Beiträge von Yelly

    Wenn euch ein Welpe zu teuer ist

    Aber die Anschaffungskosten sind doch das allergeringste. Das ist doch mehr als ein Trugschluss zu sagen "2000 Euro sind mir zu teuer also hole ich einen Hund für 450 Euro ausm Tierheim".

    Und dann?


    Aber man darf nicht immer davon ausgehen, dass man gleich mehrere Tausend Euro liegen lässt

    Aber WENN es passiert dann stehst du da.

    Es bringt doch nix Tag ein Tag aus zu bangen dass nix passiert weil man im Zweifelsfall kein Geld hätte den Hund zu versorgen. Bitte nicht!

    Sie ist noch jung, sie ist ein Teenager und sie will einfach haben

    Genauso kommt es für mich auch rüber. Nicht böse gemeint aber wenn man Ausreden findet nicht im Tierheim mitzuhelfen kann das ernsthafte Interesse an Hunden ja nicht soooo groß sein. Hauptsache haben haben haben.

    Ich hab zu Beginn 3 mal wöchentlich das Katzenhaus geputzt (das war wirklich keine schöne Arbeit musste aber halt eben gemacht werden) und als "Belohnung" durfte ich dann mit den unkomplizierten Hunden etwas Zeit verbringen, so bin ich reingewachsen.

    Man kann auch übrigens einfach "nur" Gassigehen im TH, nix mit Pipi wegmachen usw. Meist bedarf es dafür einer kleinen (kostenlosen) Schulung. Das wäre doch etwas, aber je nach TSV braucht sie dafür ein entsprechendes Alter, ansonsten könntet ihr das ja aber auch zusammen machen.

    "Herz brechen" sehe ich hier auch nicht, es hindert sie ja niemand daran jeden Tag (je nach Tierheim natürlich) vorbeizugucken und zu helfen :-) oft ist es dann auch so dass man "seinen" Hund zum ausführen bekommt wenn Gassigänger und Hund sich einmal aneinander gewöhnt haben. Das ist eine tolle Erfahrung!

    Kannst ja hier mal querlesen was so seit der Erhöhung der GOT allein schon beim Impfen oder mal ner Behandlung einer kleineren Wunde auf euch zukommen kann, es müssen ja nicht immer die großen Sachen sein, selbst die normalen Dinge die ein Hund halt so hat können gewaltig ins Geld gehen.

    Gast87998
    16. Juli 2024 um 09:08

    Aber sie hat mir erklärt, dass ein Welpe zwischen 600 und 800 € kostet

    Niemals! Nein, da hat sie sich wirklich nicht gut informiert.

    Bitte bitte spart nicht an der Anschaffung.

    Im Mietvertrag steht dass Kleintiere in den Wohnräumen erlaubt sind

    Das sind die üblichen Klauseln und nein mit Kleintieren sind keine Hunde gemeint, ich würde das definitiv vorher schriftlich mit dem Vermieter geklärt haben wollen.

    Aber meine Tochter möchte unbedingt einen Welpen, weil sie meint die kann man besser erziehen und mit denen kann man später mehr machen

    Ihr scheint beiden gleichermaßen keine realistische Vorstellung von Hundehaltung zu haben.

    "Will unbedingt einen Welpen" hätte damals von mir kommen können ist aber eher so ein "ohhhh ein Welpe wie niedlich" und hat nicht immer rationale logische Gründe. Bleib da realistisch und lass dich von deiner Tochter nicht so sehr einwickeln.

    Sind wir mal ehrlich: ihr werdet sowieso so so viele Fehler bei der Erziehung machen und ein Welpe ist auch KEIN unbeschriebenes Blatt. Bei einem erwachsenen Hund aus dem TH weiß man hingegen ungefähr was man bekommt.

    Hunde lernen lebenslang, der Aussage deiner Tochter möchte ich also vehement widersprechen. Niemand redet ja davon dass ihr einen verhaltensauffälligen Hund adoptieren sollt.

    Meine unkomplizierteste Hündin hatte ich mit 8 Jahren aus dem Tierschutz geholt und meine größte Baustelle kam mit zarten 20 Wochen zu mir.

    Es gibt da einfach keine pauschale Antwort zu.

    Zu deiner Kostenfrage: Im Tierschutz zahlt man eine Schutzgebühr und die liegt schon eher in dem Preisrahmen den dir deine Tochter erzählt hat.

    Aber wie gesagt, das ist alles nichts gegen die laufenden Kosten.


    Wenn du finanziell nicht gut dastehst würde ich von Tierhaltung absehen. Das ist nicht böse gemeint... Du kannst ja hier in der Rubrik Gesundheit mal querlesen da sind echte Leute mit echten Rechnungen.

    es ist überhaupt nicht sicher, dass deine Tochter in der Nähe einen Studienplatz bekommt.

    Naja je nachdem. Fachhochschule und Studiengang ohne NC / bestimmte Zugangsvoraussetzungen bekommst du sicher einen.

