Übertragen auf Tierschutzhunde gilt dasselbe.
Man muss einfach darauf eingestellt sein, was sein kann. Bei den Rumänen ist es häufig eine ausgeprägte Angst/Stressthematik, Territorialverhalten und/oder Schutztrieb, und recht häufig gesundheitliche Baustellen.
Dass heisst weder, dass die Hunde eine "Katastrophe" sind (das Wort würde ich auch nicht benutzen - allenfalls bei Beissvorfällen), noch dass sie alle so sind.
Meistens geht es ja "gut" in dem Sinne, dass sich alle Beteiligten arrangieren. Oft nicht so, wie erwartet. Das ist ok - aber man sollte eben bereit sein, sich auf das Unerwartete einzustellen und das eigene Leben uU einschränken können.
Dazu gehört für mich eine gewisse Erfahrung, niedrige Ansprüche an den Hund und ein flexibles Umfeld (Garten, Hund muss nicht zwingen alleine bleiben oder mit zur Arbeit, man hat ein reizarmes Gassigelände und nicht grad Großstadt oder Gassimeile vor der Tür, man kann Kinder, Katzen, andere Hunde ggf. trennen, man hat genug Geld für TA).
Natürlich geht es oft genug auch ohne all das gut, aber der Hinweis darauf sollte doch ernst genommen werden.
Das ist doch keine "Warnung vor der Katastrophe".
Ich empfinde auch einen Hund, den man nicht ableinen kann, nicht als "Katastrophe". Aber wenn sich jemand ausdrücklich wünscht, stunden lang träumend durch die Landschaft zu schlendern, mit dem (leinenlosen) Gefährten an der Seite - dann ist es durchaus vernünftig, von bestimmten Hundetypen eher abzuraten.
Auch wenn dann kommt: Ach, auf den Youtube-Videos sind die auch alle leinenlos...
Nun ja, ich könnte auch Fotos und Videos von meinem Hund und mir machen, wo alles PERFEKT aussieht. Wäre aber Lügen durch Auslassung...
Hab mal eine Samojedenbesitzerin gefragt, deren Hund auf den schönen Insta-Bildern immer leinenlos war. Tja, die Schleppleine, die IMMER am Hund ist, war wegretuschiert... Die Wahrheit liegt immer irgendwo dazwischen - weder das Idealbild noch der "Teufel an der Wand" stimmt je zu 100%. Aber man sollte eben beides einbeziehen.