Beiträge von WorkingDogs

    Legeleistung heißt ja nicht gleich Hochleistung. Es gibt Hennen, die legen keine 20 Eier in ihrem ganzen Leben. Ich hab auch "nur" Zweinutzung. Ob Hennen im Winter legen ist Genetik. Genauso wie die Größe und Menge der Eier. Ich strebe ein Eigewicht von 56 - 65g an. Alles darüber wird zu viel, alles darunter ist aber auch zu gering für meine Rasse.

    Aber darauf zu selektieren ist anspruchsvoll. Man muss Listen führen, im Idealfall jedes Ei einer Henne zuordnen können, wiegen, am besten Stammbrut durchführen können. Ist einfach nicht so simpel wie "welche Henne schaut am schönsten aus".

    Die Bredas haben dieses Jahr bisher kaum 5 Eier gelegt insgesamt, 3 Mädels hab ich. Aber n Bekannter von mir hat 4jährige, die legen noch ihre 120 Eier. Strange. Keine Ahnung, was die haben. Aber das kann auch sehr auf die jeweilige Zuchtlinie ankommen. Manche Züchter zchten auf gute Eierleistung, andre nur auf perfektes Aussehen, dem Standard entsprehend, und so können bei der Legeleistung ganz schöne Unterschiede rauskommen....

    Finde ich total interessant, darüber hab ich auch schon den ein oder anderen Vortrag gehört. Es dauert auch nicht lange, um Legeleistung wegzuzüchten.

    Legeleistung zu züchten ist aber auch sehr aufwendiger als Aussehen.

    Ich habe eine Glucke.

    Erst dachten wir, sie hat Legenot. Aber nein, sie gluckt. Wir haben einen großen Stall, aber keinen zweiten. Was mache ich nun mit ihr? Ich könnte durchaus so 3-5 Welsumer Eier sammeln und ihr unterlegen. Eins liegt da schon. Müssen diese gleichzeitig drunter oder ist das egal? Und wo packe ich sie nun hin? Sie soll ja separat sein, wenn ich das richtig verstehe? Schwierig.

    Entglucken will ich irgendwie nicht. Obwohl wir nicht unbedingt mehr Hühner bräuchten xD

    Ich mache das separieren davon abhängig, welchen Rang die Henne hat. Ich würde ihr auf jeden Fall Bruteier geben und die Eier die schon liegen, wegnehmen.

    Auch das separieren kann Stress bedeuten, aber grade wenn sie Rangniedrig ist, natürlich Sinn machen.

    Sooo, heute nochmal am Rechner mit mehr Zeit.

    Ich werbe ja immer gerne für die Ramelsloher in gelb. Robust, legen gut, machen auch nicht übermäig krach, wetterfest - einfache, robuste Landhühner, ohne Schnick Schnack.

    Zahm werden sie auch, wenn man sich entsprechend bemüht. Sonst sind sie eher skeptisch, keine Rasse die man einfach über den Zaun klaut. Aber wenn sie einen kennen und mögen, sitzen sie auch auf der Schulter oder lassen sich streicheln, ruhen auf dem Schoß.

    Hier laufen sie problemlos mit den Hunden im Garten und legen zuverlässig jeden zweiten Tag ein Ei, ohne, dass die älteren Hennen ausgelaugt wären, mit entsprechenden Pausen. Solide Zweinutzung, kein Lege-Extrem, nicht zu schwer.

    Zäune akzeptieren sie sehr gut.

    Ich hätte gerne 2-3 Hühner-Hennen. Gibt es Rassen, die grundsätzlich a) nur wenig/leise gackern und b) entspannt sind bzw Handling und Hunde?


    Ich dachte nämlich, dass sich Hunde und Hühner den Garten irgendwann teilen können. Eingezäunt ist er richtig und komplett, groß genug auch, so weit alles chic. Wie man Hunde erzieht weiß ich auch, darum gehts nicht. Aber es gibt ja sicher entspanntere und nervösere Rassen, oder?

    Huhu,

    grundsätzlich sind die großen Rassen was Geräusche angeht angenehmer als die Zwerge.

    Ich hab gelbe Ramelsloher und die laufen Problemlos mit den Hunden im Garten und lassen sich da auch nicht Stressen.

