Hätte deinen Text auch sehr gerne gelesen. Trotzdem danke für das Video. Es beschreibt perfekt, was ich auch bei den Tierärzten in meiner ehemaligen Praxis erlebt habe. Es ist wirklich Wahnsinn, was ihr da täglich kopfmäßig leistet. An so vielen Stellen gleichzeitig zu sein - gedanklich und physisch. Dieser ständige Druck - von innen und von außen. Die vielen Bereiche, die ihr abdecken müsst. Das ist wirklich beeindruckend und ich habe mich an besonders stressigen Tagen immer gefragt, wie ihr das tagtäglich schafft.
Beiträge von Mulmi
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Ja, ich denke das ist echt auch nochmal stark davon abhängig in welcher Praxis man ist. Super, dass es bei euch so läuft
Ich hätte sehr gerne mehr gemacht und hab auch oft danach gefragt aber leider standen meistens andere Dinge im Vordergrund. Es reizt mich ja schon auch nochmal in eine andere Praxis reinzuschauen aber das wird jetzt OT. -
Ich muss jetzt auch mal noch meinen Senf zu der Sache dazugeben. Ich bin gelernte TFA und möchte auch Veterinärmedizin studieren. Ich arbeite aktuell nicht in meinem Beruf. Nicht, weil er mir nicht gefällt, sondern weil ich hier schlicht und einfach nur schwer davon leben könnte. Stattdessen arbeite ich aktuell als ungelernte Arbeitskraft wochenweise in einer großen Firma und verdiene dabei das Doppelte. Das kann es doch nicht sein? Meine ehemaligen Kollegen können auch nur unter besonderen Voraussetzungen von dem Gehalt leben. Eine hat einen gut verdienenden Mann, die andere wohnt im Haus der Eltern, die nächste muss nur Nebenkosten zahlen, da die Wohnung Angehörigen gehört. Anders geht es meiner Meinung nach bei den aktuellen Mietpreisen und Lebenskosten hier in Süddeutschland nicht - vor allem, wenn man noch Tiere hat. Das ist sicher in vielen Berufen ein großes Thema, aber hier MUSS sich etwas ändern. Meine ehemalige Praxis hat so massive Probleme ausgelernte TFAs zu finden und es wird immer schlimmer.
Ich denke ein Problem hier ist, dass man in der Ausbildung eigentlich super viel lernt aber im Vergleich dann recht wenig machen darf. Ein guter Freund von mir ist MFA und hat nur gelacht über meine alltäglichen Aufgaben in der Praxis. Ich kann da nur über meine Erfahrungen sprechen und in anderen Praxen läuft es vielleicht anders, aber würde das Potential einer TFA ausgenutzt werden können, wären die Arbeitgeber sicher auch zu höheren Gehältern bereit. Wir dürfen ja nicht mal impfen, ohne, dass ein TA daneben steht…
Und da kommen wir zu meinem nächsten Punkt: Diese elende Bürokratie in Deutschland und die ganzen - zum Teil wirklich fragwürdigen -Regelungen, die von Menschen aufgestellt werden, die vom realen Leben - geschweige denn von der Veterinärmedizin- nicht die leiseste Ahnung zu haben scheinen. Und es wird immer kurioser. Was ich da alleine in den 2 Jahren Ausbildung mitbekommen habe… Kein Wunder hat da keiner mehr Lust zu Praktizieren und erst recht eine Praxis zu führen, wenn man nicht mal so behandeln darf, wie man könnte und dazu noch drölfzig Dinge beachten muss, damit man auch ja kein Gesetz verletzt. Wie mein ehemaliger Chef immer sagte: Als Tierarzt stehst du immer mit einem Bein im Knast. Dass da auf viele Sachen geachtet werden muss ist logisch aber manchmal frage ich mich auch, wer auf die teilweise gruseligen Vorschläge da kommt.
