Beiträge von Fuchshexchen

    Eine Depression ist individuell, kann jeden treffen und ist einfach nur schlimm. Zusätzlich gibt es aber auch viele andere Dinge, die einen aus dem Leben werfen können. Eine eigene Krankheit, ein Unfall, ein schwer krankes oder pflegebedürftiges Familienmitglied, ein Sterbefall. All das kann einen an die Grenze bringen.

    Sehr erschreckend ist ja aber einfach, dass es häufig nicht mal begründet ist, sondern die Tiere einfach im ganz normalen Alltag hinten drüber fallen und die Ressourcen unterschätzt wurden die so ein Tier benötigen kann.

    Das stimmt leider.

    Ich glaube, ich weiß, was du meinst, und ich stimme dir da auch zu. Ich glaube, genau das ist auch der Punkt, der mich dabei umtreibt.

    Eine Depression ist individuell, kann jeden treffen und ist einfach nur schlimm. Zusätzlich gibt es aber auch viele andere Dinge, die einen aus dem Leben werfen können. Eine eigene Krankheit, ein Unfall, ein schwer krankes oder pflegebedürftiges Familienmitglied, ein Sterbefall. All das kann einen an die Grenze bringen.

    Trotzdem bleibt eine Verantwortung, der man irgendwie nachkommen muss. Genauso wenig, wie ich ein Kind vernachlässigen kann, egal wie es mir gerade geht, kann ich auch ein Haustier vernachlässigen. Und nur, um das ganz klar zu sagen, ich rede hier weiterhin nicht von Kleinigkeiten.

    Wie das dann konkret aussieht, ist genauso individuell wie die jeweilige Situation. Das kann bedeuten, um Spenden zu bitten, Hilfe zu suchen, eine Freundin oder Nachbarin zu fragen, ob sie einmal am Tag das Bürsten oder das Gassi übernimmt, jemanden zu bitten, mit dem Tier zum Tierarzt oder zum Hundefriseur zu fahren, oder im Zweifel auch eine zeitweise oder dauerhafte Abgabe. Mir ist dabei sehr bewusst, dass nicht jeder ein tragfähiges soziales Umfeld hat und dass es vielen Menschen extrem schwerfällt, um Hilfe zu bitten, erst recht bei fremden Menschen. Trotzdem muss am Ende die Entscheidung getroffen werden, dass der Hund versorgt ist und seine grundlegende Versorgung gewährleistet bleibt.

    Mich verstört es auch gerade wie pflegeintensiv manche Hunde sind. Sehe das wirklich, wirklich kritisch. Meine Langhaarhunde die ich teilweise durchaus schon als zu fellig und sollte keinesfalls mehr werden empfinde, waren dagegen ja pflegearm. Trotzdem hatten im Alter alle Probleme mit eben jener Pflege und man hat das auf ein absolutes Minimum reduziert. Da sehe ich die Zucht solcher Hunde ja schon fast kritischer als die Ungepflegten.

    Vetamt

    Mein lieber Langschläfernachbar hat ganz enthusiastisch Protokoll geführt wie oft ich nicht mit den Hunden Gassi gehe und mich beim Vetamt angezeigt. Leider hat er immer verpasst, dass ich jeden Morgen samt Hunden wegfahre und einen großen Garten habe. Die kamen jedes Mal vorbei und beim dritten Mal sind sie sogar zum Stall gekommen, um sich zu überzeugen, dass es den wirklich gibt und die Hunde Tageslicht sehen.

    Mein Nachbar erzählt bis heute, dass die Nix tun, nie.


    Schneiderassen sind immer auf die eine oder andere Art pflegeintensiv, Ein großer Faktor neben der fellqualität ist dabei die Felllänge. Je kürzer das Fell gehalten wird, desto weniger Aufwand hat man natürlich. Aber auch spielt es eine Rolle ob man eher einen klassischen Wald-und-Wiesen-Hund oder einen reinen Stadthund hat.

    Nach meiner Erfahrung ist ein Abstand von vier bis maximal sechs Wochen beim Hundefriseur optimal, um zu Hause so gut wie keine zusätzliche Pflege zu haben. Dann müssen zwischendurch eigentlich nur die kritischen Stellen mal gebürstet werden und einfach auch grundsätzlich sauber gehalten werden, brich ein oder zwei Bäder, zwischendurch sind nicht verkehrt

    Ich habe allerdings auch Hunde, die innerhalb dieser vier Wochen verfilzen, wenn zu Hause gar nicht gebürstet wird, vor allem dann, wenn das Fell eine Länge von etwa zweieinhalb Zentimetern oder mehr hat.

