Beiträge von KayaFlat

    Sollte aber ein freilaufender Hund meine Katze z.B. in meiner Hauseinfahrt töten, sähe ich die Sache weniger sportlich. Ausserhalb des eigenen Grundstücks hat sich der Hund im Einflussbereich und unter Kontrolle des Halters zu befinden und das sollte nicht nur das Anfallen von anderen Hunden, sondern auch das Töten von Katzen ausschliessen.

    Absolut!!! Das steht für mich komplett außer Frage.

    Mich (be)trifft das Thema insofern als dass ich völlig genervt von den Freigängern auf dem Grundstück meiner Eltern bin, seit die keine eigene Katze mehr haben. Und ich kann weder die Hand dafür ins Feuer legen, dass Nastro und Sam eine Katze unversehrt lassen, wenn sie sie erwischen; noch kann ich garantieren, dass sie auf dem Grundstück immer so nah bei uns sind, dass wir sie abbrechen können - und würden die beiden gemeinsam hinter eine Katze her, die es nicht rechtzeitig auf einen Baum schafft? Zwei sehr schnelle, junge Hunde....

    Ich fände das furchtbar. Sehe aber auch nicht ein, auf dem eigenen, gesicherten Grundstück, die Hunde nur an der Leine zu führen... und das jetzt im Kontext von "Anzeige" zu lesen...

    Ich denke nicht, dass eine Anzeige des Katzenbesitzers in diesem Fall viel Aussicht auf Erfolg hätte.

    Aber ich bin juristischer Laie und da haben mich die Experten immer wieder überrascht, weil mit gesundem Menschenverstand hat die Juristerei ja nicht immer was zu tun.

    Ich weiß, dass mehr von Motivation als von Trieb gesprochen wird. Aber für mich ist und war Trieb nie gleichbedeutend mit "unerreichbar". Kann bei manchen Hunden bedauerlicherweise in manchen Situationen so sein - aber das liegt an den entsprechenden Hunden und nicht am "Trieb".

    Wir reden ja auch vom Sexualtrieb, oder? Und natürlich kann ich meinen Hund kontrollieren, wenn er der Hündin gerne schöne Augen machen würde. Trieb bedeutet für mich also nicht "da kommt nichts mehr an".

    Ich finde schon, dass je höher der Hund im Trieb ist, also das Erregungslevels des Hundes ansteigt, desto weniger dringe ich zu ihm durch und kann sein Verhalten kontrollieren. Deshalb ist mein Weg, den Hund nicht hochfahren zu lassen und ihn dadurch ansprechbar zu halten. Ich bremse also sozusagen die Jagdmotivation aus und breche echtes Jagdverhalten ab.

    Wie aber HH arbeiten, die mit der Jagdmotivation ( dem Trieb) ihres Hundes arbeiten wollen, weil Jäger z.B., weiss ich nicht genau. Da müsste ja das Ziel sein, den Hund in hoher Trieblage kontrollierbar zu halten. Andererseits kommt der jagdlich geführte Hund ja zum Triebziel, weil er die Jagdsequenzen kontrolliert ausleben darf.

    Ich bin ja Freigängerkatzenbesitzerin und sehe das Thema differenziert.

    Sollte Remus sich in einen Garten wagen, in dem ein Hund wohnt und der erwischt ihn, dann bin ich zwar todtraurig, aber das fällt unter das Risiko, das ich mit einer Freigängerkatze eingehe. Der Hund hat meiner Ansicht nach das Recht, den eigenen Garten "katzenfrei" zu halten.

    Sollte aber ein freilaufender Hund meine Katze z.B. in meiner Hauseinfahrt töten, sähe ich die Sache weniger sportlich. Ausserhalb des eigenen Grundstücks hat sich der Hund im Einflussbereich und unter Kontrolle des Halters zu befinden und das sollte nicht nur das Anfallen von anderen Hunden, sondern auch das Töten von Katzen ausschliessen.

    Ob ich aber deswegen anzeigen würde, weiss ich nicht. Käme wahrscheinlich auf die genauen Umstände an.

    Man spricht ja heute mehr von Motivation als von Trieb, um damit deutlich zu machen, dass das Verhalten steuerbar bleibt.

    Ein Hund im Jagdtrieb, so hiess es früher, muss diesem Trieb nachgehen und ist dabei durch den Führer relativ wenig beeinflussbar, da der Hund weniger willentlich als vielmehr instinktiv handelt, ergo gar nicht anders kann.

    Motivation hingegen bleibt steuerbar und lässt dem Hund Spielraum für Entscheidungen, ergo auch dem HH Möglichkeiten der Einflussnahme.

    So habe ich das jefenfalls mal verstanden, als ich darüber gelesen habe. Hab ich aber jetzt sehr verkürzt in eigenen Worten wiedergegeben.

    Für mich persönlich finde ich triebig und Trieb weiterhin gut verständlich und hilfreich. Es gibt halt unterschiedlich veranlagte Hunde, was die Vehemenz angeht, mit welcher sie auf Jagdreize anspringen und mit welcher Intensität sie die Jagdsequenzen ausführen.

    Holflos ausgeliefert sind sie ihrem "Trieb" aber troztdem nicht. Ich persönlich denke, dass man bei den meisten Hunden zu einer gewissen Kontrollierbarkeit am Wild kommen kann. Bei manchen erfordert es halt viel mehr Arbeit, Mühe, Konsequenz und Durchhaltevermögen als bei anderen.

