Beiträge von KayaFlat

    Da hier ja ein paar Eltern unterwegs sind.. mal doof gefragt. :ops: Ein Freund ist immer etwas deprimiert weil er mit seinen Kids nie was ohne die Mutter der beiden machen kann. Mal zwei Tage weg fahren oder so. Der größere ist nicht das Problem, die kleine. 4 glaub ich und nur Mama, Mama und wieder Mama. Schreien ohne Ende. Ohne Mama isst sie nicht, geht nicht auf Toilette, schreit nur. Kinder haben ja so Phasen. Wird dass besser? Ich bin da nicht so der Profi |) Hund, Katze, Pferd- irgendwas mit Fell aber Kinder...

    Ist individuell und m.E. auch Erziehungssache.

    Alle meine Neffen und Nichten haben ab ca 1,5 Jahre auch schon mal ausserhäussig ganz ohnne Eltern bei Grosseltern und Tanten (z.B. bei mir) übernachtet. Sind das also gewöhnt und geht daher problemlos. Denen gefällt das, weil sie da ja extra Programm kriegen und auch ein bisschen verwöhnt werden.

    Ich denke, oft sind Mamas das Problem, die ihre Kleinen nur schwer loslassen können. Ist aber nur meine Meinung, mögen andere anders sehen.

    Und ja, ich rede mit, obwohl ich keine eigenen Kinder habe, sondern nur 5fache Tantenerfahrung.

    Mal ab von der aktuellen Situation und ganz allgemein:

    Hundemenschen, die Ahnung haben und ihren Hund anständig führen und wissen, wie man eine tragfähige Beziehung mit solider Basis aufbaut, haben nie eine Vollkatastrophe an der Leine. Die kitzeln aus jedem Hund noch das Optimum raus, auch wenn die Anlagen nicht die besten sind. Und es gibt Leute, die kriegen jeden Hund kaputt oder zumindest zu einer wandelnden Baustelle "erzogen". Die meisten liegen irgendwo dazwischen.

    Mich nervt es unsäglich, wenn man dem Hund die Verantwortung für das zuschiebt, was zu mindestens 95% das eigene Versagen ist.

    Und da ist es erstmal unerheblich, ob im Sport geführt oder nicht. Wenn mein Hund Verhalten zeigt, das hochproblematisch ist, frage ich mich, was ich falsch gemacht habe, was ich am Umgang mit dem Hund verändern muss.

    Es ist halt wichtig, dass es beim Welpen so ankommst, wie du es meinst.

    Am Beispiel Sofa, wenn der Hund nicht rauf soll: Hüpft der hoch und ich nehm ihn sanft und setz ihn weg, bin dabei weich in der Körpersprache, dann sieht es der Hund nicht als Grenze, sondern ist bestenfalls verwirrt. Dazu kommt, dass das Sofa für viele Hunde eine recht hohe Wertigkeit hat: erhöht, bequem und nah am Menschen.

    Da muss man deutlich werden. Am besten stoppt man den Welpen vor Vollzug, d.h. er kommt angewackelt und setzt an, auf das Sofa zu hoppsen. Du richtest dich auf, machst den Körper hart und steif ( bist nicht mehr weich, Körperspannung), schaust den kleinen fest an, starrer Blick und sagst sehr bestimmt "Nein", "Tabu" oder was halt immer. Dazu blockst du kurz und deutlich an der Brust des Welpen (kurzer Stoss, keine lange Berührung, kein Schieben). Jetzt müsste der Hund entweder weichen und kurz meiden oder zumindest verharren und dich etwas unsicher anschauen. Jetzt sofort aus dem Droh-/Massregelmodus raus, weil das Verhalten ja abgebrochen wurde. Also Körperspannung raus, Blick souverän abwenden. Dann wird er wohl nach einigem Nachdenken noch ein paar Versuche starten, aber wenn du immer so reagierst, wird er kapieren, dass Sofa hüppen unerwünscht ist.

    Du kannst dem Kleinen nach dem Abbruch auch sofort sagen, was er tun soll: nach dem Motto "Sofa nicht, aber Körbchen links daneben". Da solltest du halt dann schnell reagieren, denn Hund da hinlotsen und belohnen.

    Es ist wichtig, bei sowas eine klare Linie zu haben, dann weiss der Hund recht bald, dass das, was mit deinem Abbruchwort belegt ist, unerwünscht ist. "Lass- das- Kommunikation" verstehen Hundewelpen eigentlich recht gut, wenn sie klar ist. Man muss sich also der eigenen Körpersprache bewusst sein und sie gezielt einsetzen. Man muss das ausstrahlen, was man will, eine klare Haltung haben.

    ???

    Sind jetzt Labradoodles so sensibel?

    Ehrliche Frage, ich kenne nämlich keinen.

    Aber ich kenne ein paar bollerige Labbis, bei denen musst du sehr deutlich werden, damit die kapieren, dass jetzt echt schluss mit lustig ist. Die waren in der Hinsicht schon als Welpe recht merkbefreit.

    Nein, es ist kein Hexenwerk einen Welpen grosszukriegen und zu einem harmonischem Team zusammenzuwachsen.

