Beiträge von RiaMia

    Bei den Schafen wird auf unserer Schafalp mit 90 cm Netzen gearbeitet die hier als wolfsicher gelten, bis auf ein Gebiet was zum stellen der Netze zu steil und zu felsig ist.

    Hunde hat es keine, zum überwiegenden Teil wegen der Touristen weil die Weiden beliebte Ausflugs und Wandergebiete sind.

    Die Schafherde besteht aus etwa 1500 Schafen die von verschiedenen Besitzern stammen die zwischen 200 und 10 Schafe zur Sömmerung schicken.

    Sollte etwas passieren mit den Hunden würde der Besitzer haften. Der in unserem Fall aber nicht vor Ort ist, nicht regulierend eingreifen kann.

    Es sind wie gesagt grosse, zum Teil sehr steile Gebiete, so das der Schäfer Mühe haben dürfe irgendwie einzugreifen wenn auf der anderen Talseite ein Konflikt zwischen Wanderer und Hunden entsteht.

    Auch wenn es Luftlinie nur ein Katzensprung ist muss er je nachdem lange laufen bis er vor Ort wäre.

    Das sind so die Gründe warum es hier nicht gemacht wird.

    Die Nachbaralp, wenn man bei diesen Entfernungen von Nachbar sprechen kann, setzt Hunde ein, dort sind die Bedingungen auch etwas anders.

    Was ich persönlich auch als Problem empfinde, ist, wohin mit den Hunden im Winter. Im Spätherbst und Winter werden hier die umliegenden Wiesen und Weinberge beweidet, auch hier führen Wanderwege durch, es wird in den Rebbergen gearbeitet, die Schüler der umliegenden Dörfer kommen auf diesen Wegen mit ihren Fahrrädern und Mofas, Hundebesitzer gehen Gassi.

    Pro 100 Schafe rechnet man hier etwa einen Hund. Viele der Kleineren Betriebe sind wie wir auch mitten im Dorf umgeben von anderen Betrieben die von Tourismus und Gastronomie leben.

    Sollte man die Verantwortung für 15 Hunde den 3 grössten Schafbesitzern aufs Auge drücken? Oder „gerecht“ verteilen?

    Obwohl ich mich selbst als sehr Hunde affin sehe, wäre eine HSH Pflicht für mich ein Grund die Tierhaltung aufzugeben. Ich möchte keinen Krach mit den Nachbarn, möchte nicht deren Leben oder Geschäft negativ beeinflussen durch Hundegebell und eventuelle Übergriffe. Und ich kann auch von Touristen (egal ob Europäer, aus dem asiatischen oder aus dem arabischen Raum)nicht verlangen das sie wissen wie man sich bei Begegnungen mit HSH richtig verhält.

    Es gibt viele Betriebe und Alpen wo HS mit Hunden möglich ist und auch jetzt schon erfolgreich praktiziert wird aber eben auch andere.

    Dankbarerweise haben wir hier im Gebiet noch kein Wolfsrudel ansässig. Die letzten Übergriffe waren 2017 von einem durchziehenden Einzeltier. Und wenn Wölfe gesichtet wurden ist man auch schon früher als geplant mit den Tieren ins Tal.

    Wächst die Wolfspopulation jedoch weiterhin ungebremst, ist es nur eine Frage der Zeit bis auch wir ein Problem bekommen. Nicht nur für unsere Alpen sondern sondern auch für die allgemeine Weidetierhaltung wie sie bisher praktiziert wird.

    Sorry, das war jetzt echt lang.. aber vielleicht hilft es ein bisschen zur Erklärung 😅

    Es tut mir leid, dass die Fragen die ich mir gestellt habe und die ich dummerweise hier gepostet habe, als Victim blaming interpretiert werden.

    Das war tatsächlich nicht meine Absicht.

    Ich bin dann mal raus aus dem Thread bevor noch 20 Leute mehr schreiben was für ein entsetzlicher Mensch ich bin.

    Also mein erster Gedanke war auch: Was für ein Fake.

    Wieso ist der Mann so weit von der Halterin entfernt. Meine erste Reaktion wäre doch den Hund der Halterin wieder in die Hand zu drücken wenn ich merke ich kann ihn nicht halten.

