Aber mit der pauschalen Aussage, man leint keine Hunde ab, die einem nicht gehören - so interpretieren ich mal "fremde Hunde" - kann ich nichts anfangen.
Dass Auslandshunde insgesamt nochmal eine andere Nummer sind, sehe ich ein. Aber welche schlechten bzw. traumatischen Erfahrungen sollte Mulan im Shelter gemacht haben, die sie sich grundsätzlich so anders verhalten lassen sollten als andere Hunde? Oder meint ihr, sie ist genetisch so völlig anders aufgestellt? (Ich meine die Frage ernst).
Diese 'pauschale Aussage' ist das Ergebnis eines inzwischen sehr großen Erfahrungsschatzes unzähliger Menschen, die Tierschutzhunde aus dem In- und Ausland vermitteln und besitzen. Es ist vor allem auch der Erfahrungsschatz jener, bei denen das "ich lein mal ab, denn wohin soll der Hund schon laufen" unglücklich ausgegangen ist.
Du meinst, ein Hund bleibt bei der Gruppe, weil er eine Gruppe braucht. Was macht Dich so sicher bei einem fremden Hund, daß er Dich als seine notwendige Gruppe betrachtet? Weil es ein Hund ist, und wir ja angeblich die besten Freunde des Hundes? Ein Hund kann durchaus auch losziehen um sich eine andere Gruppe zu suchen.
Der Mensch ist nicht automatisch das Zentrum der Welt eines Hundes. Auch wenn wir Menschen das so gerne glauben.
Ein fremder Hund ist wie ein fremder Mensch: Nur, weil ich jemanden drei Tage um mich habe, kenne ich ihn nicht. Er/Sie ist mir fremd.
Es geht auch nicht um traumatische Erfahrungen, aber ein Hund im Shelter hat vermutlich überhaupt nicht gelernt, daß ein Mensch ein Sozialpartner sein kann. Das ist Hunden eben nicht in die Wiege gelegt. Diese Erfahrung muß ein Tierschutzhund aus einem Shelter erst lernen dürfen.