Beiträge von mirolein

    Ich glaube, ja, so könnte man es beschreiben, wobei ich eben nicht weiß, ob es ein Nachgeben gegeben hätte, weil ich immer dazwischen gehen würde.
    Das hat wiederum auch mit meinem ängstlichen Charakter zu tun und mit der Tatsache (ich weiß, bitte nicht noch mal darauf hauen), dass meine Hunde alles für mich sind, es sind meine Kinder und ich habe traumatische Verluste und Bindungsprobleme, die wohl auf sie projeziert werden.

    Ich glaub, da kann man es sich leichter machen, indem man von Vornherein nochmal nach etwas nachgiebiger veranlagten Rassen Ausschau hält. Das ist natürlich auch keine Garantie, klar, aber ist meiner Meinung nach erfolgsversprechender.

    Eyh, dann kommt doch ein Goldie ins Haus.

    Danke für die differenzierte Analyse / Rückmeldung

    Danke für die Nachfragen. Ich bin nicht happy über das, was ich lese, aber durchaus dankbar für die Impulse, das Ganze zu reflektieren und zu schauen, was wie sein kann.

    Ich versuche, es objektiv zu schildern, weil ich glaube, dass meine oben zitierte Schilderung es auch nicht ist und viel von meiner Angst als Hundehalterin geprägt ist.
    Wenn ich den Satz jetzt hier noch mal lese, denke ich mir "kein Wunder, dass alles über mich herfällt" und ich frage mich: Was halte ich für "passiert nun mal, es sind Tiere" und was ist "geht gar nicht".

    Länge: ein paar Sekunden, weil wir sofort eingeschritten sind. Wir haben also keine "Parallelsicht", um zu wissen, ob sie nach drei Sekunden aufgehört hätten.
    Lautstärke: 2 laut bellende Hunde ?
    Folgeverletzung: Einmal ein Schlürfer an der Schnauze (also so, dass man sah, dass es verletzt war, rötlich, aber kein Blut geflossen.

    ICH gehe einfach davon aus (wie gesagt, dumm und naiv), dass es ein großes Risiko gegeben haben kann, WEIL: woher sollen zwei Tiere aufhören, wenn man sie nicht trennt? (ich hätte es einfach nicht ausprobiert)

    Sofortige Trennung und Ansagen, Beobachtung des Zusammenseins in den nächsten Stunden und Tagen (also wieder im selben Raum nach einer halben Stunde).
    Nach dem ersten Vorfall gab es wie gesagt zwei kleinere Vorfälle. Das Ganze liegt an unserem naiven Management, weil der ältere Rüde einfach irgendwann seine Meinung geändert hat, was das Teilen von Sachen angeht und wir haben es erst dann kapiert. (Es gab vorher definitiv keine Anzeichen), diese Vorfälle waren lautes Gebelle und viel weniger beeindruckend, aber das Gefühl sitzt.

    Zusammenleben: Zwei Hunde, die zumindest kein Problem hatten, sich ein Sofa zu teilen, beide miteinander morgens im Bad zu warten, einem zum Klo gefolgt sind und beide nebeneinander gelegen haben (und es ist ein normales, kleines Gästeklo...).
    Hunde, die jeden Tag sich gegenseitig aufs Spielen animiert haben.
    Also nicht miteinander gekuschelt, aber viel (Platz, Orte, Spielzeug (unter Aufsicht)..) geteilt, und sich nicht aus dem Weg gegangen sind.

    Ich glaube nicht (wer bin ich das, um das zu urteilen), dass einer Stress hatte und gelitten hat.
    Ich will gerne offen für eure Rückmeldungen sein, habe natürlich damit zu kämpfen, dass mir unterschwellig und nicht klar gesagt wird, ich würde meinen Hunden totalem Stress aussetzen und sie seien voll unverträglich.

    Wir sind eindeutig nicht super soziale Lebewesen, haben wenige Kontakte am Wohnort und keine "Hundespielgruppen". Bei den Aktivitäten bei der Hundeschule /Hundeverein gibt es keine Interaktion (nicht gewollt), sondern Sichtkontakt, der bisher ganz normal verlief. Wie gesagt, der eine Hund mag einfach einen bestimmten Typ Hund nicht und sein Bellen an der Leine musste / muss noch rausgearbeitet werden, aber sonst haben wir keinen Kampfhund, der jeden töten will.
    Also haben die Hunde sich gegenseitig gehabt oder in großen Abständen die Hunde bei meinen Eltern. Mit der kastrierten Hündin meiner Eltern gab es nie Problemen, mit den Hunden und Hündinnen, die meine Mutter als "Urlaubsbetreuung" hatte (und das war in den letzten 10 Jahren bei fast jedem Besuch der Fall) auch nicht, ich kann zum Kastrationspunkt nichts sagen und es waren fast immer die selben 3-4 Labradorhündinnen.

