Ich denke man muss da auch nochmal ganz genau differenzieren.
Hunde, die gewisse Erkrankungen riechen bzw. anzeigen müssen, gehen erst in den Arbeitsmodus, wenn dieser Geruch kommt.
Stell dir das ein bisschen vor wie eine Türklingel. Die sind im Unterbewusstsein so kognitiv mit Geruch von Stress oder ähnlichem verknüpft, dass die dann "an" gehen.
Es gibt Hunde, die nicht runterfahren können, bzw. das runterfahren nicht lernen können und da hoch reaktiv sind. Das sollte aber schon im Training auffallen und diese Hunde raus genommen werden.
Wie das in der Realität aussieht, weiß ich aber nicht. Ich kann mir leider auch gut vorstellen, dass das nicht gemacht wird "weil der Hund ja so toll arbeitet".
Auch der PTBS-Hund hat ja Trigger auf die er reagiert. Vieles davon geht beim Hund auch zuerst durch die Nase. Hormone, Schweiß. Das Ziel ist ja auch, den Menschen, bevor er in einem akuten Zustand ist, rauszuleiten. Wenn er mitten drin ist, kann auch ein Hund nicht mehr viel machen, außer Abschirmen.
Der Hund fängt seine Arbeit bereits an, da hat der Mensch noch nicht bemerkt, dass es in eine unschöne Richtung mit ihm geht.
Selbiges bei Epilepsie.
Kritik kann ich aber bei Autismus-Hunden nachvollziehen. Das ist ein verdammt breites Spektrum dass ein Hund abdecken muss. Und vieles muss der Hund komplett allein entscheiden, braucht dafür seine Augen und nicht nur seine Nase. Heißt er ist die ganze Zeit in Hab-Acht-Stellung.
Aber selbst hier, kann man z.B. in Foren nachlesen, dass der Hund bewusste Pausenzeiten bekommt, bzw. nach den Anzeigen raus genommen wird.
Beim Autismusspektrum zum Beispiel, kommt innerhalb des eigenen Hauses relativ wenig vor, wo der Hund ständig aufpassen müsste.