Wenn jemand nen unkomplizierten, netten, nicht wachsamen und nicht jagende, wenig eigenständigen Hund sucht passen die halt gar nicht.
Warum will man einen Hund, wenn man keine hundischen Eigenschaften will?
Das ist doch das eigentliche Problem: Man will halt, aber ohne die Konsequenzen. Auch die ganzen wuschligen Begleithunde sind nicht eigenschaftslos. Aber die kann man halt problemlos an der Leine halten und sich drüber lustig machen. Ebenso die Kurznasen.
Solche Leute sollten sich besser ein Plüschtier kaufen - gibt es mittlerweile doch auch als Roboter, der auf Emotionen reagiert. Da braucht man kein Lebewesen zu missbrauchen.
Wenn ich als überzeugte Begleitwuschel-Halterin mal intervenieren darf:
Ich wollte in der Tat einen unkomplizierten, netten, nicht wachsamen, nicht jagenden Hund. Hab ich bekommen, und Lilly ist wahrlich nicht weniger Hund als eine Jagdsau oder ein unerzogener Hütehund. Die Wunschliste ist für mich weitgehend die Definition von Begleithund und nicht von „keine hündischen Eigenschaften“.
Und ja, ich wollte einen Hund, den ich problemlos an der Leine halten kann, woher sollte ich als Anfängerin wissen, ob ich das mit der Erziehung hinkriege? War in ihrer Pöbelphase sehr praktisch. Ich finde es angenehm, mich bei sowas auf das Training konzentrieren zu können und nicht darauf, keine Gefahr für die Umwelt zu werden.
Einzig nervig an der Begleithundehaltung sind manchmal die blöden Vorurteile, aber immerhin hat mir im real life noch niemand vorgeschlagen, mir einen Plüschhund zu holen.