    Darf ich fragen, ob ihr eure bisherigen Hunde als Welpen bekommen habt?

    Mit dem Border konntet ihr nur noch morgens um 5 Uhr raus gehen. Der Aussie ist ziemlich unverträglich und hätte ohne eingreifen durch euch 4mal seinen "Bruder" getötet? Und hatte so viel Stress, dass er ihn jeden Abend besteigen wollte?

    Okay, ich hatte zwar keine große Lust, hier in eine steile Rechtfertigungshaltung zu verfallen, auch weil ich eure Beiträge und Impulse sehr schätze.
    Aber dazu:

    Ja, die Hunde haben wir als Welpen bekommen.

    Der Border konnte durchaus und relativ problemlos den ganzen Tag draußen spazieren. Nur haben wir - trotz sehr intensivem Training mit verschiedenen Personen - diesen Fahrradtick nie aus ihm herausbekommen. Er hat in den letzten Lebensjahren einen sehr schwachen Rücken gehabt (dafür auch Librela und Physio erhalten). Es ist zwei mal passiert, dass uns ein E-Roller aus dem Nichts "erwischt" hat (also an uns vorbei, ohne dass wir ihn im Vorfeld gesehen hätten und den Hund gemanaged haben) und der Hund ist so in die Leine gesprungen, dass er sich den Rücken verrenkt hat.

    Und jetzt wegen Interpretationsrisiken: Es ist auch hunderte Male so gewesen, dass es gut ging, es hunderte Male so gewesen, dass wir es gut gemanaged haben, usw.. aber diese zwei Mal mit Hund, der sich nicht mehr hinsetzen kann und eine Spritze im Rücken brauchte, haben dazu geführt, dass wir FÜR IHN jeden Morgen rausgegangen sind, wo wir möglichst wenige Risiken hatten (trotzdem noch welche), oder halt auch in Orte wie Wald und so, aber das eben nicht jeden Tag.
    Also: unser Hund war kein asozialer Hund, sondern aufgrund seines Rückenleidens haben wir irgendwann (als er 9 war oder so?) beschlossen, dass er den Schutz bekommt, den er braucht, um trotzdem schöne Spaziergänge zu genießen.


    Der Aussie ist NICHT unverträglich. WO habe ich das geschrieben?
    Wir würden uns nie einen Malteser oder hellen Terrier holen, aber sonst, wüsste ich nicht, was dafür spricht, dass er unverträglich ist.


    Zu den Vorfällen.
    Es war insgesamt 4 mal.
    Eigentlich 2 mal, wobei beim ersten Mal mehrere kleinere direkt danach kamen.
    Ich habe keine Glaskugel und das Risiko einer starken Verletzung sehe ich darin, dass der jüngere sich nicht unterworfen hätte, aber die größere körperliche Kraft (und Gesundheit) hatte.
    Nennt mich jetzt naiv, uniformiert und blöd, aber - außer, dass wir uns richtig große Sorgen gemacht haben und anfänglich eben dachten, es käme vom Jüngeren, tat es aber nicht! - ich hätte es bisher unter "hochgeschaukeltes Ereignis" registriert, das gefährlich war, aber nicht unbedingt etwas zum Charakter beider Hunde aussagt (wie gesagt, vermutlich total uninformiert). Es sind halt Tiere.
    Dass wir danach aus Sicherheit die Tür zwischen den Zwei geschlossen haben, ist eher unserer Angst geschuldet, denn bei den Vorfällen ging es wohl um etwas, das danach im normalen Fall nie "frei" rumlag.

    Wir haben ein Haus über 3 Stockwerke, wir haben kein einziges Mal Türen zugemacht, wenn die Hunde im Erdgeschoss sind und Menschen im 1. oder 2. Stock. Die Trennung haben wir auch gehabt, damit sie nicht miteinander spielen, weil: Zum Aufhören hätten wir keine Garantie gehabt UND der Border hatte Rückenleiden, so dass wir immer aufgepasst haben, dass das Spielen 1. nicht zu wild wurde, 2. nicht zu lange war.

    Ich will jetzt nicht den Eindruck geben, ich würde meine Aussagen zurücknehmen und drehen. Ich meine keine weltbewegenden Entwicklungen.
    Ich meinte vorrangig, dass er eben keine negative Trauerphase gezeigt hat, sondern eher zum Teil hier und da ruhiger geworden ist.
    Da wo er eher trampelig unterwegs war und der ältere Hund eindeutig der Sensiblere war, ist er weiterhin trampelig, zeigt aber Ansätze, sich zum Beispiel sich zu mir hinzulegen, wenn ich auf dem Sofa liege und kränklich bin. Immer noch nicht lange, es ist immer noch nicht sein Ding, aber ich fühle einen Unterschied.
    Er ist ein sensibler Hund, ich hatte ihn schon im Büro, als ich Beratungsgespräche geführt habe und Leute geweint haben, er kam (erlaubt!) und setzte seinen Kopf auf den Schoss, er kann das, aber grundsätzlich war er wilder.
    Also: er ist definitiv kein anderer Hund, ich hatte nur das Gefühl, dass er in einigen Sachen "erwachsener" geworden ist, auch vielleicht, weil wir es da gebraucht haben, aber ja, vielleicht auch, weil er endlich Luft hatte. Also Danke für den Impuls auf der Ebene.

