Einer guten Freundin geht es seit längerer Zeit nicht gut. Vor einer Woche hat sie mir telefonisch mitgeteilt, dass sie nun die bestätigte Diagnose mittel- bis schwere Depressionen mit Angst - und Panikattacken erhalten hat. Ich habe ihr natürlich gesagt, dass ich für sie da bin, sie sich immer melden darf und sie unterstützen werde soweit ich das kann. Telefonieren mag sie (verständlicherweise) gerade nicht und sehen ist auch eher schwierig, da sie 5.5 Autostunden entfernt wohnt. Ich fühle mich gerade hilflos und weiss nicht wie ich ihr helfen kann oder wie ich ihr zeigen kann, dass ich da bin.
Kontakt hatten wir seitdem nur kurz per E-Mail (was jedoch beruflich war) und kurz via WhatsApp als ich ihr schrieb, dass sie mich jederzeit anrufen kann, wenn sie möchte.
Habt ihr Erfahrungen wie man jemandem in einer solchen Situation "helfen" kann bzw. zeigen kann, dass man für sie da ist und an sie denkt? Ich möchte sie nicht in irgendeiner Art unter Druck setzen, aber ihr trotzdem das Gefühl geben, dass sie nicht alleine ist.
Ich habe selbst Depressionen und kann für mich sprechen: mir hilft es am meisten, wenn meine Freunde einfach ganz normal zu mir sind. Ich mag nicht dauernd hören „ich bin für dich da“ oder ähnliches, ich will von ihrem Leben und ihren Problemen hören, lustige Memes verschicken und geschickt bekommen, Fotos von ihren Tieren sehen, erfahren wenn es was neues gibt und alles, was so eine Freundschaft einfach so ausmacht. Ab und an ein ehrliches wie geht es dir? Tut auch gut, dann erzähle ich auch gerne. Aber bitte nichts erzwungenes, nur weil die Person von meinen Depris weiß 🤗