Also aus meiner Sicht ist das für das Kind ziemlich egal, ob es jetzt in einen Becher pinkelt oder ins Klo. Bei normal entwickelten Kindern versteht sich, bei Kindern mit Defiziten sieht das ja alles nochmal ganz anders aus und kann nur im Einzelfall betrachtet werden.
Wenn es halt nicht gleich so klappt, wie manche Eltern es sich für ihr "hochbegabtes" Kind vorstellen, kommen solche "kreativen" Lösungen ins Spiel.
Weil es natürlich nicht sein kann, dass Mini-Einstein für solch profane Dinge einfach eine längere Lernphase hat, wird ihm eine Trauma von der Toilette als solches diagnostiziert und schnell der Kaffeebecher rausgeholt, wenn er pinkeln muss.
(ganz überspitzt und sarkastisch beschrieben meinerseits hier natürlich).
Wir hatten diesen Kaffeebecher im KiGa (denn natürlich kann das Kind nur in diesen einen Kaffeebecher pinkeln) und es hat nie auch nur danach gefragt. Ganz selbstverständlich hat es bei uns die Toilette benutzt.
Das hier ist natürlich jetzt ein Härtefall und nicht auf normale Maßstäbe umlegbar.
Ganz oft entspringen solche Ideen dem Druck, dem Eltern ausgesetzt sind - Facebook/Elternforen etc. tun dann ihr übriges.
Der Druck wird größer, weil das Kind der Nachbarin der Urstrumpftante war schon mit 8 Monaten völlig rein! Wie kann denn das bei dir so lange dauern?
Dann überträgt sich dieser Druck von den Eltern auf's Kind und dann ist es ein einziger Krampf.
Jedes Kind hat nunmal sein eigenes Tempo.
Druck und Erwartungen rauszunehmen ist oft der erste Schritt zu einer Lösung.
Und auf die eigene Intuition hören :)
Und wieder einmal merke ich wie viel Kinder und Hundeerziehung doch gemein haben ![]()