Beiträge von Ariodante

    Ich weiß, die Stiftung Warentest-Bewertungen haben hier wenig Reputation, aber ich meine mich zu erinneren, dass sie zu dem Ergebnis kamen, dass sämtliche getesteten Seniorenfutter nicht bedarfsdeckend seien. Ließ mich schon zweifeln, ob das eine so gute Idee ist.

    Das kommt dann sicher sehr auf die Marke an. Hab den Test zuhause von 06/2021. Es wurden nur 8 Sorten Senior Trockenfutter getestet. In der Rubrik "Ernährungsphysiologische Qualität" wo die Bedarfsdeckung geprüft wird haben zwei Sorten mit gut abgeschnitten (Purina und Select Gold), fünf Sorten mit befriedigend (Mera, Happy Dog, Bosch, Wildkind und Belcando) und eins mit ausreichend (Wolfsblut).

    Der Kalorienbedarf der meisten Hunde sinkt mit dem älter werden, weshalb Seniorenfutter etwas weniger Kalorien/moderatere Werte hat. Wenn das auf den eigenen Hund nicht zutrifft und mehr Kalorien benötigt werden, dann kann man ja ein anderes Futter wählen.

    Meine werdens brauchen, die neigen zum dicksein :grinning_squinting_face:

    Vielen Dank fürs Nachschauen!

    Das Seniorenfutter, das ich kenn, hat etwas moderatere Proteinwerte, hochwertiges leichtverdauliches Protein (weniger Innereinen/Bindegewebe), moderatere Fettwerte, Rohasche etwas geringe. Insgesamt moderater Kaloriengehalt.

    Werte aber nicht so niedrig wie bei einem Lightfutter.

    und das brauchen die dann auch dringend ?

    Ich weiß, die Stiftung Warentest-Bewertungen haben hier wenig Reputation, aber ich meine mich zu erinneren, dass sie zu dem Ergebnis kamen, dass sämtliche getesteten Seniorenfutter nicht bedarfsdeckend seien. Ließ mich schon zweifeln, ob das eine so gute Idee ist.

    Wie inkludierst du denn nonbinäre Kinder in „Schülerinnen und Schüler“? Ich hab dann gesagt „meine Schülerinnen, Schüler und Fox“…

    gar nicht, weil mir die sozusagen innere Identifizierung eines Menschen erst mal völlig egal ist, genauso, wie mir Religion egal ist. Es interessiert mich erst mal nicht, ob ein Mensch meint er sei weiblich, männlich, neutral oder was auch immer und ich verstehe auch nicht, warum man sich nur dann mit einbezogen fühlen kann, wenn man explizit mit seinen höchstpersönlichen Werten genannt wird.

    Biologisch mit entsprechenden Merkmalen gibt es nun halt mal Männlein und Weiblein.

    Also als Frau bin ja jahrzehntelang immer „mitgemeint“ worden und das war angeblich völlig normal, grammatikalisch zwingend und so weiter. Schön, dass sich das immer mehr ändert. Ich werde nämlich gerne gemeint statt unter ferner liefen auch noch da mitgemeint. Ich verstehe den Wunsch non-binärer Menschen, vorzukommen und finde es auch meist keinen Aufwand inklusiv zu sprechen. Bisschen Übungssache. Schön, nun, schön ist, was man gewohnt ist.

    Was ich sehr unschön finde, ist, dass in manchen Bundesländern Politiker*innen mir das in bestimmten Kontexten tatsächlich verbieten. Das sind wirklich Sprachverbote und nicht das, was die Man-darf-ja-nix-mehr-sagen-Klagen so denken.

    Wobei es natürlich ein paar Wörter gibt, die mittlerweile wirklich tabu sind und mit denen man sich (zurecht) sofort ins Abseits katapultiert. Verboten sind die als Beleidigung und Volksverhetzung, aber die Tatbestände sind ja nix Neues. Die Liste ist auch sehr kurz. Und wer sich dadurch eingeschränkt fühlt, solche eindeutig beleidigenden und menschenverachtenden Bezeichnungen nicht benutzen zu dürfen, je nun, das sagt viel über diese Personen aus.

    Mich nervt, wie Yelly, wenn alles in einen Topf geworfen wird, und mit „Verbot!“ und „Redefreiheit!“ gewedelt wird, wenn es um unsanktionierte Begrifflichkeiten geht. Niemand verbietet besagter Kollegin zu sagen, dunkelhäutige Babys seien süß. Aber es gehört zur Redefreiheit, dass andere die Formulierung infrage stellen können.

    Dass das alles nicht einfacher geworden ist, keine Frage. Inklusive Gesellschaften sind anstrengend. Ich finde das einen mühsamen, aber prinzipiell guten Weg.

    Ich denke, BettiFromDaBlock hat einen Punkt: Weiße Personen sind vielleicht nicht wirklich die beste Anlaufstelle, um die Aussage zu beurteilen.

    DAS ist eine rassistische Aussage. Also wenn weiße Menschen zB in gewissen ostasiatischen oder afrikanischen Ländern Rassismus erleben, sind sie trotzdem nicht in der Lage solche Aussagen zu beurteilen, weil die Hautfarbe dafür sorgt, dass sie dazu nicht im Stande sind oder wie genau meinst du diese Aussage? Denn dein Kriterium Rassismus beurteilen zu können ist ja offensichtlich die Hautfarbe und nicht die Frage ob diese Person schonmal Opfer oder zumindest direkter Zeuge von Rassismus war.