Zuletzt möchte ich noch anmerken, dass der Weg zum Tierarzt wirklich beschwerlich ist und es angesichts des Tierärztemangels vielleicht sinnvoll wäre, da etwas zu lockern. Ich war auf meiner Berufsschule in einer gesonderten Klasse für Abiturienten, viele mit der Absicht im Anschluss zu studieren. Von uns allen hat kein einziger einen Studienplatz bekommen. Trotz nicht ganz schlechtem Abitur, teilweise noch TMS und abgeschlossener Ausbildung in der Tiermedizin. Das Studium ist nur an 5 Standorten in Deutschland möglich. An 5! Das muss man sich mal vorstellen…
Was wir als Tierbesitzer tun können? Uns in Geduld und Verständnis üben. Ich möchte hier nicht generell sprechen aber es ist wirklich eine Unverschämtheit, wie man von manchen Besitzern behandelt und hingestellt wird. Wir tun unser Bestes und es geht manchmal eben einfach nicht noch schneller. Wenn ich zum Arzt gehe, ist es für mich ganz normal, dass ich dort bis zu 2 Stunden und auch mal länger warten muss, wenn viel los ist. Wenn Frau Müller mit ihrem Fiffi an einem Freitag plötzlich unangemeldet vor mir steht, weil Fiffi ja seit 3 Wochen furchtbaren Durchfall hat und jetzt ja das Wochenende kommt, versuche ich mein Bestes um sie noch irgendwie in den sowieso schon total überfüllten Terminkalender reinzuquetschen, nur um dann letztendlich noch blöd angepampt zu werden, weil sie ja jetzt schon eine Stunde warten muss. In der Behandlung fällt der Guten dann noch ein, dass sie ja noch bitte die Krallen geschnitten haben möchte und ein Blutbild könnte man ja auch mal wieder machen. Hallo? Gehts noch?
Ein paar nette, verständnisvolle Worte sind da so viel wert. Natürlich ist es auch schön, wenn ein Tierbesitzer mal ein kleines Dankeschön vorbeibringt aber ein einfaches „Danke, dass ich noch kommen durfte.“ oder „Es ist kein Problem, dass es etwas länger gedauert hat. Wenn wir einen Notfall haben, möchten wir ja auch, dass uns geholfen wird.“ kosten niemanden etwas.
Alle versuchen nur ihr Bestes, viele sind aktuell am absoluten Limit und ich finde Vorwürfe und Schuldzuweisungen sind da einfach unangebracht und Treiber der Abwärtsspirale. Ich weiß es ist manchmal schwierig, gerade wenn es um das geliebte Tier geht aber bitte einfach immer bedenken: Niemand möchte euch oder eurem Tier etwas Schlechtes, sonst wäre er sicher nicht in diesem Berufsfeld.
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Ich glaube wir sind endgültig in der Pubertät angekommen. Seit 2 Tagen ist der Herr echt anstrengend. Draußen ist er total aufgeregt und nur am Rumschießen und Dinge aufsammeln. Drinnen kommt er auch schlecht zur Ruhe, dabei hatten wir damit noch nie ein Problem. Gestern hat er seit langem mal wieder furchtbar geweint, als ich ihn alleine gelassen habe. Gerade sitzt er neben meinem Bett, starrt mich an und macht seltsame Geräusche
Er war draußen und hat gefressen. Ich weiß nicht, was er möchte und ich glaube er weiß es selbst auch nicht
Naja, geht vorbei 
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Jazz dreht auch durch bei Regen. Wasser ist einfach voll sein Element egal ob von unten oder von oben oder von allen Seiten
Er liebt es in Pfützen zu springen und wenn ihm Wasser ins Gesicht spritzt. Wenn ich die Badewanne ausspritze stellt er sich immer daneben, damit er auch ein paar Spritzer abbekommt 
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Ich habe jetzt nicht alles genau gelesen aber ich kann dich sehr gut verstehen. Meine Hündin zog ein da war ich 15 und sie war ein totaler Hibbel. Ich dazu super perfektionistisch und selbst oft überfordert in sozialen Situationen. Ich habe eine große Familie und es gibt regelmäßig irgendwelche Familienfeiern. Zudem sind bei uns oft Freunde zu Besuch. Dabei waren Besuche bei Familie und Freunden jedes Mal die Hölle, genauso wenn Besuch zu uns kam. Mein ganzes Umfeld hat leider wenig bis keine Ahnung von Hunden und es war und ist auch oft noch super anstrengend. Ich weiß nicht, wie oft ich kurz vor dem Weinen war, weil mal wieder jeder genervt von Yuna und mir war. Damals war ich oft wütend auf meine Familie und meine Freunde und manchmal bin ich das auch heute noch aber ich habe über die Jahre gelernt, die Gegenseite zu verstehen. Für Nicht-Hundemenschen ist es eben einfach seltsam und nervig, dass wir nichts anderes im Kopf zu haben scheinen, als unsere Hunde. Sie kennen dieses Verantwortungsgefühl nicht und interpretieren das Verhalten des Hundes oft völlig falsch. Dafür kann niemand etwas und ja, es würde allen Seiten helfen, wenn die Menschen mal wirklich zuhören- und versuchen würden zu verstehen aber es sind eben Menschen und das ist leider eher selten

Ich mache mir inzwischen viele Gedanken, wann und wohin ich welchen Hund mitnehme. Für Yuna ist es einfach meistens Stress und ich tue ihr einen größeren Gefallen, wenn ich sie öfter Zuhause lasse. Wenn ich weiß, dass bei einem Treffen hauptsächlich tolerantere Menschen mit Hundeverstand dabei sind, kommt sie auch mal mit aber dann muss ich mir sicher sein, dass ich mich zur Not ausschließlich auf meinen Hund konzentrieren kann. Ich lasse mich leider leicht von blöden Kommentaren stressen und dann schaukeln wir uns gegenseitig hoch. Jazz ist in der Hinsicht sehr viel unkomplizierter und dementsprechend viel mit dabei. Er hat noch nie jemanden gestört, weil er sich einfach hinlegt und schläft. Dafür bleibt er eher mal Zuhause, wenn ich mich mit jemandem zum Spazierengehen treffe, weil er dort noch mehr Aufmerksamkeit von meiner Seite aus benötigt. Yuna dagegen läuft draußen problemlos nebenher.
