Trotzdem hilft ja nur dranbleiben, Geduld haben, Wiederholungen immer wieder und vor Allem im positive Mindset bleiben, nicht "böse" oder genervt sein, einfach neutral korrigieren mit "äh äh äh" und dann fröhlich weiter.
Jein. Also klar sollst du dem Hund keinen Schaden zufügen oder gar in die Seite treten (WTF ist das für eine Trainerin, kann man die melden?).
Aber Darko z.B. hat sich mit guter Laune nettem "eh eh" sowas von gar nicht vom Ziehen abhalten lassen.
Da half nur 101% Konsequenz, mit Bein/Körper blocken (nicht treten/drohen), bei zu viel Energie diese erst mal wartend aussitzen und ihm deutlich sagen, was nicht erwünscht ist, verschiedene Modi aufbauen.
Der Rest sind bei uns so vermeintliche "Kleinigkeiten", die aber ganz viel ausmachen:
Häuslicher Bereich, in Ruhe starten, nicht schon von Wohnungstür bis Straße zerren lassen, ich selbst darf nicht gehetzt-gestresst ins Training starten, für den Anfang nur mit 1-2 festen Leinenlängen arbeiten, nicht den Arm als Leinenverlängerung einsetzen (das hat neulich auch jemand geschrieben, das hat bei Darko ultra viel ausgemacht - flying-paws oder), meine eigene Körpersprache beachten, ihm ein Signal geben bevor er ins Leinenende rasselt etc.
Modus Halsband:
Kurze Leine, er hat bei mir auf Beinhöhe zu laufen, kein Schnüffeln/Pinkeln/Stehenbleiben. Mitten in der Großstadt braucht man das einfach manchmal, er kann bei zu viel Freiraum nicht gut vernünftige Entscheidungen treffen und mit Mister Schnüffelnase käme ich nie schnell von A nach B.
Modus Geschirr:
Diverse Leinenlängen von 1-30m, er darf gehen, schnüffeln, gucken usw. wie er will, solange er nicht einfach stehen bleibt.
Signal "off" entlässt ihn in Freizeit, wo er stehen bleiben, pinkeln und machen darf wie er will.
Manchmal soll er ruhig Raum haben, aber nicht alles anpinkeln, daher die Trennung. Bleibt er wegen etwas Konkretem stehen (Schreck, Rufen oä.) ist das natürlich i.O., mir geht es da wirklich nur um plötzliches StehenbleibenmüssenweilganzwichtigeSchnüffelstelle und ich dann ruckartig in die Leine laufe etc.
Den Fußmodus habe ich erst in der Wohnung, dann im Garten, dann in unserer Straße usw. mit steigernder Ablenkung aufgebaut. Hochfrequentig belohnen, Futterhand nutzen, jedes an meinem Bein bleiben wird belohnt egal ob ich mich im Stand drehe, er sitzt oder geht.
Damit meine ich unser Alltagsfuß, nicht das UO-Fuß, ich habe nur für den Aufbau Elemente dessen übernommen.
Der Dio ist so fantastisch.
Das klingt wirklich großartig! ![]()
Eros muss sich also entscheiden, ob er zu Tony rennt, bei Herrchen bleibt oder Mutti folgt. Naaaaa…. Was tut er?
Darko hätte Tony gewählt, zu 100%.
Außer eine Sache - sie frisst draussen alles. Bevorzugt Moos, frisch gemähtes Gras, Stöcke und Pferde und Kuhhinterlassenschaften.
Erst mal gute Besserung!
Für die Zukunft würde ich mir eine Liste der umgebenden Praxen/Kliniken mit den jeweiligen Kontaktdaten anfertigen. Eure TA weiß sicher auch was.
Darüber hinaus würde ich mich mal bzgl. sogenanntem Anti-Giftköder-Training schlau machen. Dafür gibt es x Wege. Zusätzlich besorgt ihr am besten einen Maulkorb mit Fressschutz, schau mal hier:
Wo vernünftigen Maulkorb kaufen?
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Haben die sich abgesprochen? Die Extreme habe ich natürlich nicht auf Foto, nur ein Videoscreenshot:
Bei uns hat der Chip das Jagdthema deutlich angefacht. Er war in bestimmten Gebieten, wo eben viel Wild ist, quasi nicht ansprechbar. Spuren sind ja überall und die Rute war immer oben und er ist auf jeden Wildwechsel abgebogen. Von kleinauf gab es das "Raus da", dass er Wege nicht verlassen soll. In der Zeit war das mein Dauerspruch, quasi
.
Uiuiui... das habe ich bei Darko befürchtet und aktuell scheint sich tatsächlich das Jagdverhalten zu verstärken. Genau das, was mensch bei einem unabhängigen Terrierterror braucht ![]()
Erregung runterbringen ist meist einer der Schlüssel bei Leinenführigkeit.
Ich persönlich bevorzuge ja ein Training, dass sich auf das erwünschte Verhalten fokussiert und nicht das Ziehen in den Vordergrund stellt. Also eher präventives Vorgehen.
Klar, Aufregung ist ja oft ein Grund fürs Ziehen ![]()
Rein über Prävention bin ich nicht weitergekommen, wie setzt du hier dann an?
Ich weiß, das Thema wurde neulich zu Tode diskutiert, aber ich finde deine und Murmelchens Beiträge meist interessant. Uninteressant eher nur dann, wenn meine Voraussetzungen sich quasi komplett gegenteilig gestalten^^
Wir haben das Alltagsfuß über längere Strecken laufen aber überwiegend ohne Leine geübt.