    Oder auch Erfahrungsgeprägt - hier unterschieden sich die Aussagen, wie schnell es nach eigener Beobachtung auftritt / auftreten kann, und wie häufig es auftreten kann, je nachdem, wer davon berichtet ha

    Bisher wars hier immer der Doodle, der dann so ein schwer zu pflegendes Fell haben soll, nu isses auf einmal der immer empfohlene Pudel, der je nach Argumentationsbedarf völlig pflegeleicht ist😇

    Keine Sorge, die können ein genauso beschissenes Fell haben, nur, dass es da deutlich weniger Hunde gibt die eine gute fellqualität haben,

    Ironischerweise wurde sehr sehr lange im DF der Pudel als absoluter Anfängerhund beschrieben und die Fellpflege sei da auch absolut unproblematisch, alle paar Wochen scheren und gut ist.

    Wie gesagt, hier geht es nicht darum, dass ein Hund innerhalb von 4 Wochen verfilzt, der beim letzten Mal auf 6 mm geschoren wurde.

    Nehmen wir an der Hund hat eine Pflegeabstand von 8 Wochen und wird pro Termin auf zweieinhalb Zentimeter geschoren und hat weiches Fell. Die Schnauze nicht ausgeschoren, weil verboten. Ja, wenn der Hund in der Zeit nicht gepflegt wird, dann wird er in diesem Zeitraum verfilzen. Fällt dazu noch einen Termin aus, weil Besitzer krank oder was auch immer, dann hat der Hund beim nächsten Termin definitiv eine Matte.

    Man muss sich hier aber nicht auf den Königspudel festlegen, wie gesagt, das war ein Beispiel und es gibt durchaus noch Pudel mit einer wirklich guten Fellqualität. Wobei auch die bei 8 Wochen ohne jede Pflege definitiv verfilzen werden.

    Wir können stattdessen auch einen Pudel Mix, einen bichon, einen Havaneser, einen Bolonka...... nehmen. Überall das gleiche Problem.

    In der Regel ist der Pflegeabstand bei solchen Hunden irgendwas zwischen 4 bis 8 Wochen und je nach Fellqualität und Länge kann ein Hund in der Zeit tatsächlich komplett verfilzen, wenn er in der Zeit gar nicht gebürstet wird. Wenn dann noch einen Termin ausfällt, ist auch der pflegeleichteste Pudel verfilzt.

    Puh. Danke für die Erklärung - das wusste ich wirklich nicht.

    Wobei ich tatsächlich (um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen) bei vier Wochen auch die Grenze sehe, wie lange ein Hund "hinten über fallen" darf. Aber dass (je nach Exemplar) so eine kurze Zeit ohne Bürsten solche Folgen haben kann, war mir wirklich nicht klar.

    Finde ich auch sehr krass und erschüttert mich ein bisschen - dann müssten Pudel ja eigentlich mit spezieller Warnung versehen werden, wenn die Rasse empfohlen wird (passiert hier ja durchaus oft.)

    Du kannst statt Pudel auch Bolonka nehmen oder Havaneser oder bichons. Ab einer gewissen Länge und eine gewissen Zeit ohne Pflege filzen. Selbst sie pflegeleichten Exemplare schnell komplett zu.

    Und fellqualität ist heute leider wirklich kein großbeachtetes zuchtziel mehr, mehr, weil weich und wuschelig mehr erwünscht ist

    Und je weicher desto schneller filzt es.

    Noch mal, dass ich das richtig verstehe: Ein Pudel, der ein paar Wochen (präziser wirst du in deinem Bespiel nicht) nicht gebürstet wird, verfilzt so wie du das in deinem letzten Post beschreibst?

    Für mich sind "die letzten Wochen" so drei oder vier Wochen? So schnell wird das so schlimm? Das wusste ich wirklich nicht.

    Nicht jeder Pudel, es gibt auch super pflegeleichte pudel. Und das sollte eigentlich auch der Standard sein... Aber wir wissen ja wie das so ist mit dem wie es sein sollte und dem wie es wirklich ist.

