Mein Tip wäre zu versuchen, aus dem Kopf zu kriegen, dass er krank ist und ihn als das zu nehmen, was er ist, ein Hund.
Ist bei Menschen ja auch nichts anderes. Wir wollen ja auch nicht, dass wir nur auf unsere Einschränkungen reduziert werden.
Mein vorheriger Hund hatte diverse körperliche und seelische Einschränkungen. Ich wusste das und hab damit so gearbeitet, wie es ihm möglich war. Ich hab uns aber nie erklärt, wenn er auffällig wurde. Warum auch. Die meisten hätten ihn dann eh nur auf seine Probleme reduziert. Passiert leider automatisch. Die Leute bekommen einen mitleidigen Blick und erzählen einem wie toll sie es finden, dass man sich Mühe gibt und man ist in der Schublade: Die mit dem kranken Hund. Das wollte ich nicht.
Bert z. B. wird von vielen hier im Ort als nicht „normaler Hund“ bezeichnet. Stimmt auch, er ist auch nicht, wie die anderen Hunde hier im Ort. Er ist triebig, laut und arbeitswillig. Ist so gewollt. Ich verzichte drauf zu erklären, dass die meisten Hunde rassebedingt ganz anders drauf sind und es durchaus gewollt ist, dass Bert ist, wie er ist. Für mich ist er eh der tollste Hund hier im Ort
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Ich bin mir auch sehr sicher, dass die meisten anderen hier im Ort ihn ziemlich schnell ins Tierheim gebracht hätten. Er ist halt auch nicht einfach
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