Und würden wir in einer Welt leben, in der sich jeder vernünftig verhält und alle Regeln beachten will, auch wenn er sie selbst für unsinnig, überzogen oder für ihn einfach nicht zutreffend hält, dann würde das auch immer funktionieren.
Was machst du denn, wenn du den Nachbarn bittest, den Hund nicht zu füttern und der denkt sich: "Ach, das bisschen Futter. Und der Hund freut sich doch so. Der schaut auch so lieb. Das mein ich doch nur gut und ist auch nicht schlimm." Die Polizei rufen?
Du kannst natürlich wegen Hund füttern, einen Nachbarschaftsstreit beginnen. Formal bist du sogar im Recht, aber ob es dich glücklich macht?
Ich bin ein Fan von Kosten- Nutzen- Rechnungen. Wenn es unterm Strich mehr kostet als nutzt, lass ich es und wenn ich prinzipiell noch so sehr im Recht bin.
Das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich keine direkten Nachbarn habe
Aber bei mir gibt es auch noch was zwischen ich ruf die Polizei und frag ganz nett nebenbei. Nochmal, meine Tiere meine Regeln. Mein Pferd z.B. darf absolut gar keine Leckerli oder Äpfel oder so bekommen, das kann tödlich enden. Das sag ich jedem, der mit ihm zu tun hat, wenn es sein muss mit Nachdruck. Ich hab die Verantwortung und wenn ich es nicht schaffe Nachbarn vom Füttern meines Hundes abzuhalten, dann fänd ich das komisch. Man kann doch so Sachen dann nicht einfach hinnehmen, die einen stören.
Was mich bei deinem Post gestört hat, war das "umerziehen". Das hat doch gar nichts mit erziehen zu tun, wenn ich sag, dass ich nicht möchte, dass mein Hund nicht gefüttert wird, ich finde nervig und wenn mich jemand nervt, dann sag ich das!
Das würd ich übrigens auch so von anderen Menschen erwarten, wenn ich nerve, möchte ich das ja auch wissen. Es geht hier nicht um kleine Kinder oder so (wobei die das wahrscheinlich eher verstehen könnten), sondern eine erwachsenen Mann. Und ja, man kann auch Kompromisse schaffen, mit Absprachen füttern lassen etc., das würd ich aber nicht, weil man Angst vor einem Nachbarschaftsstreit hat, sondern weil man z.B. dem Nachbarn eine Freunde machen will oder der Nachbar dafür mal aufpasst auf den Hund oder so, das ist dann doch gut.
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Ja, und man muss deswegen eigentlich auch keine Grundsatzdiskussion führen. Würde man im RL wahrscheinlich auch nicht machen, aber hier ist es schwer diese ganzen zwischenmenschlichen Nuancen reinzukriegen. Und das mit dem Nachbarschaftsstreit war schon auch überzogen formuliert, gebe ich zu. Manchmal tippen meine Finger schneller als mein Hirn denkt. 
Ich verstehe voll, was du sagst. Bei Pferden ist es eh noch mal ne andere Sache, was jeder sofort versteht, der mal ein Pferd mit ner Kolik live erlebt hat. Wenn das verletzen der "Regel" solch schlimmen Konsequenzen haben kann, versteht (fast) jeder den Sinn der Regel.
In meinem Fall hatte ich ja auch keine Angst vor dem Nachbarn. Mit wars einfach nicht wichtig genug, da 10x über den Sinn der Fütterungsregel zu diskutieren. Im Normalfall akzeptieren doch die meisten Menschen, dass sie dein Tier nicht füttern sollen, wenn du es nett und plausibel erklärst. Aber mein Senior von Nebenan hatte halt auch so viel Freude dran. Und bei der Begründung für das Warum, wär mir halt nicht viel.mehr eingefallen, als "weil ich es so will. Ist schliesslich mein Hund". Objektiv war das Füttern halt auch kein grosses Problem für mich.
Und doch, ich finde schon, dass du versuchst jemanden zu erziehen, wenn du ihn dazu bringen willst, eine Regel zu beachten, die er für sich nicht als sinnvoll oder überzogen ansieht. Das ist bei erwachsenen Menschen nicht dein Job.
Du kannst für dich daraus Konsequenzen ziehen, aber in der Regel nicht das Verhalten anderer steuern, wenn sie nicht wollen, ohne dass es unschön wird.
Aber das ist jetzt irgendwie Off- Topic. Und ich denke, man muss sich darüber am PC auch nicht die Finger wund diskutieren.