Und nicht, wie das Tier bei einem Vergleich der angeblichen "Wertigkeit" abschneidet.
Das würde ja bedeuten, dass der geschenkte Hund (Bauernhof-Ups-Wurf) deutlich weniger wert ist als der Doodle oder Pomsky (die sind, glaub ich, aktuell die teuersten Welpen, oder?).
Bei Pferden genauso - das Pony, das schnell weg muss und deshalb praktisch verschenkt wird gegen das Pferd mit tollen Namen im Pedigree für Tausende Euro.
Gut, bei Züchtertieren kann es ja durchaus auch eine Investition für die Zukunft sein, aber Liebe kann es da nicht geben bzw. kann sich keiner der TÄ vorstellen?
Gibt halt wie immer und überall solche und solche. Meine Stamm-Tierärzte setzen für den zugeflogenen Wellensittich genauso Himmel und Hölle in Bewegung wie für den über alles geliebten Straßenköterkater oder den preisgekrönten Deckrüden.
Da gilt: Tier braucht Hilfe. Tier bekommt Hilfe.
Welcher Spezies es angehört und ob da jemand "berechtigt" emotional dran hängt oder ob es teuer in der Anschaffung war ist vollkommen egal, und das sollte es ja auch sein. Geht schießlich um das Tier.
Dagegen hab ich bei meiner Hündin von ungefragten Menschen, TÄen und Personal in Praxen und Kliniken mehrfach zu hören bekommen: "Sie haben die ja noch nicht lange, da hängt man ja noch nicht so dran. Für die OP würden Sie drei neue holen können."
Meine Hündin war noch kein Jahr, brauchte eine OP. Eine. Mehr nicht. Und mir haben TÄe empfohlen sie einzuschläfern und mir einfach eine neue zu holen, weil billiger.
Frag mich, ab wann der Eingriff laut ihnen legitim gewesen wäre. Wenn ich sie seit drei Jahren habe? Fünf? Acht ist dann schon wieder zu spät, weil dann ist sie ja alt, oder? Lohnt sich dann nicht mehr, vermutlich.
Muss man alles nicht verstehen. Für mich sind meine Tiere nicht austauschbar und egal wie alt, wenn was ist, wird das behandelt. Punkt. Dafür müssen sie keine besonders coole Socke sein, oder schon ewig da oder teuer oder was auch immer.