    Und ja, Aussies sind Spätzünder, vom Verhalten her hätte ich erst vor ca. einem Jahr die Begleithundausbildung guten Gewissens starten können, er war vorher noch ein richtiger Welpe. Jetzt ist er quasi Junghund :-D (bitte die Worte nicht auf die Goldwaage legen, es waren sogar Wörter der Ausbildungsleiterin als Metapher).
    Ob es jemals anders wird, ist eine offene Frage, aber er hebt immer noch nicht das Bein zum Pinkeln. Vielleicht nur einmal pro Woche und das ist eher, weil eine Pflanze im Weg stehen würde.

    Danke dagmarjung und PinguinEmmi für den Gedanken (auch wenn wir den sicher nicht hören möchten. Mein Mann noch weniger als ich, ich bin nämlich selbst nicht 100% sicher).
    Auch wenn ich vermute, dass man es auch unterschwellig so versteht: ich habe nicht das Gefühl, dass Malouk jetzt _glücklicher_ ist. Ich wollte nur ausdrucken, dass wir nicht das Gefühl haben, dass ihm was fehlt. Aufgrund von Border-Eigenarten des Ersthundes, die wir nicht mehr im Griff hatten, kombiniert mit seinen Alters-Rückenproblemen, sind wir immer morgens sehr früh mit ihm alleine spazieren gewesen (also: gegen 5uhr, bevor ein Großteil der Welt aufgestanden ist). Das haben wir als Gewohnheit beibehalten, Malouk freut sich über diese neue Morgenrunde, die er vorher nicht in der Form hatte.

    Und ja, wir sollten tiefer in uns schauen, was für ihn und was für uns ist.
    Ein älterer Hund kommt nicht in Frage, der Tierschutz auch nicht (wir wollen von Anfang an prägen und die schlechten Prägungen vom Border aus nicht realer Zucht haben uns da zu sehr ernüchtert. Auch wenn ich objektiv weiß, dass viele Tiere aus dem Tierschutz oder von Ups-Würfen perfekte, problemlose Hunde sein können.

    Macht es deiner Erfahrung nach, wenn du da Einblicke hast, einen Unterschied aus, dass wir definitiv nicht über Arbeitslinien sprechen, und die Eltern des gerade in Frage kommenden Wurfes, sehr entspannte Wesen sind?
    (Bei Malouk war in der Mischung ein bisschen mehr Feuer drin, aber minimal. Er hat ja kein Interesse an Tieren, hat auch nie Treibverhalten gezeigt, usw.. (bei Miro konnte man es an seiner "Border-Haltung" erkennen, wenn Fahrräder kamen, usw..))

    oh!
    Interessante Antwort, die gerade richtig viele Zweifel einwirft (und mein Mann ist eher auf der Schiene "Border" gewesen, wobei es der Gedanke "Miro-Nachfolger" ist, aber Miro war sicher kein typischer Border, kam auch nicht aus einer richtigen Zucht und so...).
    Ich sehe (ja, Social Media, aber da sieht man eben die Züchter und Nachkommen) so viele Familien mit zwei Aussie-Rüden (oder mehrere Weibchen), da habe ich mir die Frage der selben Rasse nicht gestellt :-/

    Hallo!
    Unser Ersthund (unkastrierter Border-Collie-Rüde) ist vor Kurzem mit 11,5 Jahren verstorben und wir würden gerne unseren Rudel wieder vervollständigen.
    Der Zweithund, bzw. jetzt Ersthund ist ein unkastrierter Australian Shepherd, 4,5 Jahre alt.
    Beide Hunde haben ganz gut harmoniert und beim Zweithund haben wir es nicht in Frage gestellt, dass es ein Rüde wird.

    Jetzt stellt sich uns die Frage (zugegeben auch durch die "Angebote" von für uns in Frage kommenden Würfen, wo es ggf. nur ein Weibchen gäbe.)
    Nicht falsch verstehen: es geht NICHT um "Hauptsache ein Hund", sondern darum, ob wir alles überblicken.
    und obwohl ich weiß, dass jede*r Hund anders ist (und Erst- und Zweithund waren sehr unterschiedlich), habt ihr vielleicht Tipps und Gedanken.

