Beiträge von WorkingDogs

    Was ich immernoch nicht verstehe, wenn Treib,-und Drückjagden logischerweise relativ weit im vorraus geplant werden, um auch die Leute zusammen zu kriegen- warum kann man dann nicht einen kurzen Flyer in die Briefkasten betroffener Häuser schmeißen?

    Befriedete Gebiete sind doch gar nicht betroffen.

    Wie gesagt, mein Beispiel war ein Waldgrundstück im Außenbereich.

    In die Richtung von Wohnhäusern darf sowieso nicht geschossen werden.

    Dann hat Schrot eine sehr kurze Reichweite und man treibt weg von Wohngebieten. Macht ja keinen Sinn das Wild in den befriedeten Bezirk zu treiben.

    Warum sollen denn Kinder nicht im Garten spielen? Das verstehe ich nicht ganz. Da herrscht doch kein Krieg draußen und es Jagd doch auch keiner im Garten.

    Ich verstehe es wirklich nur schwer, vor nur wenigen Tagen herrschte Silvester, wo Familien ihren Kindern Böller und Raketen in die Hand drücken, aber bei geschulten Personen die im Außenbereich jagen sollen die Kinder das Haus nicht verlassen dürfen?

    Blöde Situationen hatten wir auch schon. Da waren wir zum Holzmachen in unserem Wald (unser Grundeigentum) und offensichtlich führte die dort ansässige Jagd den Tag eine Drückjagd durch. Irgendwann trafen wir die Treiber, deren Linie uns kreuzte.

    Da hätte ich mich schon darüber gefreut, wenn man uns vorab informiert hätte. Ich meine, wir fällen da Bäume, das ist auch nicht ungefährlich. Und da befinden wir uns auch nicht auf Wegen, sondern mitten im Wald, aber ja auch mit Gehörschutz. Gut, die Motorsägen hört man natürlich, aber

    das war so eine Situation, die hätte sich durch nur eine kurze Ankündigung einfach verhindern lassen. Wir haben unsere Arbeiten dann abgebrochen und wären gar nicht los, wenn wir in Kenntnis gesetzt worden wären.

    Wie denken denn die Jäger darüber wenn Kinder nebenan (und ich meine wirklich nebenan) im Garten spielen?

    Ist es wirklich total egal, oder denkt man sich da schon "naja das muss ja jetzt gerade wirklich nicht sein" ?

    Es wird ja auch nicht grundlos Warnkleidung getragen?

    Manchmal hat man das Gefühl, das gerne dieses "ihr und eure Kinder" von Leuten kommt, die selber keine haben.

    So, wie auch sonst im Leben. Gehört doch dazu, dass man sich nicht jederzeit ungestört frei entfalten kann.

    Ich denke mir dabei meist gar nichts, sondern Lebe damit und treffe eine sinnvolle Entscheidung. :ka:

    Wenn ich irgendwo eine Jagd sehe, dann grüße ich nett und gehe einfach anderswo lang. Genauso bei Waldarbeiten. Wenn ich eine Fährte legen will und dort ist grade der Landwirt oder Pilzsammler zugange, dann fahr ich halt woanders hin.

    Wenn ich zum absuchen fahre und da läuft grade jemand mit dem bekannten Tut nix, dann warte ich halt, bis die weg sind und gehe danach absuchen.

    Wenn ich irgendwo jage und da laufen Kinder, dann schätze ich die Situation und das Gelände entsprechend meiner Waffe und Muniton ein und treffe dann eine Entscheidung darüber, wie verfahren wird. Es wäre ja auch eine Option hinzugehen, miteinander zu sprechen und gemeinsam eine Lösung zu finden. Und natürlich ist auch eine Option, gar nicht zu jagen.

    Manche Rücksichtslosigkeit ist natürlich einfach sehr ärgerlich und wäre nicht passiert, wenn man ein wenig mehr auf die eigene Umwelt achten würde. Als Jäger musst du dich ständig damit abfinden, dass du von äußeren Einflüssen gestört wirst.

    Wirklich aufregen tun mich dann doch eher die Leute, die Futterwiesen und eingesähte Äcker platttrampeln, ihre Hunde wildern lassen oder ihre Hunde in der BuS durch Wald, Wiese und Feld toben lassen. Oder Leute die ihre Hunde ungefragt zu anderen Lebewesen laufen lassen. Oder die fremde Tiere füttern.

    Solche Dinge. Das ist einfach Rücksichtslos.

    Natürlich wird nicht grundlos Warnkleidung getragen. Warnkleidung macht zum Beispiel auch als Radfahrer im Straßenverkehr sehr viel Sinn.

    Ich denke mir eher "musste das jetzt wirklich sein?" wenn Leute völlig sorglos durch eine klar ersichtliche Jagd oder Waldarbeiten laufen? Da frage ich mich wirklich, ob die Menschen kein Gefahrenbewusstsein mehr haben? Grade bei Waldarbeiten kann man auch durch umfallende Bäume schwerverletzt werden.

    So geht es mir aber auch, wenn man Verkehrsteilnehmer sieht, die sich völlig bekloppt verhalten. Riskante Überholmanöver und sowas, weil man ja nicht 2 Minuten hinter dem Trecker sein kann. Oder mir mit Tieranhänger richtig schön auffahren, oder Radfahrer beim Überholen schon fast streifen. Da frage ich mich manchmal schon, ob da nur Luft im Kopf ist.