    Ich glaube, ehe man bereit ist, soweit zu gehen, muss man den worst case schon erlebt haben (oder jedenfalls beinahe).

    Ich halte mich schon für recht kernig, aber meinen Hund mit dem Messer zu verteidigen, liegt (bisher) ausserhalb meiner Vorstellungskraft.

    Es lag auch außer meiner.......

    Es bleibt nur zu hoffen, dass du es nie einsetzten musst.

    Denn egal wie berechtigt der Einsatz dann auch gewesen sein mag, wird es wohl einen Rattenschwanz an Konsequenzen nach sich ziehen, fürchte ich.

    Naja, der nächste Hund wird auf jeden Fall einer Rasse angehören, die sich nicht so einfach alles (aber auch wirklich alles) gefallen lässt. Einen netten Hund zu haben, hat halt auch leider oft Nachteile für den Hund...

    Mit so einer Aussage wäre ich vorsichtig.

    Der Hund, der verletzt hat, bekommt dann die Scherereien mit Amt, usw. “Sich wehren” ist rechtlich kein Argument, wenn der Hund beschädigt.

    Ich bin froh, dass ich einen Hardcore- Tutnix habe. Mit den Hunden, die Kaya mal überfordern, werde ich leicht fertig.

    Ich hatte eine Schäfi- Mix- Hündin, die u. U. keine Gefangenen gemacht hat. Die hat eine Nachbarshündin fast komplett zerlegt. Das waren damals noch andere Zeiten und meine Eltern haben die kompletten Tierarztkosten gezahlt und dann war gut. Heute hätte so ein Vorfall ganz andere Konsequenzen.

    Meine zweite Schäfi- Hündin war eigentlich super mit anderen Hunden, hat auch nie beschädigend gebissen. Hat aber einmal einen Pekinesen aus der Nachbarschaft geregelt, als sie ihn kriegte. Der hatte sie davor ewig lang durch den Zaun verbellt. Hätte sie ihm ernsthaft was tun wollen, hätte dem mehr gefehlt als nur etwas Dsh- Sabber im Fell. Reichte aber aus, dass der HH uns anzeigte, der Amtsvet aufkreuzte und dem Hund Leinenpflicht verpasste. Weil im Zweifel ist es halt der Dsh.

    Und heute wird noch viel eher angezeigt. Und ob z.B. ein Dsh sauber regelt oder den Schnuckiputzi fressen will, können die meisten HH doch gar nicht unterscheiden, weshalb du da mit anderen Hunden so gut wie nichts zulassen darfst, weil viele sofort hysterisch überreagieren.

    Für mich wäre das deutlich stressiger als mit meiner netten und harmlos wirkenden Flat- Dame. Die kann ich hier in 95% der Begegnungen einfach laufen lassen (weil man uns halt kennt und sie "ja so lieb ist").

    Mir selbst ist mit Kaya in vier Jahren kaum was passiert, was in irgendeiner Weise anzeigenswert wäre. Einmal Zickenkrieg mit Ratscher am Rücken, das wars und ist von allein abgeheilt.

    Ich erlebe hier aber auch keinen HH, dessen Hund beschädigt und dem das egal wäre.

    Tragische Geschichten wie die von dem Staff- Mix aus dem TS (der aber unter Boxer- Mix läuft) und der den Yorkie der Nachbarn getötet hat, kriege ich immer nur aus Erzählungen mit. Da sind die HH bemüht, aber völlig überfordert und der ist ihnen entwischt. Wurde angezeigt, meines Wissens nach.

    Ich hatte bisher noch keine Situation, wo ich meinte anzeigen zu müssen, weil ich den Hund als brandgefährlich eingestuft hätte.

    Im Grund läuft es hier sehr entspannt und wo ich gehe, tummeln sich auch nicht Massen an Hunden. Auf dem Dorf ist viel Raum.

    Ich finde ja bei unerfahrenen Haltern schon die grundsätzliche Konstellation problematisch: drei Hunde, von denen zwei jährig sind. Das heisst, dass die nicht fertig erzogen sind und man in beide im nächsten Jahr sehr viel Arbeit und Mühe stecken müsste (1. Jahr Grundlagen, 2. Jahr Festigzug Grundlagen, Arbeiten am Gehorsam in allen Lagen, 3. Jahr Feintuning; mal grob gesagt). Dazu zwei Hündinnen von sehr unterschiedlichem Typ/Grösse und Temperament. Mit Glück ist der Collie- Mix sehr weich, lässt sich gut regulieren und wills nicht auf Teufel komm raus wissen, wer die Hosen anhat, wenn sie erwachsen wird. Wenn doch, kann das dem Mops-Chi echt gefährlich werden.

    Das bedeutet, dass auf euch sehr viel Arbeit und Management zukommt, wenn ihr alle drei Hunde behalten wollt, denn einfach laufen lassen, könnt ihr das mit Sicherheit nicht, ohne dass es früher oder später ins Auge geht.

    Ich frage mich ja, wieso man sich das antut. Warum erzieht man nicht erst den einen Junghund fertig, lernt ihn genau kennen und lesen und sucht sich dann mit einem neuen Hund die nächste Herausforderung?

    So wie ich die Konstellation lese, würdet ihr euch und den Hunden einen Gefallen tun, wenn ihr die Collie- Mix- Dame in gute Hände abgebt.