@Yelli: Du fragtest, wo sie sonst hinwill.
Nun, in die Strasse mit den 4 grossen Hunden.
Wäre doch ne super Gelegenheit das irgendwann (nicht jetzt) zu üben. Also das vorbeigehen dort ohne zu pöbeln.
Ich kenne das Dilemma, nicht falsch verstehen. Mein Hund hätte hier Wald und Wiese ganz für sich alleine + situationsbedingt Freilauf oder zumindest ne schleppende Leine.
Was macht sie? Sie zieht mich ins Dorf. Da wo ständig Kinder angerannt kommen, auf Rollern fahren, andere Hunde hinter Zäunen die bellen, Hundebegegnungen, Kühe und Pferde, andere Menschen die sich unterhalten möchten usw
Es hat mich zu Beginn auch echt genervt weil man ja als Mensch auch erstmal die Nerven dafür braucht "da durch" zu gehen.
Aber da sie sich wirklich ab und an (nicht immer) vehement in die Leine geworfen hat aufm Weg zum Feld hab ich situationsbedingt Kompromisse gefunden mit ihr die zb so ausgesehen haben:
- Wir gehen ins Dorf aber Nur ganz früh oder ganz spät so dass möglichst nix los ist
- Samstag vormittag? No way! Nur bis zur ersten Häuserreihe dann zurück, keine Diskussion.
- Wir gehen ins Dorf aber NUR an den Kühen vorbei (üben) und nicht noch an den Pferden (beides an einem Tag ist zu viel für sie gewesen)
- Wir gehen ins Dorf aber wir gehen die Nebenstraße, nicht die Hauptstraße
- Wir gehen ins Dorf ABER vorher nehmen wir einen Schlenker übers Feld mit wo sie erstmal die Beine lang machen kann
- Wir gehen ins Dorf aber nur an einem Pöbelzaun vorbei, danach gibt's nen Leckerliregen und es wird umgedreht
Mittlerweile ist das meiste davon überhaupt kein Thema mehr, selbst mehrere pöbelnde Hunde hintereinander schaffen wir problemlos ohne dass zurückgekläfft wird.
Wenn Sie ins Dorf will, können wir ins Dorf ohne dass ich ne Wissenschaft draus machen muss. Aber wir stünden heute noch da wo wir vor nem Jahr gestanden haben wenn ich es nie probiert hätte..
Verstehst du worauf ich hinaus möchte? Es gibt nicht immer nur schwarz und weiß bei Hunden :-)
Kompromisse haben uns hier sehr sehr weit gebracht und da sagt auch niemand was dagegen wenn du einen Teil des Futters draußen benutzt fürs Training
Das ist sogar recht logisch (man sollte ja auch bei sehr vielen Leckerli aufm Schirm haben dass man beim Hauptfutter dann u.U. was abziehen muss zwecks Kalorien)
Ein Hund der gestern Abend das Letzte mal gefressen hat, hat immer gleich viel Hunger.
ohhh dem möchte ich vehement Widersprechen. Generell vielem was du geschrieben hast aber das führt hier viel zu weit...
Hier funktioniert ja zb Futter zur freien Verfügung stellen auch.
Und für mich macht es einen Unterschied ob ich dem Hund explizit eine (auftrainierte) Aufgabe stelle und er als Konsequenz sein Futter bekommt (und nur dann) ODER ob ich ihm zumindest einen kleinen Teil seiner Ration BEDINUNGSLOS hinstelle und mich dann abwende und ihn "in Ruhe lasse" auch wenn er hier deiner Ansicht nach "einer Arbeit nachgeht" weil er aufstehen und hinlaufen muss. Einem kranken Hund würde ich das Futter ja bspw auch zur Not mit nem Löffel reinschieben, laut dir müsse er hier also auch "arbeiten" weil er das Maul aufmacht?