Alles anzeigenAber ist eine zu 100 % konfliktfreie Begegnung überhaupt möglich? Auch Hunde, die sich mögen und in der Regel sehr gut miteinander klar kommen, haben doch mal Differenzen, gerade auch im gemeinsamen Spiel. Da ist es mir dann schon recht, dass mein Hund sich für diese Problemlösungsstrategie entscheidet und nicht für eine andere. (Vorausgesetzt natürlich, der Hund - UND !!! der zugehörige HH haben gelernt, die Zeichen zu lesen.)
100 % Konfliktfrei wird es sicher nie sein.. aber ich finde es keinen erstrebenswerten Zustand wenn sich die Hunde bei einer Begegnung quasi ununterbrochen anfiddeln..
Klar, nett anzuschauen.. aber im Prinzip verstehen die sich genauso gut oder schlecht wie Hunde, die in dem Moment mit fight reagieren…
Ich habe ja zu Hause schon mehrere Hunde und wir gehen auch öfter in größeren Gruppen spazieren.. da gibt es eigentlich hauptsächlich eine friedliche Koexistenz der Hunde…
Sie laufen nebeneinander her, schnüffeln mal an der gleichen Stelle und so weiter., aber weder wird ständig gespielt noch werden ständig Konflikte ausgetragen..
Die Hunde sind einfach miteinander auf dem Spaziergang..
Ist zu Hause bei mir auch so.. ja gerade Kalle und Ares spielen auch recht viel miteinander.. aber so nen richtigen Konflikt hatten wir bisher noch nicht.. Natürlich kommunizieren die miteinander., aber das kippt eben nicht zwangsläufig in eine Konfliktlösungsstrategie.
Da sind wir dann wieder bei Einzelhundhalter vs Mehrhundhalter.
Ich finde es schon wichtig, dass mein Hund auch mal a) einen Konflikt haben darf und b) ihn lösen kann, bzw. es erlernt und sich Strategien zurecht legt.
Heute z.b. haben wir einen 3 Jahre alten Bernersennhund getroffen, Rüde. Beide Hunde waren ohne Leine. Der Berner hat sich gleich direkt vor Eros gestellt, der hat es geschehen lassen. Dann hat der Berner geknurrt, meiner hat geantwortet, beide haben sich kurz die Zähne gezeigt, damit war das Thema gegessen. Die Hunde kannten sich vorher nicht. Wie soll mein Hund so was lernen, wenn man keinen anderen Hund im Haus hat, bzw. Eher nur so lockere Begegnungen, die man schon von Welpe an kennt (da benimmt sich Eros nämlich ganz anders)? Ich finde das sehr schwer. Ich finde es nämlich auch für mich wichtig zu wissen, wie mein Hund in solchen Fällen reagieren wird. Ergebnis: er ist nicht offensiv, wird sich aber wohl auch nichts gefallen lassen.
Anschließend hatte ich übrigens den Eindruck, er ist gleich ein paar Zentimeter gewachsen vor Selbstvertrauen und ist ein Stück erwachsener geworden.