Beiträge von Limetti

    naja, dann müßte man sich aber auch fragen, ob man großen Hunden, also nicht riesig, sondern schäferhundgroß zb auch Lebenszeit vorenthält, denn sie werden im Durchschnitt nur 12 Jahre und nicht 16 oder mehr wie kleine Rassen, Zwergpudel oder Pinscher zb.

    :ka:

    darf ich mal fragen, welche Erfahrungen ihr mit den verschiedenen Krankenversicherungen und einer vor Abschluss bekannten Allergie gemacht habt?

    Hat man da überhaupt die Chance eine Versicherung zu finden?

    Wenn ja, würde diese dann überhaupt keine Kosten übernehmen, die mit der Allergie zusammenhängen könnten?

    Mit welchen Beiträgen muss man da so ca. rechnen (ich nehme mal an, dies wären dann höher)?

    ich würde das schriftlich mit den Versicherungen abklären. Ich kann nur von OP-Versicherung sprechen. Die Agila versichert Bonnie gar nicht.

    Barmenia hat Bonnie versichert, OP, auch nicht teurer und bisher alle OP-Kosten auch problemlos übernommen.

    Schwierig wird es bei allen Krankheiten, die zu Versicherungsabschluß bestehen, da werden Kosten häufig ja nicht übernommen, aber nachfragen und beraten lassen würde ich mich auf alle Fälle

    Verkürzte Lebenserwartung sollte aber IMMER ein Grund sein, genau hinzuschauen, was in der Zucht schief geht. Eine Lebenserwartung von unter 10 Jahren als normal hinzunehmen, finde ich persönlich unethisch.

    man könnte dagegen halten, daß die gesamte Züchterei von Tieren unethisch ist...

    Einem Hund, der ja anders als Menschen, im Jetzt lebt und nicht in einer Zukunft, dürfte es völlig egal sein, ob er 5 Jahre oder 10 oder 15 Jahre auf dieser Welt wandelt, wichtiger ist es sicherlich für den Hund, wie das Leben aussieht in dem von Menschen gestalteten Körper.

    Und da spielen dann eben menschliche Emotionen oder Vorlieben durchaus eine Rolle, daß man plötzlich nicht mehr so eindeutig sagen kann, was Qualzucht ist oder nicht. Der hündische Waran und die erstickende Bulldogge ist für normal empfindende Menschen Qualzucht. Die gigantische Dogge ja anscheinend schon nicht mehr so eindeutig.

    Man könnte auch sagen, der Mensch kann mit seinem eigenen Werkzeug nicht umgehen und es ist vielleicht auch gar nicht möglich, wirklich zu erkennen, was einem anderen Lebewesen, das sich nicht artikulieren kann, Leid bedeutet und zufügt.

    Wir haben kürzlich einen 120kg (!!!!) schweren Molosserrüden eingeschläfert mit 7 Jahren, weil der nicht mehr aufstehen konnte und inkontinent war. Die Besitzerin hat ihn nicht mehr in den 2. Stock bekommen. Das Tier war einfach nur ein unbeweglicher Fleischberg.

    Vor allem finde ich es heftig, daß man einen im Grunde noch gesunden Hund (also von den Organen und vom Lebenswillen her) einschläfern lassen muß, weil er einfach zu schwer und groß für die Gelenke gezüchtet wurde. Ich habe mal vor Jahren eine Doggenzüchterin kennengelernt, für die war das quasi normal, daß Doggen mit ca 7 eingeschläfert werden müssen, weil sie nicht mehr hochkommen. Das ist dann ja auch kein normaler Alterungsprozess mehr, wo eben alles mit der Zeit immer mehr nachläßt

    ich denke nicht, daß der Halter den Hund macht, aber natürlich ist da ein Zusammenspiel der Gesamtheit, und da gehört die eigene Stimmung, Ausstrahlung, Umgang und Anleitung in diversen Situationen etc mit dazu. Deswegen stört mich das bei den Anfragen in Foren, wenn es um Verhaltensprobleme geht und die Fixierungvon den Forenmitgliedern ausschließlich auf das Hundeverhalten zielt, aber selten auf das Analysieren des Verhaltens des Besitzers.

    Klassiker ist ja zb der Leinenpöpler und ein unsicherer Halter nimmt, oft unbewußt, die Leine fester oder kürzer und prompt startet der Hund durch. Oder die konträre Körpersprache von dem was man verbal vom Hund fordert, zb zu kommen, mit dem Körper aber eigentlich "bleib weg" signalisiert. Der Mensch ist eben nicht immer gleich und es lohnt sich durchaus, erst mal bei sich selbst anzufangen, wenn der Hund irgendwie Probleme hat.

    Und sei es dann nur: Wie gehe ich als Mensch richtig damit um, damit ich meinem individuellen Hund helfen kann. Und zwar mental und nicht irgendwelche oberflächlichen Traininstips.

    Als aufmerksamer Halter kann man auch durchaus "das Beste" in seinem Hund fördern, wobei das beste nicht der einfache problemlose Hund ist, sondern ein Hund, der sich nach seinen Fähigkeiten entfalten kann.