Beiträge von Limetti

    Ich komme mir komisch vor bei dem Gedanken, dass wir einen Hund von einer Pflegestelle nehmen, der mit Sicherheit überall ein gutes Plätzchen finden würde. Und deshalb springt auch mein "Kümmer-Mechanismus" nicht an. Aber irgendwie ist dieser Mechanismus für mich wichtig, weil ich eigentlich für uns, so wie wir jetzt sind, keinen dritten Hund brauche zum Glücklichsein. Ich will eigentlich in erster Linie einem Hund was Gutes tun, nicht mir selbst. Und die Argumentation, dass die Pflegestelle dann ja wieder einen neuen aus einem Shelter nehmen kann, fühlt sich gerade auch unrund an.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass unser Platz hier, der einfach ziemlich gut ist, "verschwendet" wäre, wenn wir so einen Everybody's Darling nehmen würden.

    Das klingt für mich ein wenig nach Helfersyndrom, nach, ich kann was, was andere nicht können und das vermeintlich Einfache ist mir nicht gut genug. Soll nicht böse klingen, auch wenns vermutlich so klingt.

    Ich glaube, Du solltest erst mal für Dich sortieren, was Du genau möchtest und warum Du einen dritten Hund möchtest und was Dich bei der ganzen Suche so verunsichert, daß Du das ganze Forum damit beschäftigst ;-)

    Wann nimmt man denn die verschiedenen Anzeigenarten? Also entweder Hund starrt Objekt an oder Hund drückt die Nase drauf? Leichter beizubringen ist vermutlich anstarren?

    Ich finde die Arbeit von Arielle? (Schnauzer am Schluß) cool, sowas in soft zum Spaß mit den Dosen würd ich mit meinen Hunden gerne machen :)

    Kaum jemand reißt sich darum, schwierige oder gefährliche Hunde aufzunehmen. Wenn es so viel besser ginge, ist unverständlich, warum die Leute, die es viel besser könn(t)en, es nicht einfach besser machen. Dann gäbe es das Problem, wohin mit solchen Hunden, gar nicht.

    Interessant dazu finde ich Gerd Schuster, der keine gefährlichen Hunde mehr nimmt.

    Das Problem, wohin mit solchen Hunden, gäbe es genau dann nicht, wenn Hundehalter! und unseriöse Züchter und unseriöse TschOrgas nicht einfach wild und unüberlegt kaufen und handeln würden. Wenn es nicht immer noch mehr verblödete Hundeschulen gäbe mit Trainern und Trainerinnen und ach soviele Sachverständige, die eigentlich null Ahnung haben. Denn die gemeinsam sind das eigentliche Problem.

    Denn nein, es ist im Prinzip von niemandem die Verpflichtung, die Fehler anderer auszubügeln. Ich finde es immer "witzig", wenn man Leute wie Fr Bokr oder auch CM kritisiert, dann immer den dämlichen Satz hört: Na dann machs halt besser :kotz: :doh:.

    Nein, ich muß keinen bissigen Hund aufnehmen, den irgendein Vollhonk vorher versaut hat oder eine Vollhonkorga mit "der braucht nur Liebe" irgendwo auf der Welt von der Straße gesammelt hat und besser dort gelassen hätte, aber unbedingt meinte, so ein Hund muß gerettet werden (welch ein Elend für soviele Hunde).

    Man sollte ernsthaft beginnen zu überlegen, warum es soviele durchgedrehte Hunde gibt. Und ob ein soziales Lebewesen mit so einem hohen Aggressionspotential überhaupt noch für sich selbst glücklich leben kann.