Krass! Hier genau umgekehrt, da Darko fast nur in gesicherten Gebieten frei läuft. Aber ich vermute mittlerweile, so wie bei dir funktioniert es eher nur bei Welpen, die man von Anfang an hat ![]()
Der Unterschied, nachdem ich mit meinen Prüfungen durch war, war schon krass. Da hat mein Stress echt unheimlich auf sie abgefärbt.
Das ist normal!
Mir wurde das erst im Nachhinein bewusst, wie heftig ich Darko im ersten Jahr beeinflusst habe aufgrund meiner Erkrankungsausprägung inkl. Stress zu dem Zeitpunkt.
Das Hüpfen bekomm ich aber nicht raus, irgendwie ist das drin und wird auch nicht besser.
Hüpfen in zur Körpergröße relativ absurde Höhen kenne ich irgendwoher
Wo/wann hüpft deine denn und wie gehst du das an?
Ich finde das wie Leckerlis schnappend nehmen verhältnismäßig einfach zu trainieren. Könnte ich auch mal wieder auffrischen. *schielt zu Hüpfdoing*
Ausführung:
Spoiler anzeigen
Darko ist immer den Leckerlis/Spielsachen in der Hand entgegen gehüpft. Da half nur schneller sein als er und zeitig die Hand auf seiner Höhe positionieren. Wurde doch gesprungen, gab es die Belohnung erst, wenn er sich zurückgenommen hatte.
Gleiches auch beim Schnappschildkrötenpiranha-Modus. Da muss man ggf. experimentieren, wie das Leckerli am besten in der Hand liegt, sodass a) der Hund nicht dran kommt und b) es möglichst wenig weh tut.
Also abwarten bis der andere Hund vorbei ist, dann blitzschnell umdrehen und nach hinten seitwärts zum Hund springen. Da hat man viel weniger Hindernisse im Weg und der Klotz am anderen Ende der Leine braucht ne Sekunde länger, um gut zuzupacken!
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Das hat Darko auch gebracht. Lag aber an den Hunden, die von hinten zu uns gelassen worden sind. Bin ich schnell genug, blocke ich via Ausfallschritt nach hinten und laufe bestimmt weiter.
Wie oft ich am Anfang fast über meine eigene Füße/Leine/Hund gestolpert bin, erwähne ich lieber nicht...
Geklappt hat am Ende, als ein Baustein von vielen, weiter auszuweichen, größere Bögen zu gehen, den anderen Hund überhaupt nicht beachten, den Collie dafür freundlich fürs Nicht-Explodieren zu loben, die freie Hand wie eine Scheuklappe zu nutzen und auch die gewünschte Richtung damit zusätzlich vorzugeben.
Same here. Plus zügig vorbeigehen, die eigene Mentalität im "kein Kontakt" einfrieren und meine eigene Körperhaltung beachten.
Zitat von PaniniAllgemein gesehen schien mein Bauchgefühl damit aber richtig gewesen zu sein. Sie brauchte nicht mehr Ruhe, wie mir erst empfohlen wurde, sondern tatsächlich mehr Beschäftigung/Auslastung. Hab jetzt seit ca. 3 Wochen das Programm erweitert und es scheint der richtige Weg zu sein.
Bauchgefühl liegt doch meist richtig.
War bei uns ähnlich. Alle so: Der Hund braucht (mehr) Ruhe! bis hin zum üblichen "in die Box einsperren" Tipp.
Etwas mehr Ruhe, ja. Aber der Durchbruch war Auslastung und die damit verbundene Entspannung, die wiederum zu tieferer Ruhe führte.
Wir hatten anfangs nämlich das Problem, dass Darko noch zu schnell drüber war von vielen Reizen und daher die Löffel nicht mehr für Auslastung ausreichten. Das war ein übler Teufelskreislauf ![]()
Wo ich früher immer gedacht habe "mein Gott die haben ihren Hund nicht im Griff" weiß ich jetzt dass es unter Umständen halt nicht so einfach ist. Ich war mit meinen beiden erwachsenen Hunden die bestens erzogen zu mir kamen einfach total verwöhnt und hatte keine Ahnung wie es ist einen jungen Hund zu erziehen und zu führen.
Man lernt halt nie aus...vor Allem habe ich die letzten Jahre gelernt nicht mehr so schnell andere zu verurteilen.
Immerhin hast du dazu gelernt. Ich kenne so manche Exemplare, die immer noch so denken und mich für absolut unfähig halten ![]()
Vielen ist die Position ihres Hundes egal. Mir nicht. Ich habe immer wieder gemerkt wie entscheidend es ist, wo der Hund läuft.
Selbst für meinen Kuschel Labi ist die Position der Schlüssel. Auf der abgewandten Seite latscht sie entspannt mit durchhängender Leine an allem vorbei.
💯
Ich dachte auch lange, das sei Alphagedöns, Korinthenkackerei und höchstens für Hundesport notwendig.
Bis ich im TH-Ehrenamt mal sah, wie eine kleine zierliche Frau die größten und rüpeligsten Hunde sehr souverän führte. Das hat mich nachhaltig beeindruckt.
Erst am Montag hatte ich eine Situation, die genau das gezeigt hat:
Knapp 3h Bummel-Schnüffelgassi durch den Park, wo möglich an der 10m-Schlepp. Hund kommt entgegen, ich nehme Darko kürzer und lotse ihn verbal nach rechts. Zack, hält er es nach einem guten Start doch nicht mehr aus und bewegt sich Richtung Hund. Bin direkt auf die Leine getreten und habe mir innerlich eine Erinnerung gesetzt, weiterhin die Leine kurz zu nehmen.
Ist vollkommen okay, aber es hat mich in dem Moment tatsächlich gefrustet, dass wir nicht schon weiter sind und Darko das auch so schon kann.