    Handzahm werden sie auch, wenn man es übt. Aber nur mit Leuten die sie kennen.

    sie hätte also bei ihren Hunden damit rechnen müssen, dass diese einen Menschen bis zur Unkenntlichkeit zerfleischen, weil sie die Rudeldynamik unterschätzt und ihre körperliche Kraft überschätzt hat?

    Was ich nicht verstehe an deinen Ausführungen - du führst diesen Punkt "Hat die Hunde unterschätzt" gesondert auf, erklärst die Punkte "eigene körperliche Kraft überschätzt (sie kann die Hunde nicht halten)" und "Rudeldynamik unterschätzt" - aber WAS sie bei ihren Hunden (Charakter/Mentalität/Verhalten) unterschätzt haben soll, erklärst du nicht.

    Ich denke, dass ein oder mehrere Hunde ein gewisses Interesse Richtung Menschen anzeigt haben werden und bei Begegnungen nie komplett neutral waren.

    Und bei drei Hunden dieses Typs kann sich das dann extrem hochschaukeln.

    Aber wenn man einige Trainer im Freundeskreis hat, die auf "Problemhunde" spezialisiert sind, versteht man manches einfach nicht. Allein in einer Woche 7 Hunde mit Beißvorfällen in der Familie. Natürlich wurde keiner gemeldet, weil die Chance, diesen Hund zu vermitteln somit auf ein Minimum sinken. Alles Coronahunde. Keine Sozialisierung, keine Grenzen, keinen normalen Alltag.

    Letztes Jahr - 3 Labbis. Alle unterschiedliche Halter. Alle ein massives Problem mit Ressourcen und Beschädigungsabsichten. Wenn an denen im Wald ein Kind vorbei geht, während der einen Stock trägt, möchte ich mir den Ausgang nicht ausmalen. Und bevor nun einer sagt, das liegt an der Herkunft - nope die kamen aus seriösen Zuchten.

    Der Auslandsimport - der mehrfach gebissen hat, weil man den HSH nicht erkannt hat und er fremde Menschen mist fand. Der aber auf keinen Fall zurück ins Heimatland in die Tötung sollte. Stattdessen wird er trainiert und weitervermittelt an jemanden, der sich nicht reinreden lies. Weil hat ja schon viele Jahre Hunde. Tja - keine drei Wochen nach der Vermittlung ein weiterer Vorfall.

    Interessanterweise ist dort nicht ein Listenhund oder SoKa. Und wenn man sowas regelmäßig sieht, versteht man einfach die Einstellung irgendwann weniger. Übrigens, nicht einer der Vorfälle wurde Publik gemacht. Niemand starb. Da darf man durchaus mal kritisch hinterfragen oder?

    Das gleiche Spiel hast du aber, wenn der Rotti zubeißt. In der Familien passieren mit allen Rassen die häufigsten Vorfälle, die wenigstens werden gemeldet. Labbis zählen zu den beliebtesten Familienhunden, natürlich haben diese deshalb auch zahlenmäßig mehr Vorfälle.

    Und wenn es mit diesen Hunden zu anzeige kommt, wird da niemand mit der Achsel zucken und sagen, dass das bei nem Labbi ok ist.

    Ich kenne auch eingestufte Golden Retriever.

    Natürlich würde wohl kaum jemand bestreiten, dass die potentielle Gefährlichkeit des durchschnittlichen AmStaffs größer ist als die eines Labradors. Und doch passieren tödliche Vorfälle einfach bei allen Rassen extrem selten und sind bei keiner Rasse komplett ausgeschlossen. Wir reden hier über einen verschwindend geringen Promillebereich und nehmen dafür die Hunde und Halter kompletter Rassen in die Haftung, obwohl es auch noch genug Vorfälle mit anderen Rassen gibt. Wo ist denn da die Verhältnismäßigkeit?

    Ich halte selber Rassen, die eine höhere Unverträglichkeit und einen gewissen Schutztrieb/Skepsis mitbringen.

    Der Weg kann aber nicht sein, andere Rassen da "mit rein zu ziehen". Wie die Lösung aussieht, weiß ich leider auch nicht. Aber man muss sich schon überlegen, wie man diese Rassen aufstellt, ohne sie zu "Kampfschmusern" zu quatschen.

    Sollte es bei einem Labbi zum tödlichen Vorfall kommen, wird das sicherlich niemand abtun und es werden genauso Konsequenzen folgen.

    Bei uns in Niedersachsen kann der Labbi genaus Eingestuft werden wie der HSH.