Beiträge von MoniHa

    Den Wunsch nach einem Berner kann ich komplett verstehen, Peachpie .

    Ich bin mit denen aufgewachsen, u.a.

    Ganz Großes ABER: Wir hatten die gemütliche Variante, die tiefenentspannt war. Alle unsere ERWACHSENEN Hunde, waren zur Familie zutiefst freundlich. Und als Welpe und Junghund grobmotorisch. Da flogen auch mal Möbel um, weil sich die Hunde für klein und leicht hielten, das aber schon längst nicht mehr waren. Tische wurden ausgehoben, während man noch daran aß. Hund ließ sich auf einen fallen, egal wie klein man war.

    Wenn ihr einen Welpen wollt: Stellt euch auf hochgradige Tollpatschigkeit gepaart mit einem schnell nicht mehr unerheblichen Gewicht ein. Der Unterschied zwischen ausgewachsenem und gediegenem Berner und der Welpen-/Junghundvariante ist gravierend. Ihr kennt das bisher nur ausgewachsen und bereits ruhig.

    Bezüglich eurer Wünsche: Ich würde an eurer Stelle Tierschutz nicht ausschließen und Abstand von reiner Rasse nehmen oder mich bei Berner Sennenhunde in Not Vereinen umschauen. Es gibt einige große Hunde, die sitzen schlicht und einfach im TS, weil groß, dunkel, schwer und nichts mit anzufangen. Im Sinne von: Die wollen rumliegen und bei ihrer Familie sein und haben abgesehen davon keinerlei Ambitionen. Was für euch ja ideal wäre.

    Bei Bernern müsst ihr aber egal ob als Welpe oder erwachsen übernommen leider damit rechnen, dass es nicht einmal mehr bis 7 oder 8 Jahre Lebensalter geht. Zumindest nicht gesund. Das kann man - sowohl für den Hund als auch für die finanzielle Aufwendung - nicht schönreden.

    Versuch mal, das alles aus Hundesicht zu sehen. Vielen fällt es dann leichter, das Programm zu reduzieren.

    Am Anfang war dein Leben ziemlich entspannt. Ruhige Umgebung, Spielen mit den Geschwistern, mal hier einen Halm anschnüffeln, mal da in der Sonne faulenzen. Du warst entspannt.

    Dann kommst du ganz allein in eine fremde, laute Umgebung. Ständig ist irgendwas los. Unfassbar viele Menschen um dich rum. Autos donnern vorbei. Und dann sollst du - ohne das zu verstehen - stundenlang ruhig rumliegen, obwohl um dich rum Trubel ist. Jede Stunde wirst du geschnappt und rausgebracht. Eigentlich willst du jetzt endlich mal spielen und dann faulenzen, aber da wirst du auch schon wieder reingebracht, wo du gar nicht mehr weißt, wohin mit dir.

    Auch für einen gut vorbereiteten Welpen wäre das schlicht zu viel. Es brettern deutlich zu viele Reize auf ihn ein.

    Da jetzt noch Hundewiese, neue Hundebekanntschaften und Hundeschule draufzuhauen ist genau das, was du nicht machen darfst. Der Hund braucht Zeit, um die Eindrücke zu verarbeiten. Genau diese Zeit gibst du ihm aktuell nicht. Der braucht gerade nicht noch mehr Training und noch mehr Input, er braucht Schlaf, Ruhe und Zeit, um einfach mal rumtollen zu können.

    Also nutz die Möglichkeit bei deinen Eltern und danach: Kleine Schritte! Nicht die ganze Welt auf einmal.

    Ist überhaupt sicher, dass es der Hund war?

    Es war niemand direkt dabei - steht im Eingangspost.

    Ich würde nicht zu 100 Prozent davon ausgehen, dass es kein anderes Tier war.

    Und damit muss man nun einmal immer rechnen, wenn Hühner nicht entsprechend vor Raubtieren gesichert werden.

    Auf Nachbarshund oder -katze zu schimpfen ist einfach. Für gewöhnlich sind die aber das geringste Problem von Hühnern. Eventuell hat auch ein Marder zugeschlagen und wurde vom Hund vertrieben, bevor er seine Beute mitnehmen oder verspeisen konnte. Das sollte man zumindest im Hinterkopf behalten.

    Das Einzige, was ich hier wirklich kritisch sehe, ist jede Stunde raus und das Bespaßen während der Arbeitszeit.

    Da kann der nicht zur Ruhe kommen. Aber nicht, weil er das nicht könnte, sondern weil er nicht in Ruhe gelassen wird.

    Wie das Spiel, Spaß, Training aussieht, weiß doch hier keiner. Das kann total entspanntes Rumdümpeln oder Zeit im Garten sein, wo der Hund ab und an mal gelockt wird. Halbe Stunde Gassi ebenso. Ich war und bin auch immer lange mit Welpen draußen. Einfach, weil ich überhaupt nicht weit komme. Geschäft verrichten, bisschen schnuppern, Rumsitzen und Welt bestaunen - da kommt man locker auf eine sehr entspannte halbe Stunde und vielleicht auf 100 m. Automatisch davon auszugehen, dass der Welpe eine halbe an der Leine im Stechschritt läuft, finde ich falsch.

    Hunde/Welpen müssen Ruhe lernen, das machen die nicht von selbst.

