Beiträge von Yelly

    Zu viel Leine ist schlecht für Welpen.

    Hö? Wo hast n die Weisheit her 😁 und ab 6 Monaten ist Leine dann plötzlich gut oder wie darf man sich das vorstellen? Dass ein Geschirr ggf nicht optimal sitzt - oke. Aber wo ist das Problem an einer dünnen Schleppi? Die du im Idealfall aufwickelst und abwickelst wie es gerade gebraucht wird.

    Was tatsächlich nicht gut ist, ist zu viel Leinenführigkeitstraining. Also stramm neben dir laufen müssen, das erfordert super viel Konzentration und sollte man langsam aufbauen, aber damit hat ne Schleppi ja nix zutun die dient nur zur Absicherung und dass der Hund keinen Erfolg hat mit abhauen

    Das Problem ist nur dass er immer wegläuft und ich ihn oft minutenlang einfangen muss.

    Leine dran 😊 das ist extrem selbstbelohnend was er da treibt und du "versaust" dir damit deinen Rückruf. Ich würde den viel viel kleinschrittiger uns sauberer und mit Plan aufbauen.

    Wenns noch zu schwer ist: Management (und damit sind wir wieder bei der Leine)

    Limetti

    Ich verstehe worauf du hinaus willst und der VDH ist sicherlich NICHT immer der Goldstandard der er vorgibt zu sein (hier wird bei einigen Rassen ja zb auch sehr deutlich zur Dissidenz geraten)

    Aber (potentiell) krank + (potentiell) krank ergibt halt nicht gleich gesund. Dass Mischlinge in Summe gesünder sind ist ja auch nicht bewiesen (der komplette Straßenmix aus 20 verschiedenen Rassen ist natürlich "gesünder" als ein Standardmops, klar).

    Also ich verstehe nicht ganz warum ein Doodle erstrebenswerter sein sollte wenn in deinen Augen die zwei (reinrassigen) Ausgangsrassen schon nicht gesund / überzüchtet sind.

    V.a. wenn das irgend n Vermehrer ist der ohne Untersuchungen etc Hunde aufeinander lässt und denkt "ja ist doch n Mischling also gesund".

    Projekten wie dem Elo oder dem Niemandsländer stehe ich durchaus sehr positiv gegenüber (außer diese utopischen Versprechungen was das Wesen angeht, das ist bei so jungen "Rassen" logischerweise noch sehr uneinheitlich).

    Natürlich gehört die komplette Hundezucht überarbeitet, aber das macht andere Hunde aus anderer Herkunft nicht gleich weniger krank.

    Die (offizielle) Zucht gänzlich zu verbieten würde auch blöd enden, da die Nachfrage nach (Rasse)Welpen deshalb nicht abklingen würde, ergo wird halt weiter im dunklen Kämmerlein produziert.

    Spoiler anzeigen

    In einer vollkommen utopischen Welt gäbe es gar keine extra produzierten Tiere die nur "zu unserer Belustigung" herhalten - klar. Das Konzept Haustier per se ist schon irgendwie abstrus wenn man nur lang genug drüber nachdenkt.

    Und dieses "aber andere Rassen sind ja auch krank" ist halt das übliche Totschlagargument was einem entgegengebracht wird wenn man versucht über Bully und Co aufzuklären. Es gibt für mich schon einen deutlichen Unterschied ob ein Hund gewollt(!) behindert (Brachycephalie) zur Welt kommt oder nicht.

    Okay, das heißt, wenn du meine Kekse willst, ich dir aber deutlich mache "Lass das, das sind meine Kekse" und du dann sagst "Okay, habe verstanden", habe ich dich konditioniert?

    Wenn sie dann morgen nicht mehr an Deine Kekse geht, dann ja :ka:

    Und falls doch war es ja auch keine nachhaltige Grenzsetzung/Erziehung (obs dann trotzdem Konditionierung ist muss ich nochmal nachschauen - ich meine schon, nur halt (noch) nicht in die Richtung in die der Mensch sich das gewünscht hätte "Kekse nicht einfach so nehmen")

    Aber ALLES ist Konditionierung. Obs ein schnödes Sitzkommando via Shaping oder Luring ist oder ein "lass das" und harsches blocken des Hundes wegen ner heruntergefallenen Wurstsemmel.

    Nein, das ist keine Konditionierung.

    Unter Konditionierung versteht man in der Lernpsychologie Formen des Lernens von Reiz-Reiz-Assoziationen bzw. Reiz-Reaktions-Assoziationen (Stimulus-Response-Lernen) durch wiederholte Koppelung von Reizen.

    Mh. Da sagt die Wissenschaft aber was anderes. Vor kurzem erst was von Dr. Marie Nitzschner dazu gelesen, dass das ein weit verbreiteter Irrtum sei man könne irgendwas tun ohne zu konditionieren. Ähnlich wie man sich nicht nicht verhalten kann.

    Ich guck mal nach...

    Yelly

    Sitz, Platz, Fuß ist keine Erziehung. Und kein Grenzen setzen. Darum geht es doch. Wie setzt Mensch am Besten eine Grenze, die eindeutig und indiskutabel ist? Und da hilft es durchaus, sich das Verhalten der Artgenossen zu betrachten.