    Aber ein längerer Spaziergang pro Tag und 2 Kleine ist doch nicht viel Programm

    Hast du einen reaktiven, schnell gestressten Hund ist das jeden Tag einfach zu viel. Ich denke viele Aussies die mit dem Programm nicht können, gerade im Sport Bereich gibt es vor dem Training keine Runde und der Tag nach dem Training auch nicht. Besonders in dem Alter, die sind mit ihren Hormonen genug ausgelastet…

    Genau. Man kann solche Hunde nicht mit anderen Typen vergleichen was das angeht.

    Also diese ganzen Dinge mit Leinenführigkeit, Aufmerksamkeit, mal ausreißen etc. sind gar nicht das Problem, sondern eher der massive Stress, den er immer hat. Was für uns wirklich am schlimmsten ist, sind diese Ausbrüche die dann in schnappen und Klamotten reißen bei uns ausarten und das schlecht zur Ruhe kommen.

    Das hängt aber alles zusammen. Stress kann daher kommen, dass ihr den Aufbau und Tagesablauf falsch gestaltet. Ein Hund sollte auch auf keinen Fall ausreißen! Ein Hund der nicht horcht, gehört nicht in den Freilauf oder alleine in den Garten.

    Der Aussie ist eine Rasse, die zu Stress neigt. Sehr reizoffen, schlecht im Verarbeiten von Außenreizen, angekratzt. Deshalb die Frage danach, was denn eure Erwartung bei der Rassewahl war.


    Unsere Trainerin war da leider nicht so kompetent, was wir zu spät gemerkt haben, ich meine irgendwo will man ja auch auf eine Meinung vertrauen.. für sie war es immer Box zu wenn er Mist baut oder hochdreht. Nachdem wir uns eine neue Meinung eingeholt haben, hieß es anleinen auf seinem Platz wenn er uns die ganze Zeit hinterher läuft. Für uns ist es schwer zu verstehen, was noch normales Junghundverhalten ist, wie wir ihn unterstützen können die Ruhe zu finden.. es ist ja auch nicht nur so, wie das oben beschriebene Verhalten aber in letzter Zeit leider überwiegend. Nicht falsch verstehen, wir lieben unseren Aussie und wir möchten ihm auch das bieten was er benötigt..

    Naja, der Trainerin den schwarzen Peter zuzuschieben finde ich nun auch nicht korrekt. Ja, das Vorgehen klingt nicht kompetent, aber die Trainerin ist nicht die Besitzerin des Hundes und hat das Tier nicht angeschafft. Der Aussie ist durch seine Genetik keine einfache Rasse und in unsicheren Händen ("wir wissen nicht was richtig ist / was wir tun sollen") oft nicht unkompliziert.

    Sucht euch einen Hundetrainer, welcher mit Aussies umgehen kann. Das ist in der Regel keine gängige Hundeschule, ich würde deutschlandweit suchen, vielleicht bekommt ihr über das Forum eine gute Empfehlung.

    Was war denn eure Erwartung bei der Anschaffung eines Austrailian Shepherd?

    Klingt für mich nach einem ganz normalen Junghund dieser Rasse bei falschen Erwartungen.

    Manche Dinge muss man einfach sinnvoll aufbauen (Leinenführigkeit) und je nachdem wie die Rasse so tickt, gibt es einfach anstrengende Zeiten. Damit muss man leben können und mit dem Training dranbleiben. Und manche Dinge kann man so gut aufbauen wie man will, die Genetik siegt am Ende.

    Ich bin ehrlich, ich finde Aussies bringen eine anstrengende Genetik mit. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Sucht euch einen Trainer, der solche Hütehunde ohne vernünftiger Selektion anleiten kann.

    Wobei die FCI ganz klar die Empfehlung ausgesprochen hat, das Kreuzungsverbot von Varietäten zu streichen! Beim Schäferhund ja das gleiche mit Stockhaar und Langstockhaar. Im RSV ganz erlaubt, im SV verboten. Die FCI lässt das theoretisch zu, hier will nur der Rasseverband nicht.

    Genauso gibt es ja auch die Möglichkeit der nationalen Anerkennung von Rassen.

    Die Wichtigkeit von Nachzuchtkontrolle muss bei den Käufern ankommen. Untersuchungen, Bewertungen, Gentests. Ja, das kostet alles Geld und Zeit! Mit Deckbegrenzungen zahlt man da als Rüdenbesitzer im Grunde nur drauf und verdient weniger dran. Das gehört einfach dazu und ist wichtig und sinnvoll züchten zu können.

    Und solange diese grundlegenden Tatsachen (die nun wirklich keine Raketenwissenschaften sind) von vielen Züchtern entweder nicht verstanden oder aber negiert werden und man krampfhaft am derzeitigen System festhalten will, wird man auch nicht viel mehr machen können, als die schlimmsten Auswüchse zu verhindern.

    Es geht alle was an.

    Von komplett geschlossenen Zuchtbüchern halte ich auch nichts. Mein Lieblingsbeispiel sind ja Rüden. Wie viele Rüden gehen zu Haltern die kein Interesse daran haben, ihren Hund zuchtfertig zu machen, weil es sich für „vielleicht 1 oder 2 mal decken, oder vielleicht sogar nie“ nicht „lohnt“.

    Nachzuchtkontrolle ist ein ganz schwieriges Pflaster und es ist viel wichtiger wie groß die Zuchtbasis ist, als die Größe der Gesamtpopulation.