Beiträge von Fuchshexchen

    es ist ja auch nochmal ein riesen Unterschied, ob die Hunde, wie in Cherubina Beispiel vernachlässigt, schlecht versorgt und in Boxen gesperrt werden, weil der HH sie aus Sammelwut angeschafft hat, oder ob viele Hunde da sind, die Versorgung und Haltung gut ist, aber dennoch der einzelne Hund keinen Input bekommt. Ersteres, klar, ist zu verurteilen und evtl anzuzeigen. Letzteres für die Hunde ja auch nicht toll.

    Allerdings brauche ich da gar nicht zu den Vielhundehaltern gucken, das gibt es auch (oder gerade) bei Leuten mit einem Hund. Die absolute Mehrzahl meiner Kunden hält ihren Hund als "Familienhund". Was dann heißt, der läuft im Alltag nebenher und gelegentlich wirft mal jemand nen Ball in den Garten. Das ist Standard. Einige laufen dann wenigstens noch am Pferd mit. Wenn ich solchen Leuten Hausaufgaben für ihre Hunde mitgebe, die vllt 5-10 Minuten pro Tag erfordern, dann heißt es oft schon, das könne man zeitlich nicht leisten.

    Tatsächlich habe ich auch einige (deutlich weniger) Viel-/ Mehrhundehalter, die herkommen, da hab ich das Thema nicht. Weil die i.A. nicht viele Hunde anschaffen, die nebenher laufen sollen, sondern nen Plan haben für ihre Gruppe. Und einfach auch klar ist, dass sie Zeit investieren müssen für ihre Hunde.

    Da kann ich gar nicht oft genug liken.

    Entspricht genau meiner Erfahrung im Salon.

    Ich glaub, das kommt auch arg auf die Lebensumstände an. Und auf das Miteinander der Hunde.

    Hast du einen engen Wohnraum und dazu vielleicht zwei junge Hunde, die gern durch die Wohnung bollern ohne Rücksicht auf Verluste und dazu einen vielleicht älteren Hund, der eigentlich nur seine Ruhe will, ist der Stress sicherlich deutlich größer für alle.

    Hast du aber genug Platz, das sich Hunde auch Mal zurück ziehen können und haben die Hunde gelernt, aufeinander Rücksicht zu nehmen, ist der Stress niedrig.

    Sechs meiner Hunde sind erwachsen, die ersten zwei bis drei nähern sich langsam dem "alt". Die haben gern ihre Ruhe, gerade in den Abendstunden oder nach dem Gassi.

    Nu hab ich ja aber aktuell auch zwei junge Hunde, die auch Mal abends gern ein Ründchen spielen (miteinander oder für sich). Und zum einen wissen die ganz genau, das die Erwachsenen Hunde nicht beim ruhen gestört werden, zum anderen, falls einer der älteren trotzdem genervt sein sollte, gibt es viele viele Möglichkeiten, sich einen ruhigen Platz zu suchen. Sei es im Nebenraum, auf dem Sofa oder bei mir. (Bei mir ist immer "Haus"! Wie beim fangen spielen, kennt ihr das noch?).

    Ansonsten beobachte ich hauptsächlich, wie die Hunde voneinander profitieren. Nicht nur die jungen von den alten, sondern auch umgekehrt und dabei meine ich keinesfalls den "zweiten Frühling" den angeblich so viele ältere Hunde durch einen Welpen erleben.

    Ist das ein Angebot? Darf ich danach auch noch bei FrauZerb, MoniHa und Lucy_Lou und Naryth vorbeischauen? Ich glaube, dass ich mir da bei allen noch so einiges abgucken kann. Die super Idee mit dem Notfallordner nehme ich schon mal mit.

    Ich bin für Besuch immer zu haben.

    Ne schöne große Runde laufen und dann, sofern ich es nicht vergesse (soll schon vorgekommen sein 😅) ne schöne Tasse Tee und noch ein bisschen quatschen und Hunde kraulen.

