Ich kann auch hier wieder nur von „meiner“ Rasse schreiben und auch nur das, was ich mir angelesen habe, bzw. Was überhaupt übermittelt wurde (und noch wird. Aber inzwischen sitzen die RR wohl auch eher in den Trucks und dürfen nur auf kurze Strecken raus).
Der Arbeitseinsatz eines Rhodesian Ridgeback ging demnach schon durchaus über Stunden, zumindest immer im Trab, denn die Menschen waren auf Pferden unterwegs. Ich habe auch gelesen, dass es längst nicht jeder Hund überlebt hat. Je nach Jagdsequenz musste der Hund auch im Galopp ran. Also nicht nur 15 Minuten Arbeitseinsatz. Das ist dann vielleicht eher die natürliche/an den Lebensraum angepasste Hitzeressistenz, die potato erwähnt und eben nicht die mühsam rangezüchtete der nordwestlichen Hunde. Wobei sich mir auch die Frage stellt, wie darauf gezielt selektiert werden soll.
Aber benutzt man Ridgebacks denn noch zum arbeiten in dem ursprünglichen Einsatzgebiet? Und gibt es demnach dann quasi eine Arbeitslinie, wo es nicht (so sehr) um Optik geht, sondern wo einzig und allein auf den Arbeitseinsatz selektiert wird? Und eben auch Hunde, die direkt von diesen arbeitenden Hunden abstammen?
Oder ist das mehr so ein „da hat man die Hunde ursprünglich mal für eingesetzt, macht man aber heute gar nicht mehr und es geht eigentlich nur noch um Optik“?
Um mal exemplarisch Mali und Border Collie raus zu greifen: das sind ja beides Rassen, die zum Teil stark auf ihren jeweiligen Arbeitseinsatz selektiert werden, wo dann auch Optik nur eine untergeordnete Rolle spielt und die Einsatzfähigkeit das Maß aller Dinge ist..
dementsprechend trennen sich ja auch die beiden Rassen beispielsweise in eine Arbeitslinie und in eine Showlinie..
einmal steht eben die Optik im Vordergrund und einmal die Arbeitsleistung.
Und je nachdem aus welcher Linie man einen Welpen kauft merkt man da eben schon deutliche Unterschiede.
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Also soweit ich weiß, werden einzelne Ridgebacks schon noch zur Jagd eingesetzt, sowohl in Südafrika, als auch in anderen Ländern.( Nur in D ist er offiziell nicht anerkannt, aus diversen Gründen. ) Aber wohl eher nicht mehr im Rudel auf Großwild. Angeblich gibt es auch ein paar Kennels, wo viel Wert auf den Ursprung gelegt wird, wo es viele KUSA Ahnen im Pedigree gibt. Diese Hunde sind wohl auch durchaus knackig und griffig.
Meiner ist wohl eher der Show-RR
mit Wert auf Optik, worüber ich persönlich nicht böse bin. Es gibt aber durchaus eine kleinen Kreis mit Jagd-Ridgebacks, die das auch ausüben und eben Züchter, welche entsprechende Welpen ziehen, ja. Optisch unterscheiden die sich aber kaum, wenn, dann eher in der Farbe.
Interessant finde ich eher, dass der Ridgeback aus einer ursprünglich wilden Afrikanischen Hundepopulation, den Khoikhoihunden, in die dann andere Rassen eingebracht wurden, entstand. Also kann ich mir gut vorstellen, dass die Hitzeressistenz daher kommt.
Auch bei den RR gibt es z.b. ganz unterschiedliche Hauttypen, auch in einem Wurf. Meiner hat eine eher dunkle Haut (Hoden ganz schwarz), sein Bruder ist aber z.b. hell, rosafarben und hat auch eine Wechselnase. Eine Ahne von Eros ist auch ein KUSA Rüde. Aber ich habe keine Ahnung, wie und was sich in welcher Stärke vererbt. Denke, ein Großteil Hitzeresistenz liegt auch einfach am extrem kurzen Fell ohne jegliche Unterwolle. Klar hechelt er nach ein paar Runden rennen bei 25 Grad auch, für vielleicht 5 Minuten, dann ist das aber vorbei.
Aber wenn es um Anpassung generell geht, müssten dann auch nicht z.b. Hunde wie der Husky nach so vielen Jahren in unseren Breiten besser mit klar kommen?