rosa Sonnenbrille verkauft werden. BTW 400-1000 Euro - dafür kriegt man zumindest mal keinen Labradoodle - unter 1500 Euro ist da nix drin, wenn ich mir so die gängigen Threads in diversen Foren durchlese. Damit kosten sie deutlich mehr als die jeweiligen Ausgangsrassen. Schätze mal schon, dass sich damit gut Kohle machen lässt.


    Allerdings - bei den bescheuerten Namen, die speziell für die Pudelmischlings-Designerdogs "kreiert" wurden, wundert mich, dass es tatsächlich Leute gibt, die solche Hunde kaufen - man stelle sich mal vor, da wird man gefragt, was man denn da für nen Hund hat und antwortet "Labradoodle/Cockapoo/.......", da lachen sich die Gegenüber ja kringelig :lachtot:

    @Cockapoosearch
    auch wenn Du es nicht wahrhaben willst - mit einem Cockapoo kaufst Du dir nicht automatisch einen allergikerfreundlichen Hund. Und Züchter findest Du auch keine - weder in Europa noch in den USA - denn Fakt ist, das ist keine anerkannte Rasse und seriöse Züchter für diese Mischlinge gibt es nicht. Diejenigen, die diese Mischlinge vermehren tun das nur aus einem einzigen Grund - sie haben erkannt, dass sich mit dem Stempel "allergikerfreundlich" alles verkaufen lässt, was 4 Beine hat, wedelt und bellt.

    Ist eigentlich traurig, wenn man bedenkt, dass damit Schindluder mit Leuten getrieben wird, die gern einen Hund hätten, dies aber aus gesundheitlichen Gründen bisher nicht konnten.
    Erinnert mich an ein Posting in einem Pudelforum vor einiger Zeit - da fragte eine Mutter um Rat, da ihr Sohn als Allergiker unbedingt einen Hund wollte, sie hatten einen Labradoodle gekauft, den Versprechungen von wegen allergikergeeignet der Vermehrer geglaubt - tja Sohn reagiert massiv auf den "allergikergeeigneten" Hund, so massiv, dass sie den Hund wieder abgeben müssen - und jetzt ist der Jammer gross.
    Sie hatte die Hoffnung, dass die Pudelleute vielleicht einen Weg wissen, den Hund doch noch zu behalten, bsp. mit entsprechender Pflege des Hundes - no way.

    Denk mal drüber nach.