    Ausserdem hätte sie einen Hund gut an diesen Stangen/ Säulen neben sich fest machen können um dem anderen das Geschirr anzuziehen. Fragt man wirklich Fremde um Hilfe wenn es anders geht? In der Grossstadt?

    Ausserdem Geschirr ranmachen, man trägt ja jetzt auch kein Geschirr mit rum und beschliesst dann am Bahnhof das jetzt mal anzulegen. Andererseits wenn es schon dran war sind es doch nur Sekunden bis da was gerichtet ist. Sie hat aber erst aufgeschaut als der Mann angefangen hat zu rufen und schon recht weit von ihr entfernt. Lass ich meinen Hund solange aus dem Blick wenn ich ihm einen Fremden in die Hand drücke?

    Der Mann wirkte auf den ersten Blick für mich auch als ob er absichtlich Aufregung reinbringen wollte. Und der Hund so als ob er ganz anderes Potenzial hätte wenn er es wirklich ernst meinen würde.

    Einzig der einfahrende Zug lässt vermuten das es echt ist. So doof wird hoffentlich niemand sein, sich und den Hund in so grosse Gefahr zu bringen.

    Mir fehlt da auch der Anfang und eine logische Begründung wie es soweit kommen konnte bis zu dem Zeitpunkt wo das Video startet.

    Aber ja, ich mache wenn ich ganz genau darüber nachdenke, keine großen Freudensprünge wenn ich an die Zukunft mit ihm denke.

    Ich denke das sagt eigentlich schon alles. Meiner Meinung nach steht dein Entschluss schon fest.

    Beziehung hat ja in der Regel auch was mit Gefühlen dem Partner gegenüber zu tun und davon lese ich in deinen Beiträgen jetzt gerade gar nichts. Das du deinen Hund liebst ist dagegen klar. 😂

    was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, er holte sie auch heimlich aufs Sofa... der feine Herr wollte nur nicht zeigen, daß seine Prinzipien sich zu lösen begannen...

    Das kann ich mir bei meinem Mann auch gut vorstellen. 😂 Am Anfang war es nur ein Hund… jetzt ist sie sein Mädchen.

    Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit bis ich eines Tages heimkomme und beide auf der Couch finde.

    Mir würde noch ein etwas teurerer Kompromiss einfallen:

    Ihr sucht zusammen einen akzeptabel Hocker, Sessel oder Sitzsack aus, der als Hundesessel dient, wo du dich auch mal zu deiner Hündin kuscheln kannst. Das Menschensofa kann so weiter tabu bleiben, ohne dass du dich deiner Hündin gegenüber schlecht fühlst.

    Kostet dich natürlich was, gibt aber schon preiswerte zu kaufen. Man kann auch selbst was zusammenwerkeln z.b aus Paletten und Polster.

    Nicht Hundemenschen und sicher auch der ein oder andere HH, dürften das wohl dezent verrückt finden, aber die Hauptsache ist doch, dass du dich in der Situation und in der Partnerschaft wohl fühlst :winken:

    Haha das habe ich mir tatsächlich auch schon überlegt 😂 ihm es aber nicht vorgeschlagen, da ich es doch ziemlich absurd finde, zumindest für Menschen die nicht so bekloppt sind wie ich was das Thema angeht 🤭 muss er ja nicht gleich wissen 😂

    Ich finde das gar nicht absurd. Ich fände es definitiv seltsamer einen sicher tollen Mann in den Wind zu schiessen wegen einem Thema bei dem man so gut Kompromisse machen kann.

    Vielleicht ein kleiner gebrauchter Zweisitzer mit waschbarem Überzug oder Hundedecke drauf für den Hund als Liegeplatz ? Wo ihr Raum zum Kuscheln habt. Braucht auch nicht mehr Platz als eine Decke am Boden. 🤷‍♀️

    Und mit dem Verbiegen… ich denke in einer Beziehung muss man ziemlich oft Kompromisse eingehen und auch mal Dinge einfach akzeptieren. Denn vom Partner erwartet man ja auch akzeptiert zu werden. Wenn man es negativ betrachten will kann man das Verbiegen nennen, ich würde es partnerschaftlich und kompromissbereit nennen.

    Hier darf der Hund auch nicht auf die Couch oder ins Bett. Das ist unser Kompromiss das wir überhaupt einen Hund im Haus haben.