    So würde man nicht über weiße Babys reden.

    Falsch, so würde man in Zentraleuropa, wo weiß nunmal die vorherrschende Hautfarbe und damit der Standard ist, nicht über Babies reden. Hellhäutig ist hierzulande nunmal ein ziemlich nutzloses Kriterium um jemanden zu beschreiben, weil das auf die überwiegende Mehrheit zutrifft. Das ist genauso wie wenn ich nach Südostasien oder wo fliegen würde und dort eine Person die ich suche mit "hat (fast) schwarze Haare" beschreibe. Haben dort fast alle. Nutzloses Kriterium.
    Jetzt flieg mal nach Zentralafrika, wo dunkelhäutig der Standard ist, und unterhalte dich da mal über das gleiche Thema und sag mir was du feststellst.

    Ich habe ja nicht gesagt, dass weiße Personen sich grundsätzlich nicht äußern dürfen oder gar nicht kompetent in der Frage sind. Ich finde aber eine Standard-Situation, in der weiße Personen zusammenkommen und diskutieren, ob ein Sachverhalt rassistisch ist, schon etwas seltsam, vor allem, wenn rauskommen sollte, nee, nicht rassistisch, alles tutti! Weiße sind hierzulande nun einmal nicht von strukturellem Rassismus betroffen, und ernsthafte Erfahrungen mit strukturellen Rassismus in anderen Kontinenten dürften die allerwenigsten gemacht haben. Und das ist doch die Ausgangssituation, die fragliche Bemerkung ist hier gefallen, der Kontext ist zentraleuropäisch, und ich fand, an der Bemerkung „vielleicht bin ich zu weiß, um das zu beurteilen“ (aus dem Gedächtnis zitiert), ist was dran. Dabei geht es nicht um die Hautfarbe, sondern um die Erfahrungen, die man aufgrund der Hautfarbe hier (!) macht. Und die unterscheiden sich fundamental von den Erfahrungen von PoCs. Mehr meinte ich gar nicht.

    Den Vergleich mit der Beschreibung eines Menschen als schwarzhaarig in Zentralasien sehe ich nicht. Es ging ja nicht um eine sachliche Beschreibung zur Identifikation einer Person, sondern um eine Bewertung eines Personenkreises aufgrund eines äußerlichen Merkmals. Und da bleibe ich dabei: Sounds like Exotismus und daher schon nicht unproblematisch.

    Ich habe eine Arbeitskollegin, die sehr häufig betont, wie niedlich sie dunkelhäutige Babys findet. Ein Kollege hat nun die Diskussion aufgebracht, dass diese Aussage rassistisch sei. Ich bin da hin- und hergerissen. Einerseits ist mit dieser Aussage ja keine Diskriminierung oder Benachteiligung verbunden, andererseits gibt es ja auch positiven Rassismus. Ich muss sagen, ich hatte bei der Aussage bis jetzt auch immer so ein „Naja, hm“-Gefühl, kann es aber nicht wirklich benennen, was mich an der Aussage stört. Vielleicht, weil so klar auf die Hautfarbe reduziert wird. Aber eigentlich ist die Aussage ja nichts Schlechtes.

    Wie sehr ihr das? Tatsächlich problematisch oder kein Problem?

    Ich denke, BettiFromDaBlock hat einen Punkt: Weiße Personen sind vielleicht nicht wirklich die beste Anlaufstelle, um die Aussage zu beurteilen.

    Das Naja, hm-Gefühl kann ich nachvollziehen. Zum einen fasst es sämtliche dunkelhäutigen Babys zusammen. So würde man nicht über weiße Babys reden. Das ist in der Regel differenzierter (ein süßes Beispiel wurde hier genannt: Babys mit Korkenzieherlöckchen. Das ist schon ziemlich spezifisch, nicht hellhäutige Babys, nicht blonde Babys, sondern mit Löckchen.) Zum anderen schwingt da ein gewisser Exotismus mit, ein „Othering“, und da betritt man m.E. den Bereich des Rassismus.

    Ruby auch, wenn wir hin und Rückweg gehen untersucht sie auch und markiert auch nicht drüber (was sie sonst immer tut)

    In einem Podcast von Kate Kitchenham hieß es mal, Hunde würde sich selbst über den Geruch an den Pipistellen erkennen (statt im Spiegel), was daran ablesbar sei, dass sie Pipistellen, die ohne Wissens des Hundes mit ihrem eigenen Urin markiert würden, schnell übergehen würden, so nach dem Motto, ach, das bin ja ich, uninteressant. Wenn ich das richtig im Kopf habe.

    Lilly bleibt aber auch an ihren eigenen Markierungen total kleben, und ich habe mich immer gefragt, ob Lilly zu dumm ist, sich selbst zu erkennen (durchaus eine valide Hypothese) oder ob sie eine kleine Narzisstin ist, wie diese Leute, die in der Videokonferenz die ganze Zeit ihr eigenes Bild anstarren.

    Bin etwas beruhigt, dass andere Hunde das auch machen.

    Und vielleicht sollte ich den Podcast besser nochmal nachhören.