Beiträge von WorkingDogs

    Den Seitenhieb verstehe ich jetzt nicht? In Bezug auf den Alltag.

    Du erwartest von einer Begleithunderasse ja auch nicht, dass die dominant am Helfer ist, gute Griffe mitbringt, Finderwillen hat, Vorsteht, uns so weiter.

    Sicher muss man Arbeitshunde im Alltag anders führen als Begleithunde. Deshalb gibt es doch beides. Und deshalb ist Rassewahl doch so wichtig.

    Ich hab auch schon genug Leute gehabt, die waren traurig, dass ihr Doodle nicht so mitmacht, wie die Schäferhunde. Ja, gut. Man kann halt nicht alles haben.

    Bei den Gebrauchshunden ist es aber auch viel das, was man draus macht.

    Also liegt es wieder am Hundeführer und nicht am Individuum, dass der eine Hund mit 15 Mon. ne Prüfung besteht und der andere eben länger braucht? Seh ich nicht ausnahmslos so. Natürlich spielen auch die Fähigkeiten des Hundeführers eine Rolle, aber der Charakter eines Hundes spielt doch auch mit rein. Und was ist schlimm daran, wenn der eine halt länger braucht? Ich mache doch den Hundesport um mit meinem Hund gemeinsam Spaß zu haben. (Ich korrigiere durchaus auch, aber in einem Rahmen, der für mich abnehmbar ist.)

    Daran ist gar nichts schlimm. Ich mache mir gar keinen Prüfungsstress, sondern laufe gerne erst Prüfung, wenn die Hunde älter sind und in der Ausbildung weiter. Auch lasse ich mir in den Basics gerne Zeit.

    Aber natürlich liegt es auch am Hundeführer, der macht nun mal 50% des Teams aus. Selbstverständlich sind gut veranlagte Hunde einfacher. Deshalb betreiben wir ja Zucht und suchen uns die Hunde passend aus.

    Ich kenne dich doch aber gar nicht? Du brauchst dir den Schuh doch nicht anziehen, wenn er nicht passt :ka:

    Was genau meinst du denn mit Begleithunde? Bestimmte Rassen?

    Nein, bestimmte Rassen möchte ich nicht sagen. Dafür kenne ich viel zu wenige Vertreter der einzelnen Rassen und dort wird es sein, wie bei meinen Rassen. Es gibt mit Sicherheit verschiedene Linien und man muss differenzieren. Und noch weniger Vertreter kenne ich, die seriös gezogen sind.

    Eher Begleithund als Verwendung, unterschiedlicher Rassen. Und da denke ich mir manchmal schon "das kann doch nicht wahr sein?". Aber doch, ich erlebe es ja live. Manchmal sind es Hunde aus Rassen die Begleithunde sind, manchmal Hunde aus Showlinien, manchmal Arbeitslinien, überwiegend irgendwelche Mixe oder Rassehunde ohne Papiere.

    Am meisten Staune ich natürlich bei den Arbeitslinien, wenn die Hunde noch nicht mal leinenführig sind, nachdem man bei x Trainern war und wo die Rassen in dem Alter schon die ersten Prüfungen haben mit weitaus höheren Ansprüchen.

    Ich kenne zugegeben auch viele Gebrauchshunde, da klappt es als Familien- oder Begleithund wunderbar. Nervenstark und Wesensfest im Alltag, am Wochenende aktiv dabei, Gehorsam, bisschen Hundeplatz just for fun - perfekt! Aber halt nicht in den Händen von Hundeanfängern oder engagierten "ich gehe ganz viel in die örtliche Hundeschule!" / "Hundewiesen"- Leuten. :ka: Sondern bei Leuten, die die Rassen "können" und sich eine passende Verpaarung ausgesucht haben oder einen älteren Hund übernommen haben. Bei Gebrauchs- und Jagdgebrauchshunden erlebt.

    Und ich hab auch schon Rassen erlebt, die finde ich Begleithundetechnisch perfekt und würde mir sowas sofort holen, wenn ich einen Begleithund suchen würde. Ehrlich, da kann ich gar nicht verstehen, wieso man sich das Leben so schwer macht.

    Sehe ich bei uns auf dem HuPla auch regelmäßig, dass es bei den Schäfis und Bordern in so jungem Alter schon super läuft.

    Ist bei meinem GP halt nicht der Fall, der lässt sich halt zu leicht ablenken und wird noch seine Zeit brauchen.

    Ich trainiere im SV, glaube nicht, dass meine Trainerin da bei mir Sachen so viel anders macht als bei anderen. Manchmal wäre ich auch froh, da mehr Anleitung zu bekommen, wie ich ihn besser konzentriert bekomme, ich denke aber der braucht halt einfach noch ein bisschen. Im Moment hab ich sogar ganz Pause eingelegt, weil mir der Spaß daran fehlt. Bei meinem KP hab ich ab 3 gemerkt, dass er viel konzentrierter arbeiten kann. Wenn ich uns mit Gebrauchshunden vergleiche, demotiviert mich das nur, schade, dass es hier immer wieder getan wird. Diese Hunde sind doch explizit mit hohem will to please ausgerüstet. Nein, deswegen sind sie nicht "ach so einfach", aber das arbeiten liegt ihnen halt.

