Also erstmal mein ganz herzliches Beileid!
Meine Situation war ganz ähnlich wie deine.
Mit Anfang 20 der erste eigene Hund, ein Shiba inu Rüde aus zweiter Hand (ich war der dritte oder vierte Besitzer).
Auch er hat andere Hunde nicht sonderlich leiden können und hatte zu Anfang eine aggressive Seite, die man über die
Jahre mit ganz viel Herzblut aber immer mehr abwenden konnte.
Er war mein Traumhund, mit all seinen Ecken und Kanten.
Und auch bei ihm hatte ich sehr daran zu knabbern, als man merkte das es sich dem Ende neigt.
Auch er hatte Arthrose und immer wieder schwere Schübe. Doch das was ihn aus dem
Leben gerissen hat war ein wiederholtes Vestibular Syndrom.
Das Erste hatte er mit leichten, bleibenden Schäden überstanden, wobei es einige Rückfälle gab.
Aber er zeigte klaren Lebenswillen.
Das zweite Syndrom folgte etwa 1 Monat später und dann ging gar nichts mehr... trotz
tierärztlichem Notdienst zu Hause, ging es nicht mehr Berg auf.
Nach 3 Tagen ohne Fressen, Trinken (nur Infusion), Erbrechen und der Unfähigkeit überhaupt auf
die Beine zu kommen mussten wir ihn schweren Herzens gehen lassen.
Es hat mich zerrissen...
Ich hatte allerdings schon zu seinen Lebzeiten den Wunsch nach ihm einmal einen Shiba selbst
großzuziehen, also einmal einen Welpen anzuschaffen.
Und ich sag es ehrlich wie es ist, ich habe es ohne Hund nicht mehr ausgehalten.
Ich hatte nur 2 Monate vor seinem Tod meine Katze (von Kitten an 17 Jahre) verloren
und der Verlust von Chipsy war dann gar nicht mehr zu ertragen.
Ich habe tatsächlich nur 1 Woche nach seinem Tod geschaut, ob es bereits irgendwo
einen Wurf Shibas gibt, wo vielleicht ein Interessent abgesprungen ist.
Sowas kommt ja durchaus vor und so war es bei meiner Maru.
Sie war als einzige im Wurf ängstlich gegenüber Kindern und blieb daher über.
Und sie ist das Beste was mir passieren konnte.
Sie hat mich nicht nur sehr abgelenkt/beschäftigt, sondern mich auch wieder zum lachen gebracht.
Sieh es nicht als 'Verrat' wenn du nach einem neuen Hund suchst.
Ich sehe es so das du damit einem weiteren Hund ein ebenso schönes Zuhause geben kannst.
Mir hat es geholfen. Aber ich verstehe auch Menschen die wirklich Jahre brauchen, bis sie wieder bereit sind.