Beiträge von Massai

    Die lieben Katzen ...

    Inzwischen sind wie soweit, dass er sie anschauen kann und sich zu mir dreht, ohne, dass ich etwas sage. Also wir bleiben stehen, ich lasse ihn gucken und wenn ich den Eindruck habe seine Neugier ist befriedigt, geht er auch anstandslos weiter. Die Situation auf dem Video hatten wir später nochmal, viel näher dran (waren nur so max 2 Meter zw. Katze und Hund), da hat er auch wieder geglotzt und ist dann sogar von selbst weiter ( habe das nicht gefilmt). Ich sage auch nichts, gebe keine Kommandos und nichts. Davor gab es noch Katze in Bewegung, das ist leider was anderes, obwohl auch da langsam meine Intervention greift. Also ich sags mal so: er weiß, was er nicht darf, testet aber gern, ob mein NEIN auch diesmal gilt. Also in dem rennenden Fall habe ich schon was gesagt.

    So, Frage zum Video: Eros hat beim Anblick der Katze ziemlich geschmatzt sieht man auch, leckt sich über die Schnauze, als wäre ihm das Wasser im Mund zusammen gelaufen. Erklärungen? Bei der 2. Katze hat er das nicht gemacht oder wenn, nicht in dem Ausmaß.

    Man sieht eigentlich gut, dass er schon interessiert ist aber nicht total aufgeregt. Er fiept auch nicht und geht nicht in die Leine, solange das Tier ruhig ist.

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    Also mir wird immer nur von Ridgebacks in Afrika berichtet, die da die Farmen bewachen und tagsüber im Energiesparmodus im Schatten liegen. Man darf nicht vergessen, die Hauptjagdzeit ist früh morgens oder abends in der Dämmerung. Da sind die Temperaturen wesentlich niedriger.

    Unser RR ist sowas von überhaupt nicht hitzeresistent. Ok, er könnte, wenn er da nen Sinn drin sehen würde. Also Hasen jagen oder so. Aber meistens ist bei Hitze Energie sparen angesagt. Die meisten RR, die ich kenne, sind da ganz ähnlich. Wirft sich der RR beim Gassi gehen alle 100m genüsslich ins Gras, ist der Sommer im Anmarsch :beaming_face_with_smiling_eyes:

    So ist es 👍 wenn sie müssen, können sie. Aber wenn sie die Wahl haben, tun sie gar nichts :rolling_on_the_floor_laughing: wie vermutlich jeder Hund mit noch gut funktionierendem Instinkt.

    Also soweit ich weiß, werden einzelne Ridgebacks schon noch zur Jagd eingesetzt, sowohl in Südafrika, als auch in anderen Ländern.( Nur in D ist er offiziell nicht anerkannt, aus diversen Gründen. ) Aber wohl eher nicht mehr im Rudel auf Großwild. Angeblich gibt es auch ein paar Kennels, wo viel Wert auf den Ursprung gelegt wird, wo es viele KUSA Ahnen im Pedigree gibt. Diese Hunde sind wohl auch durchaus knackig und griffig.

    Meiner ist wohl eher der Show-RR :rolling_on_the_floor_laughing: mit Wert auf Optik, worüber ich persönlich nicht böse bin. Es gibt aber durchaus eine kleinen Kreis mit Jagd-Ridgebacks, die das auch ausüben und eben Züchter, welche entsprechende Welpen ziehen, ja. Optisch unterscheiden die sich aber kaum, wenn, dann eher in der Farbe.

    Interessant finde ich eher, dass der Ridgeback aus einer ursprünglich wilden Afrikanischen Hundepopulation, den Khoikhoihunden, in die dann andere Rassen eingebracht wurden, entstand. Also kann ich mir gut vorstellen, dass die Hitzeressistenz daher kommt.

    Auch bei den RR gibt es z.b. ganz unterschiedliche Hauttypen, auch in einem Wurf. Meiner hat eine eher dunkle Haut (Hoden ganz schwarz), sein Bruder ist aber z.b. hell, rosafarben und hat auch eine Wechselnase. Eine Ahne von Eros ist auch ein KUSA Rüde. Aber ich habe keine Ahnung, wie und was sich in welcher Stärke vererbt. Denke, ein Großteil Hitzeresistenz liegt auch einfach am extrem kurzen Fell ohne jegliche Unterwolle. Klar hechelt er nach ein paar Runden rennen bei 25 Grad auch, für vielleicht 5 Minuten, dann ist das aber vorbei.