Jazz bleibt auch noch nicht so wirklich entspannt alleine, weshalb er wirklich viel mit mir unterwegs ist. Für ihn ist das stressfreier und er macht das wie gesagt auch wirklich gut. Wenn er nicht mit kann, plane ich gleich von Anfang an so, dass er nicht allzu lange alleine ist.
Wenn ich doch mal einen Hund in eine für uns blöde Situation mitnehmen muss, versuche ich immer unsere Aufenthalte möglichst kurz zu halten, bevor wir oder unser Umfeld eine doofe Erfahrung machen. Ich setze inzwischen super viel auf Stressvermeidung und versuche sowohl den anderen Anwesenden, als auch dem Hund gegenüber fair und positiv zu bleiben und wenn das bedeutet, dass ich uns aus der Situation nehme, dann ist das eben so
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die eigene Stimmung gegenüber dem Hund extrem viel ausmacht. Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, mach dein Ding und versuche zu verstehen. Du wirst sehen, das wird mit der Zeit und irgendwann kannst du besser damit umgehen 
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Bin heute sehr stolz auf meinen Zwerg
Wir waren auf dem 60. Geburtstag meiner Tante und er hat es soo toll gemacht, obwohl es echt mega laut, eng und anstrengend war. Er hat fast die ganze Zeit verschlafen, war nett zu den Kindern und die Mehrheit der Gäste hat nicht mal gemerkt, dass ich einen Hund dabei hatte 
Rausgeputzt
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Ja, das ist kein Problem, er ist zu 95% im Freilauf

Dann werden wir mal damit starten, ich denke das passt für mich auch erst mal
Danke dir! -
Wie viel bellen denn Eure Hunde so? Also klar, es kommt auf die Umgebung und die Anlässe an...
Yuna (Australian Shepherd, 5 Jahre) ist und war schon immer vergleichsweise laut. Sie bellt wenn es klingelt, beim Arbeiten, bei Frust, bei Aufregung und sie meldet bestimmte Geräusche. Außerdem verbellt sie Tiere und Menschen, die sich nicht so verhalten, wie Madame es gerne hätte
Hat sie sich mal „eingebellt“ ist sie schwer wieder rauszuholen. Sie bellt nicht soo oft aber wenn dann richtig. Wie oft am Tag kann ich gar nicht so genau sagen, ist sehr stark vom Tag abhängig. Wenn wir nur Zuhause und normal Spazieren sind aber nicht öfter als 2-4x täglich.Jazz (Border Collie, 9 Monate) bellt höchst selten. Ich denke, wenn er die ersten Monate nicht mit Yuna zusammengelebt hätte, würde er vielleicht gar nicht bellen. Wenn er sehr aufgeregt ist (z.B. wenn ich nachhause komme) macht er einen Ton, den man vielleicht als Bellen identifizieren könnte aber es hört sich sehr lustig an. Er „bellt“ an einem normalen Tag maximal 1x. Dafür ist er sonst aber recht gesprächig und macht viele seltsame Geräusche. Piepst, grunzt, schreit - was man eben so macht als Hund

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Ach krass, Jazz hatte mit 5 Monaten noch so viel Blödsinn im Kopf, das wäre undenkbar gewesen. Auch von der Koordination her - ich war froh wenn er mal ein paar Meter anständig geradeaus traben konnte

Er ist jetzt 9 Monate alt (Border Collie), meint ihr da kann ich langsam anfangen? Ich bin gerade selbst nicht so in Topform, deshalb wäre es sowieso eher langsam und mit vielen Pausen. An Koordination und Muskelaufbau arbeiten wir parallel aber er ist und bleibt einfach ein Körperklaus (da passen wir gut zusammen) und ist auch noch ziemlich schlaksig