    Ich kenne auch genug Gebrauchshunde, die in der Konzentration Defizite haben. Und genug SVler, die mit ihren Hunden ganz viele Situationen vermeiden und dann später auch die Quittung kassieren. Weil es in der Prüfung dann eben nicht hält, sobald ein Mü abweicht.

    Viele Arbeiten halt mit, weil genug Beutetrieb da ist, dass man für den Balli halt mitmacht.

    Ich kann wirklich nur von meinem aktuellen Rüden sprechen.

    Hier steckt garantiert keine ausbilderische Fähigkeiten dahinter. Er ist einfach so.

    Ich habe halt nur nicht den Fehler gemacht läufigen Hündinnen aus dem Weg zu gehen, aus Angst mein Hund könnte sich abschießen und das, obwohl ich mit meinem ersten Rüden genau so einen Hund hatte. Ich habe immer die Begegnungen gesucht und hätte wohl auch lernen müssen mit einem 43kg durchgeknallten Rüden umzugehen, wenn er eben anders drauf gewesen wäre.

    Ich habe Glück ja auch nicht ausgeschlossen.

    Zumindest bei dem, was ich so bei meiner Arbeit mit Hunden erlebe, haben die wenigsten dieses Glück.

    Und bei Begleithundrassen wundere ich mich all zu oft über die Genetik und wie schwer das Leben mit vielen zu sein scheint.

    Der Normalfall ist weder, dass die Leute Glück haben einen völlig ignoraten Hund abzubekommen, noch, dass sie das Pech haben, einen hypersexuellen zu haben.

    Ich gebe aber zu, dass ich immer wieder geschockt bin, wie langsam sich manche Begleithunde trainieren zu lassen scheinen? Ich kenne mich bei den Rassen nicht aus, aber wenn ich von jahrlangem, harten Training lese, welches die Besitzer emotional und gerne auch finanziell an ihre Grenzen zu bringen scheint, dann bin ich... ja, verwundert.

    Unsere Jagd- und Schutzhunde absolvieren mit 2 Jahren oftmals ihre ersten Prüfungen und laufen im Alltag unauffällig und gut mit. Und wenn ich eines in der Ausbildung gelernt habe, dann ist es, "was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr", zumindest nicht auf dem Level. Ja, man kann Dinge korrigieren, umbasteln oder an Baustellen arbeiten. Aber man leichtesten ist es, diese gar nicht erst entstehen zu lassen. Man merkt Defizite einfach. Sei es genetisch oder erlernt. Und sei es daran, dass das Training nie endet und der Hund immer wieder in alte Muster verfällt.

    Damit will ich hier keinen Angreifen, aber ich frage mich manchmal, was offensichtlich alles Hundetrainer wird?

    Hmm, ich trainiere gerne gezielt mit meinen jungen Rüden nach oder mit läufigen Hündinnen. Und das sind nicht alles Rüden, die das Thema läufige Hündin kalt lässt.

    Aber man kann ja A: die Hunde so aufbauen, dass sie sehr unempfindlich gegen Ablenkung sind (und ja: grade in der Unterordnung ist das sehr oft eine Sache des Aufbaus!) und B: das Training so gestalten, dass A eintritt.

    Wie oft sehe ich, dass Hundebesitzer das Thema Generalisierung und Ablenkung auf später verschieben und die Problematik nicht frühzeitig im Aufbau berücksichtigen und angehen.

    Es ist was anderes, wenn Hundeschule im Alltag stattfindet, also nicht auf dem Hundeplatz. Aber wenn man das kombiniert, macht man sich das Leben auf dem Platz nun mal sehr schwer.

    Das klingt nach allem, aber nicht nach dem, was die TE zu suchen scheint und ist kein Beispiel dafür, wie unkompliziert Arbeitsrassen als Begleithunde mitlaufen, sorry!

    Arbeitsrassen sind sehr unkompliziert, wenn man sie dafür hält, wofür sie gemacht sind. Da braucht es keinen Trainermarathon, kein jahrelanges Deckeln und auch keinen Ersatz.

    Untaugliche Hunde sind schon dreimal untauglich als Begleithunde, weil die oft Wesensmängel haben.

    Hier wird ein unkomplizierter Begleithund, aus seriöser Zucht gesucht, nachdem man schon einmal Pech hatte.

    Liebe TE, grade bei den Retrievern läuft auch viel rum, was nicht aus seriöser Zucht kommt. Vielleicht bist du offen, dir mal Hunde anzuschauen, die gut

    Gezogen sind? Das sind wirklich tolle Hunde, leider haben viele Vorurteile! Ich kenne auch einige, die jagdlich geführt werden und wirklich einen klasse Job machen, die Hundeführer/Jäger sind begeistert! Weil sie eben auch sehr verträglich sind, was du bei vielen anderen Rassen so nicht hast.