    Doch, Ruhe halten können sie von alleine. Von Anfang an.

    Solange man sie nicht mit Reizen überflutet und jede Stunde irgendwas mit ihnen macht, pennen die ziemlich viel. Dass sie Ruhe lernen müssen ist eine Übertragung von Menschen auf die Hunde, die sie wahlweise nicht richtig auslasten oder schlichtweg überlasten und sich dann wundern, wenn sie ein Nervenbündel kreieren, das von alleine nicht mehr zur Ruhe kommen kann. Menschengemacht.

    Ich hab gerade 5 Wochen alte Welpen und nicht einmal die müssen jede Stunde raus. Falls er tatsächlich so oft pinkeln muss, geh bitte zum Tierarzt. Das ist nicht normal.

    Dazwischen kann er gar nicht richtig schlafen.

    Was heißt Spiel und Spaß/Training bei dir? Einfach im Garten so wie er will und du bringst nebenbei ein Kommando bei? Oder bespaßt du ihn da aktiv?

    Um Welpen zu beruhigen hilft es, wenn man sich mit ihnen hinlegt und Kontakt liegt. Das Wegsperren, was gerade im Trend liegt, bewirkt häufig eher das Gegenteil.

    Hallo,

    nachdem die Hündin meiner Mutti gestorben ist, sucht sie zurzeit nach einem neuen Hund. Ein Welpe soll es nicht sein, Senior auch nicht - da ist die Angst zu groß, dass man bald den nächsten Verlust hätte. Stattdessen alles zwischen so 2 bis 8 Jahren. Sie hatte jetzt schon für mehrere Hunde Kontakt aufgenommen, aber jedes Mal eine Absage bekommen, weil sie in einem Mehrfamilienhaus wohnt und das wäre für die Hunde nicht möglich, weil z.B. Überforderung. Sie wohnt ländlich, Felder und Wiesen quasi direkt vor der Haustür - aber eben in einer Mietswohnung im Mehrfamilienhaus.
    Sie geht da auch realistisch ran, also keine extremen Angsthunde o.ä. Waren bisher alles Hunde die bereits auf Pflegestellen in Deutschland waren und die, zumindest laut der Anzeige, bereits relativ gut mit dem Leben in Deutschland klar kamen. Klar sind die vielleicht auch ein bisschen geschönt, aber das ist ja das einzige, nachdem man sich richten kann. Verstehe nicht, warum dann nicht gleich geschrieben wird, dass nicht an Wohnungen vermittelt wird. :ka:

    Mutti ist jetzt natürlich so langsam deprimiert. Aber ist das wirklich so, dass es nen KO-Kriterium ist, wenn man nicht in Haus + Garten wohnt? Zur Anmerkung: Sie sucht ausschließlich nach "Begleithunden" und da bis max. 10kg. Also jetzt auch nichts, wo ich sagen würde, da ist Wohnung ein no-go.

    In den Tierheimen in der Nähe schauen wir natürlich auch regelmäßig, aber kleine Hunde sind da ja quasi Fehlanzeige. Ich würde ihr gerne helfen und ein bisschen Mut machen, aber so langsam bin ich auch ratlos. :verzweifelt:

    Vielleicht hat ja einer von euch noch Tipps oder Erfolgsgeschichten zum Mut machen. :hilfe:

    Das wundert mich sehr und klingt nach Ausrede. Wenn du magst, schick mir eine PN und ich nenn dir zwei Vereine, wo Mietwohnung kein Problem ist. Schon gar nicht bei der Größenordnung, die deine Mutti möchte.

    Ich habe einen neuen Lieblingshund.

    Jemand "nettes" hat den Hunden Knister-Spielzeuge geschenkt. Ganz putzige Ananase(?)...Ananasse(?)... Anani(?) - was auch immer die Mehrzahl von Ananas ist - mit Gesicht drauf, Knisterfolie drin und da das nervtötende Knistern natürlich nicht reicht, ist da noch ein Quietsch-Dings drin. Also das Äquivalent von schreckliches Musikinstrument für Kleinkind.

    Sam hats gerade gereicht und sie hat angefangen, die Dinger im Garten zu verbuddeln, wenn keiner guckt. Brav.

    Hoffentlich wächst nichts daraus...

    Guten Abend,

    mein Welpe versucht sich mittlerweile am Couch hoch und runter springen. Das sollte vermieden werden. Eine große Treppe vor dem Haus hüpft er auch schon gerne.

    Ab welchem Alter ist es kein großes Problem mehr?

    Und welche Gefahren birgt es? Gelenkschäden?

    Ich hab für die kleinen Vierbeiner eine Hundetreppe und der Bereich vor der Couch ist mit einem dicken Läufer und Unterlage bestückt, der etwas abfedert. Sprünge lassen sich damit nicht komplett vermeiden, aber die Krafteinwirkung beim Aufkommen fällt reduziert aus und das Risiko fürs Wegrutschen entfällt.

    Bei Treppen: Überspringt er da Stufen oder warum siehst du das kritisch? Für mich hab ich immer die hoffentlich goldene Mitte genommen. Solange sie es nicht inflationär machen, ist es okay. Das baut auch Muskeln auf und schult das Körpergefühl. Nur sollten weder Sprünge noch Treppensteigen in Höhe und Häufigkeit übertrieben werden.