Beiträge von Ocarina

    Ja, Benni hatte das die letzten Monate. Vielleicht eine Art von Demenz? Oder Herzprobleme?

    Er ist dann immer hoch auf die Couch, wieder runter, und Körbchen, in die Küche, wieder auf die Couch. Immer so von etwa 19 Uhr bis 22 Uhr. Dann hat er sich beruhigt und nachts hat er auch durchgeschlafen. Nach dem Frühstück war es ähnlich aber nicht ganz so lange.

    Unsere Tierärztin tippte damals auf vielleicht ein bisschen zu hoch dosierte Herztabletten (wir sollten dann vierteln oder zerstößeln und ein bisschen später noch einmal geben) oder eben Demenz. Bei Benni hörte es dann nach ein paar Monaten wieder auf. Insgesamt waren es vielleicht 8 Wochen.

    Ich bekomme solche Sachen nie mit.

    Also möglicherweise sind irgendwann schon einmal Menschen hinter mir her gelaufen oder gerannt. Ich merke so etwas nicht.

    Einmal waren wir Gassi, Dämmerung. Mein Mann war zufällig dabei und hatte die Maglite mit, so ne lange Stabtaschenlampe. Wir laufen so, unterhalten uns und plötzlich jemand von hinten-seitlich "Hallo, na wie gehts euch?". Das war mein Cousin. Wir haben gequatscht und dann lief er weiter. Wir dann auch in eine andere Richtung. Und mein Mann nur so: "Na da hat er aber Glück gehabt. Eine Sekunde später und ich hätte mit der Maglite nach ihm geschlagen!". Und ich nur so: "Hö?" und mein Mann: "Hast du den nicht gehört? Der lief schon länger hinter uns her, recht schnell bzw. schneller werdend. Ich hab gleich die Maglite anders in die Hand genommen um im Zweifel zuschlagen zu können!"

    Daran sieht man denke ich recht gut, dass nicht nur Frauen Situationen merkwürdig finden. Mein Mann bemerkt solche Situationen ständig und erwartet erst einmal das schlimmste. Er hat dabei natürlich keinerlei Angst. Aber er ist vorsichtig. Und ich merke nix.

    Ich bin vor 5 Jahren auch zu nem fremden Mann ins Auto gestiegen. Ich hatte es eilig und wollte bzw. musste den Zug schaffen. Mein Bus hatte Verspätung und ich bin in halber Panik (ging um eine Prüfung) zum Bahnhof gerannt. Unterwegs hab ich jedes Auto angehalten in dem kleinen Städtchen. Problem: Es war 6:40Uhr. Da war nicht so viel los. Und der erste Autofahrer (ein älterer Herr) schaute mich nur völlig verwirrt an und verstand gar nicht, was ich von ihm wollte. Nummer 2 öffnete sofort die Tür, ich sprang rein und 2 Minuten später waren wir am Bahnhof und ich habe den Zug noch gerade so erwischt. Da bin ich heute noch dankbar für.

    Zu gruseligen Begegnungen (und ich glaube, das habe ich hier schon einmal geschrieben):

    Mein Mann hatte mich vor Jahren mal überredet, Resident Evil zu schauen. Ich hasse Grusel-Zombie-Psychothriller-Filme. RE fand ich demnach fürchterlich. Und ich habe nur unter einer Bedingung mitgeschaut: Er sollte mich dann bei der Abendrunde begleiten.

    Ja, 2 mal hat das geklappt. Beim dritten Mal war er so müde, dass er den Film zum Schluss ausgemacht hat und sofort ins Bett ist und auf mein"du wolltest doch mit raus!" kam nur ein "Was soll denn passieren? Zombies oder was?" und dann war er auch schon eingeschlafen.

    Ich bin also mit Benni raus, die übliche 20 Minuten-Runde. Es war so 22.30- bis 23Uhr. Ich war schreckhaft wie so ein Kaninchen und hab die ganze Zeit umher geschaut und mich so unglaublich gegruselt. Und plötzlich hörte ich ein Quietschen. Ruhe. Wieder Quietschen. Ruhe. Rasseln. Ruhe...Quietschen. Und ich schaue zu dem einen Gebäude, davor war ein kleiner Spielplatz mit Schaukel und Rutsche und auf der Schaukel sitzt ein Zombie angerunkener Jugendlicher, der sich komplett in der Schaukel so eingedreht hat und sich gerade kichernd wieder ausdrehte und dabei Arme und Beine so rumschlenkern lies (ZOMBIE!). Aaaaaaah! Ich glaube, so schnell bin ich die Runde noch nie gelaufen. :zany_face:

    Ich sehe "einfaches Gassi" als normal an, weil ich das in meiner Umgebung so wahrnehme.