    Gebe ich dir recht. Es war nur ein Beispiel dass wir eben keine Hunde sind und das für mich kein Argument ist :) Und Erziehung und Training immer derartig zu trennen halte ich persönlich für falsch. Gibt ja genug dubiose online Trainer die irgendwie daher schwurbeln dass sie ohne Konditionierung erziehen/trainieren würden. Aber ALLES ist Konditionierung. Obs ein schnödes Sitzkommando via Shaping oder Luring ist oder ein "lass das" und harsches blocken des Hundes wegen ner heruntergefallenen Wurstsemmel.

    Ich weiß dass du das so sicher nicht gemeint hast wollte es nur anmerken da mir das dabei sofort in den Sinn kam.

    Ich kann mich einfach nicht auf meine Finger setzen..... Boop Hast du schonmal gesehen wie eine Hündin, wenn ihr Welpe sie in die Rute beißt, ein Spielie hervorkramt und ihm das als Alternative hinhält oder den Zwerg zum spielen animiert?

    Nein?

    Denk mal drüber nach :flucht:

    Hach das gute alte "die Mutterhündin wirft auch nicht mit Keksen" - Argument. Wie oft ich mir das schon anhören durfte 😁

    Ja, aber ne Mutterhündin bringt ihren Hunden auch kein Sitz, Platz oder Fuß bei. Und wir sind keine Hunde und nur weil Hunde zueinander teils echt garschtig sein können muss ich das nicht nachahmen wollen 😁 Hunde können indes auch einfach nur analog kommunizieren (und ich sag nicht dass schwarz/weiß Kommunikation per se schlecht ist bei gewissen Hundetypen). Hunde wissen auch übrigens ganz genau dass wir Menschen sind und keine Hunde (Domestikation ist so super spannend, schon Welpen reagieren auf unsere Gestik, Mimik, Sprache, viel mehr als manches Affenbaby und dreimal mehr als Wolfswelpen)

    Es mag viele gute sinnvolle Diskussionsgrundlagen gegen/für positives Training geben, aber dieses Argument ist einfach total irrsinnig. Erinnert mich immer an das "aber die Löwen in der Wüste..." Argument wenn jemand sagt dass er vegan lebt 😁

    Alles nicht böse gemeint :)

    würde mich brennend interessieren was du meinem angefixten Jagdhund anbieten willst, als Alternative, dass er zB freiwillig aufhört zu hetzen.

    Ich kenne jemanden der seinem Podenco (die ja nun nicht gerade für ihre Kooperation bekannt sind sondern fürs kompromisslose Hetzen) aus Spanien nen Bombenrückruf / Abbruch über bedürfnisorientiertes Training (jaja das Wort hassen wir alle) beigebracht hat. Habs selbst mitbekommen wie der bei nem Kanickel aufm Absatz kehrt gemacht hat und dann bei Frauchen hetzen durfte (Ball).

    War selbst sehr baff. Ich denke das ist mit anständig, strukturiertem, positiven und bedürfnisorientiertem Training gemeint (Bedürfnis ist in dem Moment hetzen gewesen), mit Strafe bei dem Thema hätte man sich sicher die Zähne ausgebissen bei dem Typ von Hund.

    Ist natürlich nur eine Geschichte von Tausenden ... dachte nur ich erwähne es für alle Interessierten WIE sowas aussehen kann.

    Absolut! Ich möchte zum Sachverhalt per se auch gar nichts mehr sagen da hier andere tausendmal mehr Ahnung von haben (und es eh schon sehr spät ist für mein Hirn). Mir ging es wirklich nur um die Tatsache, dass das was was hier so abwertend als positives (= grenzenloses in manchen Augen) Training dargestellt wird keines ist (zumindest kein vernünftiges). Meine (pos) Meinung über den Zwinger habe ich ja schon geteilt.

    OT

    Ich finde es sehr schade wie hier immer wieder Seitenhiebe gegen das positive Training ausgeteilt werden.

    Und bevor jetzt wieder mit Facepalms um sich geworfen wird:

    Nein. Wir können nicht nur blöd mit Leckerli um uns werfen und ja unsere Hunde kennen auch Grenzen.

    So einen Mist darf ich mir tagtäglich anhören und ich war eigentlich der Meinung das Forum ist da etwas aufgeklärter.

    Und stundenlang in Boxen einsperren tun wir unsere Hunde auch nicht weil wir ansonsten zu doof wären Grenzen zu setzen. Wenn das ein Trainer geraten hat dann ist das schlicht ein schlechter Trainer und hat nichts mit gutem sinnvollem und wissenschaftsbasiertem Training zutun.

    Ich schreibe das extra ins OT aber es ist mir dennoch ein Anliegen es zumindest einmal zu erwähnen falls Menschen mitlesen die dadurch ggf. verunsichert sind.

    Und ich sage nichtmal dass das unbedingt bei jedem Mensch/Hund Team funktioniert (bitte, trainert wie ihr möchtet 🤝 und das komplett ernst gemeint) aber diese haltlosen Vorurteile müssen echt nicht sein. Befasst euch doch erstmal vernünftig damit bevor ihr darüber urteilt :-) und das ist auch ohne jegliche Ironie geschrieben sondern komplett wohlwollend.

    Den Hund machen lassen was er will und Kekse rein rein rein hat absolut gar nichts mit strukturiertem pos. Training zutun.