    Was mich ehrlich überrascht ist der Gegensatz zu den teilweise hyperkritischen Nachfragen bei Neunutzern, insbesondere Familien, die mit dem Gedanken spielen, sich einen Hund zuzulegen - vor allem wenn die ins Auge gefasste Rasse nicht dem DF-Standard für Anfängerhunde entspricht.

    Bei 5+x Hunden gilt dann "hätt noch immer jot jejange" und ganz realistische Möglichkeiten, teilweise sogar sicher eintreffenden Ereignisse wie Alter+Tod werden als Schwarzmalerei und Katastrophenszenarien abgetan? Ich habe immer mehr das Gefühl hier was einfach nicht zu verstehen.

    Niemand tut das ab. Wir sind nur schon alle erwachsene Menschen und ganz alleine drauf gekommen, das das Leben nicht eine durchgängige rosa Zuckerwatteflauschewolke ist.

    Und es braucht nicht wieder und wieder und wieder und wieder irgendwelche Schwarzseher, die nahezu darauf hoffen, das anderen Leuten mindestens etwas ebenso schlimmes passiert wie einem selbst, damit man sagen kann "sieeeeeehste, hab ich doch gleich gesagt, schaffste nicht!".

    Und ja, genau den Eindruck erweckt der ein oder andere (nicht du!) hier.

    Ich für meinen Teil weiß, das es hart werden wird. Das ich eines Tages, vielleicht sogar schon dieses Jahr, hier mit mehreren alten, pflegebedürftigen Hunden sitzen werde.

    Ich hab in meinem Leben genug erlebt, das mir bewusst ist, das morgen vielleicht schon mein behütetes, gesundes Leben vorbei ist und ich meine Hunde nicht mehr halten kann.

    Ich brauche niemanden, der mich nicht einmal ansatzweise kennt und der mir trotzdem erzählt, was ich schaffen kann oder nicht.

    Ich hab vorhin auch eine gute Aussage gelesen, der ich voll zustimme, daß Pläne B, C, und D oft nicht greifen, da diese Pläne meist auf dem Szenario aufbauen, das dann so nicht mehr existiert.


    Wie so oft im Leben eben. Improvisationsfähigkeit und Kreativität sind da deutlich erfolgsversprechender.

    Ich mag beides.

    Ich gebe mein bestes, um die Hunde im Fall der Fälle versorgt zu wissen, das lässt mich ruhig schlafen. Ich möchte der Verantwortung gerecht werden.

    Gleichzeitig Male ich mir aber nicht x Horrorszenarien aus, dann bräuchte ich nämlich auch gar nicht mehr vor die Tür zu gehen. Ich vertraue darauf, das sich alles schaffen lässt, und zwar nicht irgendwie, sondern gut. 🩷 Für alle gut.

    Ich weiß, aber auch das müssen sie (zumindest meine 😅) erst lernen. Wenn ich deute, interessieren sie sich am Anfang hauptsächlich für meine Hand. Das Folgen der Richtung kommt erst viel später

    Ich will damit gar keine Studie anzweifeln 😅

    Ich hab nur aktuell ja einen Junghund da und ich mache viel über deuten und zeigen und er, sowie die anderen davor, mussten erst lernen, was das bedeutet.

    Wenn ich auf ein Leckerli deute, das am Boden liegt, muss ich die ersten Male das Leckerli quasi berühren, und erst später kann ich auch im Stehen darauf deuten, damit es verstanden wird.

    Auch beim Dummytraining oder Gassi, wenn ich möchte das der/die Hund/e in eine bestimmte Richtung /zu einem bestimmten Dummy geht/gehen, musste ich am Anfang bei allen meinen ganzen Körper nutzen und sehr deutlich in die entsprechende Richtung zeigen.

    Mozart ist da am sensibelsten, dem reicht ein minimales Kopfnicken in die Richtung, die ich meine.