Ich hatte mir mit Chilly überlegt, den Hundeführerschein zu machen, in Bayern macht man das mit dem eigenen Hund. Ich hab also bei einer Trainerin, die für diese Prüfung des BHV vorbereitet.
Da war jetzt eigentlich fast nichts dabei, was ich für meinen Alltag mit meinen Hunden brauche. Wir waren im Pasinger Stadtpark und am Pasinger Bahnhof. Der war so voll, daß wir auch gleich auf dem Oktoberfest üben hätten können.
Chilly würde die Prüfung bestehen, wenn wir üben würden, nur seh ich null Sinn darin, mit meinem Hund was zu üben, was er laut Lehrmeinung können muß, wenn unser Leben so halt nicht aussieht. Das ist halt dann ein Stück teures Klopapier für mich, ehrlich gesagt. Also haben wirs gelassen.
Aber es ist halt typisch Mensch, eine Schablone zu entwerfen, in die Hunde dann hineingepresst werden sollen, um irgendwas zu bewerten.
Wie man mit seinem individuellen Hund mit seinen individuellen Schwächen und Stärken umgeht, ist bei solchen Prüfungen irrelevant, deswegen lebensfremd, nicht zielführend und am Hund vorbei.
Ich frag mich immer, solche Hundeführerscheine sollen ja Pflicht werden - was passiert mit den "Problemhunden", die bei ihren Haltern super unauffällig und sicher durchs Leben gehen, aber in die genormten Schablonen nicht passen und die seltsamen Erwartungen der Hundeführerscheinentwickler nicht erfüllen.