    Bei uns im Dorf wohnen etwa 20 Hunde. Einer davon ist in der Rettungshundestaffel (der Vorgänger auch schon), mit einem wird UO gemacht aufm Schäferhundeplatz und die restlichen 18 Hunde gehen "einfach Gassi". Klar, das eine Frauchen joggt, das andere Herrchen fährt mal mit dem Fahrrad. Aber insgesamt wird mit den restlichen Hunden "nichts" gemacht.

    Caissa

    Für mich ist ein Hund schlicht und ergreifend für nichts anderes da. :ka:

    Ich habe Null Interesse an Hundesport, Auslastung über Dummysuche oder ähnliches, Clickern und was es noch so alles gibt interessiert mich nicht die Bohne. Rettungshundearbeit oder sonstwas auch nicht.

    Mein Hund soll ein netter Begleiter sein. In der Wohnung rumliegen, kucheln und fressen und gerne auch mal toben (im Rahmen) und draußen möchte ich einfach stundenlang umher laufen. Ok, nicht täglich. Aber wenn es am Wochenende mal 12km sind, dann ist das eben so. Und wenn es nur 2km sind, dann ist das eben auch so.

    Ich bin froh, dass Benni als Bullterrier genau das alles erfüllt hat. Mit einem reaktiveren Hund wäre ich heillos überfordert gewesen. Es war anfangs mit Benni schon schwer genug (für mich!).

    Zum Glück gibt es so vielfältige Hunderassen.

    Benni ist ja auch draußen im Kofferraum vor der Praxis gegangen. Wegen Corona durfte die Ärztin nicht zu uns und wir beide (mein Mann und ich) nicht in die Praxisräume.

    Im Gegensatz zum alten Tierarzt fand es Benni aber hier super und ist immer gerne zur Ärztin rein.

    Ich fand es im Kofferraum ganz in Ordnung. Gewohnte Umgebung (Benni ist sehr gerne Auto gefahren). Ob Benni noch so viel mitbekommen hat? Das weiß ich gar nicht. Er war ganz ruhig, völlig entspannt. Und 15 Minuten vorher in der Wohnung war er noch nervös, ist umher gelaufen und hat am Körbchen geleckt (ganz stressig). Sobald ich ihn ins Auto gehoben hatte, hat er sich hingelegt und die Augen zugemacht.

    Krass, was hier einige so erleben. Ist mir in 40 Jahren noch nie passiert.

    Außer eben die besoffenen Pöbeleien im Stadtpark. Aber die haben ja keinen Unterschied zwischen alt, jung, Mann oder Frau gemacht.

    Ich bin wohl sehr wohl behütet aufgewachsen. Oder habe in den richtigen Ecken gewohnt.

    Selbst meine Schwester in Hamburg (und jetzt München) hat so krasse Sachen nicht erlebt. Außer mal recht penetrante Bettler.

    Mal abgesehen davon, dass mir alleine im Wald ein ein paar große kräftige Typen da lang laufen möglicherweise auch etwas unwohl sein könnte... Es ist zumindest wenn ich an unseren Wald denke, maximal dämlich, da "auf der Lauer nach Opfern" umher zu laufen. Da sind viel zu wenig Leute unterwegs, als das sich das lohnen könnte. :grinning_squinting_face:

    Da hätte ich in einer Stadt abends deutlich mehr Angst.

    Der Partner einer guten Freundin ist vor Weihnachten nachts gegen 1 Uhr in Hannover zusammengeschlagen worden. Warum? Weiß keiner. Handy und Geld wurde geklaut, das wars. Er ist mit nem Halswirbelbruch ins Krankenhaus gekommen. Und er ist kein schmächtiger Typ.

    Da würde ich jeden Wald vorziehen.