    Jetziger Ersthund, Malouk
    - Australian Shepherd, 4 Jahre alt, noch jung geblieben.
    - hat seit dem Tod des Bruders definitiv eine Art Entwicklungsschub gemacht
    - macht sich als Einzelhund sehr gut, scheint nicht zu trauern, genießt unsere Aufmerksamkeit (die er eh immer haben wollte).
    - ist durchaus leicht dominant, unser Vergleich ist halt eingeschränkt, weil unser anderer Hund einfach eine Creme war, die sich beim Kennenlernen des Welpen damals sofort unterworfen hat.
    - es hat in den letzten Jahren zwischen Miro (verstorben) und Malouk durchaus ein paar (wenige, aber sehr heftige) Situationen gegeben, wir haben ein paar Fälle gebraucht, um rauszusehen, dass nicht Malouk "schuld" / der Anfänger war, sondern Miro, der ein Ministück Essen verteidigen wollte (das er nicht essen wollte, aber sei's drum), durch ein "Stop-Kläff" aber einen Streit auslöste, wo ohne Eingreifen einer (Miro) sicher mit gebrochenem Nacken und tot rausgekommen wäre.
    Das erzähle ich nicht, um Malouk als gefährlich abzustempeln, sondern: ich bin mir bewusst, dass wir auf eine Zusammensetzung kommen könnten, wo sowas viiiiiel häufiger wäre. (vielleicht 4 mal in 2 Jahren..)
    - Malouk hat abends oft Miro bestiegen. Wir haben es selbstverständlich unterbunden, es kam aber quasi jeden Abend dazu. Vermutlich eher diese Übersprungshandlungen nach dem Abendessen und Gartengang, es hat aber auch was von Dominanz.
    - generell draußen: Er ist ein Rassist und mag keine kleinen hellen Hunde. Bei den Großen gab es nie dieses Ausrasten, wir arbeiten dran und mit Management klappt es immer besser, die problematischen Ausnahmen sind eher, wenn der andere Hund anfängt zu bellen, oder gar der Mensch an der Leine uns als Spielkamerad haben möchte, glaubt, dass es sinnvoll ist, die Flexileine noch länger zu machen, um zu gucken, ob unser Hund aus Spass zurückgehalten wird, usw..

    Bei Abwesenheit sind unsere Hunde seit dem ersten Vorfall immer getrennt (einer im Flur, der andere im Wohnzimmer), aus Sicherheit, wir wussten nicht, welche Ressource ein unbekannter Auslöser sein könnte. Bei Anwesenheit waren sie aber sehr sehr oft zusammen auf dem Sofa, nachts auch mal im selben Schlafzimmer, haben sehr viel miteinander gespielt und gekebbelt, aber auch absolut unproblematisch miteinander gelebt.


    Lange Einführung, unsere Gedanken zum Zweithund:
    - bisher Rüde, es wäre unser vierter Hund und wir hatten halt bisher Rüden
    - Malouk (und der neue Hund) soll nicht grundlos kastriert werden, also ohne medizinischen Grund.
    - dann hatten wir mehrmals die Situation: in dem Wurf gibt es nicht genug Rüden. Beim ersten Wurf haben wir abgelehnt, beim zweiten hatten wir fast einen Besuch, die letzte Hündin wurde ein Tag vor unserem Besuch fest reserviert, und jetzt haben wir am Wochenende einen Besuch. Wir sind von der Reihenfolge n+1 zu der Rüdenanzahl von den bisherigen "Rüdeninteressierten", wobei es sich bei den anderen auch ändern kann..
    Deswegen überlegen wir seit 10 Tagen, ob wir uns ein Weibchen zutrauen und zum Teil mittlerweile, ob es nicht sogar noch besser passen könnte.

    1. Wieviel Management und wie _lange_ ist eine Läufigkeit (also die absoluten Trenntage) bei einer unkastrierten Hündin? (die Trennmöglichkeiten sind gegeben, mein Mann und ich schlafen in getrennten Zimmern, schon seit Jahren mit je einem Hund. Die Türklinken sind im "Tagesbereich" alle so gedreht, dass die Trennung bei Abwesenheit sicher wäre, auch wenn Malouk nicht mal eine normale Tür öffnet, die einen Spalt offen ist. aber Miro konnte Türklinken drücken)
    2. Leidet der Rüde da besonders? (Es gab vermutlich noch nie eine läufige Hündin in der Nähe, wo wir etwas gemerkt hätten. Eher bei Miro, Appetitlosigkeit)
    3. Ist es eine Redflag, zwei unkastrierte Hunde zusammenzuhalten?

    So, ich hoffe, es sind genug Infos, ich beantworte sonst jede Nachfrage.
    Danke im Voraus,
    Mirolein