Nach dem x-ten Hilferuf in der letzten Zeit a la mein GR-Welpe oder Labradorwelpe oder -pubertär rastet aus, frage ich mich, sind die kleinen Biester wirklich so extrem oder liegt das an den Besitzern, die diese Rassen gewählt haben, weil sie als freundlich etc. gelten und deshalb denken, auch die Welpen kämen schon fertig auf die Welt? Dann wird genau erklärt, was dem Tier geboten wird und wieviel Ruhe er bekommt und dass er trotzdem völlig eskaliert. Aber Wach- und Schlafphasen sind je Individuum sehr unterschiedlich, man sollte sich mehr auf das Bauchgefühl verlassen. Man sieht doch selbst am besten, wann der Welpe drüber ist, was nützt es kleinschrittig aufzuzeigen, was man an dem Tag alles schon gemacht oder gelassen hat. Oder sind die beiden Rassen berüchtigt, besonders ausgelassene Welpen/Pubertäre zu haben, die man nervlich kaum aushalten kann?? Sind sie besonders anstrengend zu erziehen, sodass so viele Besitzer auf dem Zahnfleisch gehen?
Also ich kann von mir selbst sagen, dass wir tatsächlich den Goldie gewählt haben, weil er als "einfach, familienfreundlich, anfängertauglich" gilt. Ist er auch, meiner jetzigen Meinung nach 😊
Aber als Ersthundehalter ist jeder Hund anstrengend und schwierig, weil man keine Ahnung von gar nix hat, egal wie lange man sich vorher informiert hat. Welpen verhalten sich nun mal nicht wie die erwachsenen Hunde, die man vielleicht von Freunden kennt.
Ich hab mich ja schon mehr als ein halbes Jahr bevor unser Welpe zu uns kam hier angemeldet und begeistert alles gelesen und mich echt gut vorbereitet gefühlt, aber trotzdem hab ich über die gleichen Sachen gejammert, wie alle anderen auch.
Ich glaube, ein Ersthundehalter sollte besser nicht mit einem Welpen anfangen. War eigentlich schon immer meine Meinung und wir haben lange überlegt. Letztlich haben wir nur wegen unserer Tochter einen Welpen genommen, um ein "unbeschriebenes Blatt" zu haben, sprich, wissen zu können, welche Erfahrungen der Hund mit Kind hat und aufpassen, dass es positiv bleibt. Ob uns das gelingt, weiß ich nicht. Bisher machen es Kind und Hund gut miteinander, ich drücke die Daumen, dass es so bleibt.