    Aber das wissen die beiden sicherlich wie da die Chancen stehen, wollte nur sagen dass das nicht unüblich ist bei mir war sowohl der wirtschaftliche als auch der technische Studiengang komplett frei.

    Was mich doch etwas schockiert sind Preise von 2000€? Meine Tochter hat mir Border Collie Welpen gezeigt für 800€. Ist das so rassenabhängig?

    Gebrauchshunde sind oft günstiger als die üblichen Begleithunde, dafür gibts viele Gründe. 2000 Euro erachte ich mittlerweile als normal (mein Kooiker hätte 2500 gekostet)

    Ich rate euch v.a. als Anfänger DRINGEND dazu keinen dahergelaufenen Welpen von ebay zu holen, das kann bei "normalo" Hunden schon in die Hose gehen und bei einem Spezialisten wie dem BC erst recht.

    Bitte geht über den VDH, sucht dort nach den jew Rassen und nutzt die Umkreissuche.

    Ich würde keinesfalls bei der Anschaffung sparen, das ist ein Witz gegen die Kosten die im Laufe des Lebens auf euch zukommen werden (auch hier: kleiner Hund, geringere Kosten). Man muss dazu sagen dass Vermehrer (also unseriöse "Züchter") oft auch gar nicht viel billiger sind ... also lasst das gleich bleiben draufzahlen werdet ihr in irgend ner Weise dann sowieso (schlechte Sozialisierung, fehlende Gesundheitsuntersuchungen, Gendefekte,...)

    Außerdem ist unerlässlich dass ihr mal ein realistisches Bild von Hunden bekommt denn wenn ich:

    Die sind dann doch Freunde?

    Das lese merkt man das wiederum:

    Mir fehlt sehr viel praktisches Wissen

    Es gibt Genetik bei Hunden, Umwelterfahrungen, Erziehung aber eben auch den individuellen Charakter (wie bei Zwillingen die eben trotz gleicher Genetik und Erziehung unterschiedlich sind).

    Meine Hündin bspw ist ne Rasse die eigentlich bekannt dafür ist als Familienhund angeschleppt zu werden, Kinder mag sie trotzdem nicht aber ich kann sie mittlerweile (das hat gedauert ich war eben auch neu auf dem Gebiet) so anleiten dass alles harmonisch abläuft.

    Bezahlen würde ich natürlich das nötigste, aber wenn ich mehrere 1000€ für Tierarzt lese, frage ich mich schon ob das normal ist?

    Ohh das ist mehr als normal. Ich empfehle mittlerweile eine Vollversicherung und bei mir wird auch nie wieder ein Hund ohne einziehen.

    Ich erzähle immer wieder "gerne" von dem Hund der einen Verkehrsunfall hatte und nach 2 Wochen mit einer Rechnung von 29000 Euro aus der Klinik kam.

    Sowas ruiniert dich im schlimmsten Fall. Versichert den Hund!

    Natürlich gibt es sie... die quietschfidelen Hunde die nie (wobei ich das bezweifel) etwas haben. Aber oft haben Hunde eben doch etwas (so wie auch Katzen) und die Besitzer lassen es nur nicht abklären... "jaja früher ist man auch nicht wegen jedem Pups zum TA gerannt".

    Aber dass es extrem teuer werden kann WENN man seinen Hund adäquat versorgt ist kein Geheimnis mehr.


    Ich möchte nochmal betonen: lass mal deine Tocher im Forum etwas querlesen. Sie wird wirklich viel mitnehmen können davon (mehr als auf TikTok wo es auf die Bubble ankommt in die sie reingerutscht ist).


    Und sicher werd ich gleich gehauen dafür, aber ja ich würde mich tatsächlich auch in die Malteserrichtung orientieren. FCI 9er, schaut da mal rein (bitte keine Qualzuchten!)

    Denn am Ende bist DU die, die im Ernstfall zwischen Hund und Kleinkind "vermitteln" muss und auch sonstige Verhaltensauffälligkeiten mitträgt.

    Das möchtest du nicht mit einem Spezialisten wie dem Border der dir Anfängerfehler (total normal und menschlich) eher nicht so gut verzeiht und irre schnell Verhaltensketten aufbaut.

    Wenn ihr nach Rassen sucht ist "verzeiht Fehler in der Erziehung" ein guter Anhaltspunkt nach dem ihr schauen könnt.

    Ihr müsst Abstriche machen bei euren Anforderungen, so oder so.


    (Übrigens gibt es natürlich bellfreudigere Hunde und weniger bellfreudige, aber da spielt tatsächlich auch viel Erziehung mit rein ob ein Hund nur moderat anschlägt oder sich komplett abschießt und dauerkkläfft, auch das Alleine bleiben ist hier ein wichtiger Punkt, nicht vernünftig aufgebaut kann es genau zu solchen Kläffanfällen kommen)

    Und ich frage nochmal: was möchtet bzw könnt IHR denn dem Hund bieten?

