Ruby und Kinder ist ja so ne Sache, das wusste ich bzw hab ich akzeptieren gelernt und nach ein paar blöden Vorfällen (Kinder sind halt unberechenbar, mei) die dann beim letzten Mal mit nem Knurrer und gehemmtem nach vorne gehen von Ruby quittiert wurden bin ich die strikte Vermeidungsschiene gefahren. Kinder immer gut im Blick im Park, Stadt etc (ey so schnell kann man manchmal gar nicht schauen, wahnsinn wie flink die sind) großzügig ausweichen, Streichelanfragen konsequent verneint usw.
Auch Maulkorb wenn ich wusste wir sind heut wegen Nichte und Neffe auf nem Spielplatz oder so.
Bei meinem Patenkind war es mir natürlich besonders wichtig dass es niemals nicht zu irgend ner doofen Situation kommt (ich rede dabei gar nicht unbedingt von nem Beißvorfall, für mich fängt ne ungute Situation da schon weit früher an aber da werdet ihr mir sicher alle zustimmen).
Also war mein erstes Ziel dass Ruby merkt dass sie nix mit dem Kind zutun haben muss, mein Patenkind lässt sich da gottseidank auch sehr gut anleiten und auch die Eltern haben zu meinen Gunsten mitgewirkt was ich enorm schätze (ist ja wirklich nicht selbstverständlich).
Hab sie auf der Terrasse abgetrennt, Ruby zur Not auch mal ins Zimmer usw.
Die Devise war quasi dass das beste Training das ist wo es gar nicht erst zu doofen Situationen kommen muss.
Dann Leckerli geschnappt, viel Platz gelassen für Hund und Kind und strikte Regeln (Hund wird niemals festgehalten etc). Ganz kurze kleine Einheiten und Ruby auch immer wieder hochfrequent fürs weggehen geclickert. Leckerli beim Kind, Leckerli weg vom Kind in die Wiese werfen usw.
Was soll ich sagen? Es hat SO GUT funktioniert.
Hand von Kleinkind führte bei Ruby (auch beim Patenkind) sofort zur "Gegenwehr". Nicht ernsthaft, kein Kontakt zur Kinderhand, aber die Tendenz zum Abschnappen war definitiv da. Es war einfach ne enorm hohe Anspannung in ihrem Körper. Fiddeln ist auch möglich aber bei dem massigen Körperbau ist das für ein Kind auch nicht lustig wenn dir das Köterli plötzlich röchelnd im Gesicht hängt. Sie war einfach unbeholfen aber stets immer nach vorn gehend.
Und heute fasst das Kleinkind nachdem wir wieder eine Leckerlieinheit hatten blitzschnell unbemerkt ans Hundeköpfchen und was macht Ruby? SIE WEICHT AUS 
Das ist für Ruby ne krass gute neue Leistung!
Ich das natürlich sofort gemakert und dem (etwas traurigen) Kind (und auch den Eltern), erklärt dass das super ist und warum das so super ist. Einheit selbstverständlich danach auch beendet.
Nach so wenigen Tagen so einen Fortschritt hätte ich nicht erwartet. Generell gab's noch mehrere Situationen die mir gezeigt haben dass Ruby Schritt für Schritt entspannter wird was das Kind anbelangt. Vielleicht wird sie ja doch etwas erwachsen und besonnener 
(Selbstverständlich gehe ich niemals nicht unnötige Risiken ein und zwinge niemandem den Kontakt auf weder Hund noch Kind, Ich fände es aber schön wenn Ruby lernen darf dass sie ausweichen kann. Immer. Einfach wenn DOCH MAL ne doofe Situation kommt. Ne Basis schaffen quasi. Ein (fremder) Kinderstreichelhund wird sie nie, das weiß ich und das akzeptiere ich vollstens und wenns nötig wird sie selbstverständlich mit Mauli abgesichert)