    In der Regel ist der Pflegeabstand bei solchen Hunden irgendwas zwischen 4 bis 8 Wochen und je nach Fellqualität und Länge kann ein Hund in der Zeit tatsächlich komplett verfilzen, wenn er in der Zeit gar nicht gebürstet wird. Wenn dann noch einen Termin ausfällt, ist auch der pflegeleichteste Pudel verfilzt.

    Dieses Königspudel-Beispiel finde ich auch sehr schwierig, ehrlich gesagt.

    Zum einen, weil die Leute mit Zeit und Geld das Problem angehen, indem sie mit Hund zum Hundefriseur gehen.

    Zum anderen weil sich das Filzproblem durch eine robuste Kurzhaarfrisur problemlos und für ein paar Wochen mindestens lösen lässt.

    Der Hund hat ein paar Wochen weniger Aufmerksamkeit - aber das Beispiel finde ich tatsächlich halb so wild und das Handeln der fiktiven Familie komplett nachvollziehbar.

    Ich kann mir solche Aussagen (ich hatte heute Mittag eine zweite, ähnliche gelesen, finde sie nur gerade nicht wieder. Fühl dich bitte nicht alleine angesprochen) nur damit erklären, dass vielen gar nicht bewusst ist, was ein Ganzkörperfilz für einen Hund wirklich bedeutet... und zwar nicht nur vor dem Scheren, sondern auch währenddessen und danach.

    Solange ein Hund in so einem Filzpanzer steckt, hat er Schmerzen. Das verfilzte Fell zieht an der Haut, jede Bewegung tut weh und ist eingeschränkt, Ungeziefer kommt hinein, aber nicht wieder heraus und bleibt stecken. Genauso wie kleine Äste oder Schmutz, die sich im schlimmsten Fall so tief hineindrücken, dass sie irgendwann in der Haut stecken und vor sich hin eitern.

    Beim Scheren selbst wird es nicht besser. Egal wie vorsichtig man arbeitet, der Scherkopf zieht und reißt an der Haut, weil sie durch den Filz überall festhängt. Die Prozedur ist lang, unangenehm und führt nicht selten dazu, dass ein Hundefriseur für den Hund dauerhaft ein rotes Tuch bleibt.

    Und auch nach dem Scheren ist der Hund nicht automatisch erleichtert und glücklich. Die Haut, die vorher unter Dauerspannung und Druck stand, beginnt in der Regel stark an zu jucken, manchmal sogar deswegen, weil vorher die Blutzufuhr in der Haut gestört war. Auf einmal kommt Luft an Stellen, die lang keine Luft gesehen haben. Je nach psychischem Zustand kann das zu massiven Verhaltensauffälligkeiten führen.

    Es gibt Hunde, die ihren eigenen Körper plötzlich nicht mehr kennen, die Angst vor Wind bekommen oder vor jeder kleinsten Berührung zurückschrecken. Manche geraten regelrecht in Angstzustände und trauen sich tagelang nicht mehr vor die Tür.

    Dazu sind auch noch die Ohren super gefährdet. Das neue Körpergefühl dort ist oft so unangenehm, dass die Hunde ununterbrochen den Kopf schütteln. Dadurch fließt Blut in die Ohrspitzen, wird durch die Schwerkraft nach außen gedrückt und innerhalb von Minuten kann ein Blutohr entstehen. Und viele Hunde, besonders die Rüden, lecken sich nach so einer Schur die Genitalien und/oder den After wund bis blutig, weil die Haut plötzlich extrem empfindlich ist.

    Und ja, das alles klingt, als wäre es selten oder übertrieben, aber das passiert leider viel öfter, als man glauben möchte.

    Das ganze gilt übrigens auch für kleine Filzstellen wie in den Achseln, nur an den Ohren oder nur an den Genitalien, aber das kann der Körper in der Regel gut kompensieren.

    Mir persönlich wäre es deutlich lieber, ein Hund würde dauerhaft kurz oder sogar ganz kurz gehalten werden, statt einmal durch so einen Ganzkörperfilz und die ganze Prozedur hindurch zu müssen. Scheiß auf die Optik oder irgendeinen Rassestandard.

    Ich möchte niemandem seine Meinung nehmen oder irgendetwas herunterspielen. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn ihr das trotzdem so seht, das ist mir wichtig zu sagen.

    Ich wollte lediglich zeigen, was in und mit einem verfilzten Hund wirklich passiert, damit man die Auswirkungen nicht versehentlich verharmlost. Und vielleicht könnt ihr dann auch besser verstehen, warum ich das eben als so kritisch ansehe.