    Ich würde den ganz zu ein paar örtlichen Tierheimen übrigens auch noch nicht ganz streichen, viele Stellen sich die Welpenzeit romantischer vor als sie ist und so habt ihr ggf ein "fertiges" Exemplar vor euch und wisst was kommt. Obendrein gibt's nen Ansprechpartner.

    Das klingt großartig wie das bei dir gelaufen ist! Wirklich. Find ich echt super dass ihr da offenbar so ein tolles Team ward und du auch schnell ein Netzwerk hattest. Ich meine das völlig ernst :-) auch dein Verantwortungsbewusstsein scheint enorm zu sein und das schon in so jungen Jahren! Ich konnte kaum Sorge für mich selbst tragen...

    Man sollte hier auch unbedingt im Hinterkopf behalten dass sich für so ein Leben BEIWEITEM nicht jeder Hund eignet.

    Und manchmal sagt sich Abstriche machen so leicht aber beeinflusst u.U. massiv die Zukunft eines jungen Menschen.

    ICH hätte mir so ein Studi Leben wie du erzählst mit Hund innerlich gewünscht, meine Realität sah dann aber ganz anders aus und da hätte ich auch niemals Lösungen für finden können die meine Zukunft nicht gefährdet hätten und der Hund wäre auch niemals happy geworden. Und egal welchen meiner bisherigen Hunde ich gerade im Kopf hab... keiner hätte das leisten können (zugegeben hatte ich Hunde zum Ende meiner Studienzeit aber da hatte ich eine tolle Werkstudentenstelle und wohnte in einer "normalen" Wohnung mit meinem finanziell abgesicherten Partner dem auch die Hunde offiziell gehörten/gehören, desweiteren war es schon das 2. Studium und ich entsprechend älter)

    Ich weiß dass das alles sehr weit gesponnen ist ich möchte das in erster Linie nur wegen der TE angemerkt haben nicht weil ich denke dass du diese ganzen Eventualitäten nicht wüsstest oder so :-)

    Man kann seinen Hund im übrigen auch zum Studium/Ausbildung mitnehmen =)

    Klingt hier so ein wenig als wäre das die logische Schlussfolgerung dass der Hund im Elternhaus bleibt.

    Was ist an einem Umzug mit Hund anders wenn man arbeitet? Komischerweise kommt das Argument, dass man mit Hund schwieriger eine Wohnung findet, hier nie wenn erwachsen Menschen hier nach einem Ersthund fragen.

    Ich glaube dabei gehts eher darum dass ein Student / Azubi bedeutend anders lebt als ein fertig ausgebildeter Mensch der nen "normalen" Job hat.

    Ggf Wohnheim, nächtelang durchbüffeln, unvorhergesehene Arbeitszeiten, Minijobs, Studentenleben, Party, wenig Geld, Auslandsaufenthalte, Gap Years, Studium weit weit weg ohne Soziales Netz, Ein-Zimmer Wohnung, WGs, Prüfungsphasen,...

    Das sind alles Dinge die sein KÖNNEN und sich u.U. akkumulieren, daher lassen faktisch viele junge Menschen nunmal "ihre" Hunde der Einfachheit (und oft auch dem Hund zuliebe) bei den Eltern. NATÜRLICH gibts da Ausnahmen, klar.

    Aber das aufm Schirm zu haben schadet ja nicht :-)

    Wenn ich so an meine Studien- oder meinetwegen sogar die Oberstufenzeit zurückdenke welche beide echt noch vergleichsweise harmlos waren und weit weggezogen bin ich auch nie... huiui. Also nen Hund hätte es da DEFINITIV nicht gebraucht.

    ein bisschen beschützerisch

    klingt wie... "ein bisschen schwanger"

    Nein ernsthaft, bitte nicht. Jemand der so einen Wunsch äußert hat idR keine Ahnung was es bedeutet einen Hund dieser Sparte zu führen geschweige denn den Alltag (denn der wird 99% des Tages ausmachen gehe ich von aus?) zu bestreiten.

    Tiktok, ja... da sieht man dann natürlich die fertig ausgebildeten super duper Hunde und obendrein nur Momentaufnahmen, aber das weißt du ja sicher. Viele vergessen dass es neben solchen spektakulären Videos auch noch den Alltag gibt, und DER sollte im Idealfall passen zwischen Hund und Halter.

    Ich finde es übrigens sehr gut dass du dich hier angemeldet hast und fragst, ich würde das glatt auch deiner Tochter empfehlen hier mal quer zu lesen auch in den unterschiedlichen Rassethreads oder auch in der "Probleme mit deinem Hund" sparte, viele (menschliche) naive Gedanken über Hunde sind dann ganz fix ausgeräumt, gewisse "unwichtige" Vorlieben rücken in den Hintergrund und anderes in den Fokus was man ggf vorher gar nicht aufm Schirm hatte.


    obendrein lese ich viele Anforderungen die sie/ihr an den Hund ha(b)t ...

    Aber... was könnt bzw wollt umgekehrt ihr denn dem Hund bieten?