    Man muss auch keine Wissenschaft aus der Fütterung machen und nicht jeden Haufen einer peniblen Konsistenzanalyse unterziehen. Es gibt viele Hunde, die null Probleme mir der Schilddrüse haben und nicht die Möbel schreddern oder gleich den Halter.

    Es gibt ganz viele nette Hunde, die mal Blödsinn machen, aber keine wirklichen Probleme.

    Es schreibt halt keiner "Hilfe, mein Hund frisst gut, pöbelt nicht, weiss sich im Freilauf zu benehmen und pennt abends mit mir gechillt auf dem Sofa. Was soll ich tun?" Da verschiebt sich dann ein bisschen die Perspektive, wenn man sich in die Problemthreads stürzt.

    Klar wird es anfangs Kommunikationsprobleme und kleinere und grössere Rückschläge geben. Der Hund wird mal nicht hören, vielleicht kriegst du mal mal Ärger wegen etwas, was der Kleine angestellt hat.

    So what? Mit einer Portion Humor und Gelassenheit kriegt man das geregelt.

    Vergiss den Perfektionismus, der richtet mehr Schaden an als er hilft, und such dir eine Rasse aus, die zu dir und deinen Lebensumständen passt.

    Dann ist das Leben mit Hund einfach toll!

    Ich verstehe nicht recht, warum man jedwedes körperliches Grenzen setzen mit Gewalt gleichsetzt.

    Da kommt es auf die Haltung und Austrahlung an, die ihr dabei einsetzt. Ruhig, souverän und ohne selbst aggressiv oder zornig zu sein, kann ich den Hund doch auch mal anfassen. Ich bin schliesslich auch ein körperliches Wesen mit Händen.

    Das finde ich so wichtig und treffend formuliert:

    Wenn sich Hundehaltung wie Verzicht anfühlt, dann muss man es sich gut überlegen.

    Man übernimmt verflucht viel Verantwortung, wenn man sich einen Hund anschafft und als Single trägt man die weitgehend allein.

    Die ersten 30 und die letzen 5 Minuten des Tages gehören dem Hund (bei jedem Wetter und in der Dunkelheit).

    Ich arbeite Teilzeit, weil ich den Hund nicht mitnehmen kann und ihn nicht so lange allein lassen will. Das muss man sich auch leisten können/wollen.

    Die Tage sind mit/ um den Hund herum strukturiert und geplant.

    Kann der Hund irgendwohin nicht mit und war an dem Tag schon 5-6 Stunden allein, verzichte ich.

    Für mich ist das aber alles nicht schlimm, weil in der einzigen hundelosen Zeit, ca. 10 Jahre Studium/Berufseinstieg, mir echt was in meinem Leben gefehlt hat. Erst mit Hund fühlt es sich wieder komplett an.

    Trotzdem wäre mir zwischen 20 und 30 das Verzichten auf Sponanität, Feiern, Festivals usw. viel schwerer gefallen als heute.

    Vielleicht wäre die Anschaffung eines Hundes in einer späteren Lebensphase geschickter.

    Wenn du nicht ohne Hund könntest, würdest du eh nicht lang fragen :winking_face_with_tongue:.

    Ich bin über einge Threads, in denen ich hauptsächlich mitgelesen habe, tw. auch erschrocken gewesen, aber nur bei eimem oder zwei kam da ein Trollverdacht auf.

    Ich sehe das Problem auch tw. in der Überinformation durch das Netz. 1000 Informationen, teilweise widersprüchlich und vielleicht auch nicht für jeden verständlich (mangelnde Lesekompetenz, uneindeutige Formulierungen). Man hats ja hier an manchen Threads gesehen: User A gibt einen Ratschlag, der wird von User B relativiert, User C hält grad das Gegenteil für richtig, User D wirft ein, man müsste da die rassetypischen Eigenschaften noch mehr beachten und dann findet User E das alles komplett daneben. Ich denke, ich wäre als unbedarfter Neuhundehalter am I- Net verzweifelt.

    Was für mich der Kern vieler Probleme im der Hundehaltung ist, ist, dass man einerseits sich nicht mehr abgrenzen kann (Ich/Hund/Umwelt) und andererseits sich nicht einlässt auf das Wesen, das da ankommt. Es in Ruhe beobachtet, kennen lernt, schaut, wie es reagiert und warum und sich einfach die Zeit nimmt, die eine Beziehung braucht.

    Und bei den "harten Threads" halt auch, dass der TE irgendwann merkt, dass er nicht leisten kann, was der Hund für ein zufriedenes Leben bräuchte. Aber bevor diese Erkenntnis reift, fragt man, wie man den Hund halt für sein Leben passend machen kann.

    Ich sehe da diese heutige, ICH will aber, JETZT und SOFORT also MUSS das auch. Diese Verfügbarkeit von allem zu unseren Bedingungen, die wir (v.a. durch das Netz) gewöhnt sind, wird auf das Lebewesen Hund übertragen. Da wird die eigene Eignung, der eigene Wunsch nicht mehr ernsthaft hinterfragt.

    Für mich war da der Husky- Thread kürzlich echt ein erschreckendes Beispiel.