    Aber wenn es um Anpassung generell geht, müssten dann auch nicht z.b. Hunde wie der Husky nach so vielen Jahren in unseren Breiten besser mit klar kommen?

    Ich kann auch hier wieder nur von „meiner“ Rasse schreiben und auch nur das, was ich mir angelesen habe, bzw. Was überhaupt übermittelt wurde (und noch wird. Aber inzwischen sitzen die RR wohl auch eher in den Trucks und dürfen nur auf kurze Strecken raus).

    Der Arbeitseinsatz eines Rhodesian Ridgeback ging demnach schon durchaus über Stunden, zumindest immer im Trab, denn die Menschen waren auf Pferden unterwegs. Ich habe auch gelesen, dass es längst nicht jeder Hund überlebt hat. Je nach Jagdsequenz musste der Hund auch im Galopp ran. Also nicht nur 15 Minuten Arbeitseinsatz. Das ist dann vielleicht eher die natürliche/an den Lebensraum angepasste Hitzeressistenz, die potato erwähnt und eben nicht die mühsam rangezüchtete der nordwestlichen Hunde. Wobei sich mir auch die Frage stellt, wie darauf gezielt selektiert werden soll.

    Ich glaube, es kommt stark auf das Wesen des Hundes an. Mein 1. Rüde ist nahezu auf alles drauf, was willig war (oder auch nicht) wenn es nur mal am Eck gut geduftet hat. Zu Hause war er aber recht unauffällig. Nur einmal, wo die Hündin gegenüber läufig war, gabs mal ne schlimme Nacht. Aber der Hund war generell eher außenorientiert. Reizoffen direkt aber nicht. Eros hingegen hat eine sehr lange Zündschnur bei so was. Jagd dagegen ist das Gegenteil. Wie haben die letzten Wochen beinah täglich eine läufige Hündin getroffen, die er gut kennt. Sie hat sich ihm mehrere Tage lang regelrecht an den Hals geworfen. Er blieb cool. Klar, wenn ich dann länger mit der Frau und der Hündin rumgestanden hätte, hätte er es vielleicht auch mal probiert. So weit kam es aber nicht. Bei den paar Minuten Smalltalk blieb er wirklich sehr entspannt, ist auch problemlos mit mir mit und hatte 0 Nachwehen. Aber er ist eben auch so ein tiefenentspannter Hund, bis eben auf das Theme Bewegungsreize durch Katzen und Wild.

    Diese Ausschließlichkeit gibt es aber übrigens auch bei anderen Rassen. Ist toll, kann aber auch sehr anstrengend werden.

    Da sagste was. Wenn ich zuhause bin und mein Mann, oder eine meiner Töchter wollten ne Runde mit Emil gehen, versteckt der sich auch ganz gerne hinter mir, weil er nicht will. Und die Betreiberin der Huta, wo meine Hunde manchmal betreut werden ist ganz verliebt in den offenen und fröhlichen Lucifer, während Emil kein Stück auf sie hört und ihr sehr genau zeigt, was er davon hält sich da jetzt aufhalten zu müssen. Und wenn ich die beiden abhole, stürzt er sich wie ein Ertrinkender auf mich. Schwer da kein schlechtes Gewissen zu entwickeln.

    Kommt mir bekannt vor 😂

    Mein Tibet war auch so, sehr extrem. Das konnte einem schon wirklich auf den Keks gehen. Mein Ridgie ist tendenziell auch so, Mamahund, aber zum Glück nicht so klettig. Aber wenn Mann draußen nach ihm ruft, läuft er trotzdem zu mir 🙈verrückt. Glaube aber auch, dass Rüden da generell schlimmer sind, wenn es um Frauchen geht.

    Denke auch, man gewöhnt sich dran, weil .. man hat sie ja lieb ❤️

    Diese Ausschließlichkeit gibt es aber übrigens auch bei anderen Rassen. Ist toll, kann aber auch sehr anstrengend werden. Na, ich gucke mir demnächst den Knirps meiner Freundin mal live an und mal sehen, ob ich dann immer noch so hin und weg bin 😂