Beiträge von KayaFlat

    Also, zum Deckentraining: Ich möchte sie gerne an einen bestimmten Ort schicken können. Eben wenn zB Gäste kommen und ich nicht möchte, dass sie wild an denen hochspringt, sondern zuerst einfach zuschaut. Also => geh auf deine Decke.

    Ihre Unterwegs-Liegedecke haben wir übrigens auch immer dabei und damit entspannt sie eben sehr gut für ihre Verhältnisse.

    Abbruch werden wir üben müssen, welche Methode / Konsequenz die richtige ignorieren oder abbrechen, indem man sie begrenzt. Da muss ich dann halt 10 mal am Tag aufstehen was nervig ist und sie bekommt ja eine Reaktion aufs Bellen. Daher meine Unsicherheit was da tun soll.

    Ganz konkret vorgekommen vor 10 min: Ich liege auf dem Bett und guck fern. Sie liegt im Eingang im Korb (wir sehen uns also nicht). Kleines Geräusch im Treppenhaus => wauwauwauwau. Aber aus dem Liegen heraus. Abbruchsignal und Begrenzen nützt (manchmal kommen noch ein paar gequetschte Beller hinterher) aber eben: nur im Moment. ich leg mich wieder hin => 30 sek später wieder wauwauwauwau. Wie oft muss ich denn da aufstehen?? Nervt übel.

    Immer einmal öfter als der Hund.

    Ne, ernsthaft, da musst du einfach den längeren Atem haben. Kaya war auch nicht begeistert, wenn sie sich abends in ihre Kudde im WoZi packen sollte, weil Ruhe angesagt war. Da gab es Abende, da hab ich sie 30x wieder hingeschickt. Bis es ihr halt zu blöd wurde und sie eingeschlafen ist. Aber das ist halt auch nach einigen Abenden ziemlich durch, wenn du konsequent bist, bzw.irgendwann probiert sie es noch 5x, dann 3x usw. Aber da muss dann jedesmal die Aktion kommen, den Hund zurückzuschicken.

    Jetzt darf Kaya eigentlich überall liegen, solange sie dabei Ruhe gibt ( auch bei mir auf dem Sofa). Aber manchmal will ich da auch einfach meine Ruhe haben und schick sie in die Kudde. Wenn sie dann mal ihre Nase wieder rausstreckt, reicht jetzt eine Ermahnung.

    Am Anfang ist das halt anstrengend, bis der Hund dir abnimmt, dass das echt ernst gemeint ist. Und deine Pudeline hat halt mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass sie im Zweifel den längeren Atem hat. Kann also sein, dass es länger dauert und du noch konsequenter sein musst. Aber es klappt, wenn du es eisenhart durchziehst. Du darfst nur nicht auf halbem Weg aufgeben. (Sonst verstärkt sich die Erfahrung, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt und es wird noch schwieriger).

    Wie alt ist Dein Hund?

    Als Moja im letzten Winter zu uns kam, war sie 8 mon und wir hatten die Leinenführigkeit auch nicht in 4 Wochen drin

    Marley ist jetzt geschätzt 10-11 Monate alt, genau weiß es keiner, da er aus dem Auslandstierschutz kommt. Ich hoffe wirklich, dass es bei uns auch funktionieren wird !

    Darf ich fragen, wie lange es ungefähr bei euch gedauert hat?

    Das weiss ich gar nicht wirklich. Ich habs halt so lange so durchgezogen, bis der Hund kapiert hatte: an kurzer Leine und Halsband gehen wir in ihrem Tempo ihren Weg und ich latsch mit.

    Leinenführigkeitstraining war ein absoluter Schwachpunkt bei mir. Hatte ich null Bock drauf und Kaya lief viel frei oder an der Schlepp, als sie ihre Phasen hatte.

    Ich hab da die "Ich latsch vor mich hin und du musst dich anpassen- Methode" durchgezogen. Hab mir da die Führleine umgehängt, Kaya am Halsband und bin stur mein Tempo und meinen Weg gelatscht. Null Focus auf dem Hund. Das waren aber am Tag höchstens insgesamt 15 Minuten und sie war da auch schon Junghund. Hat geklappt, ohne dass ich da viel reininvestieren musste. Blieb dem armen Hund auch kaum was übrig, als sich an mir zu orientieren. Ich war da zugegebenermassen auch egoistisch, weil ich einfach nicht diesen riesen Aufwand treiben wollte, besonders da ich echt nicht viel mit Hund an der Führleine unterwegs war.

    Ich finde etwas später (so 10/11. Woche) auch besser.

    Da ist der schon angesprochene soziale Aspekt und ausserdem finde ich, dass man es selbst leichter hat, wenn sie nicht mehr so totale Babies sind: Stubenreinheit, draussen bewegen, Konzentrationspanne einer Stubenfliege stattt einer Amöbe...

    Und ich sehe demgegenüber keinen grossen Nachteil, wenn die Kleinen aus guter Aufzucht stammen.

    Liest sich für mich auch wie ein sehr gestresster Hund, der viel zu viel im Mittelpunkt steht und wo der Focus ständig auf dem Hund liegt.

    Resultat ist ein Hund, der viel "on" ist und nicht wirklich abschalten und entspannen kann.

    Für mich passt ihr auch ins Bild der völlig überengagierten HH, die alles richtig machen wollen, sich belesen haben und jeden empfohlenen Kurs mitmachen. Passt auch zum Wissenschaftler, der mit Planung und einer konkreten Roadmap zu Ergebnissen kommen will.

    Ich sehe auch, dass ihr euren Hund sehr liebt und nur das beste für das kleine Wuschel wollt, aber ich fürchte, auf Dauer schadet ihr eurem Hund, wenn der weiterhin mit so viel Input und Aufmerksamkeit von eurer Seite leben muss.

    Dass er entspannt, wenn ihr weg seid, ist für mich ein deutliches Indiz dafür. Nehmt den Focus öfter bewusst vom Hund weg und zu euch. Geht mit mehr Gelassen- und Entspanntheit an das Thema Hundeerziehung, denn ihr habt noch ganz viel Zeit miteinander zu lernen und aneinander zu wachsen.

    Weniger ist wirklich oft mehr bei flippigen, intelligenten kleinen Hunden.

    Auch wenn er sich nun mit Hunden beschäftigt, unerfahren und nicht sicher im Umgang mit Hunden, und dann ein Schäferhund, das kann doch nicht klappen, oder?

    Doch kann schon. Mein Mann war als wir uns kennen lernten auch sehr unsicher mit Hunden (sogar mit meinem damaligen 40cm kleinen Hund). Durch die Gassigänge im Tierheim hat er Sicherheit aufgebaut und Erfahrung mit unterschiedlich großen Hunden bekommen und so war es dann kein Problem, dass der 70cm große Schäferhund-Mix bei uns einzieht. :)

    Klar kann das in der Familie gehen.

    Aber in Punkto eher verträglich mit anderen Hunden und Besuch und fremde Kinder sehe ich nicht den DSH auf der "das geht easy- peasy- Liste". Natürlich geht auch nicht jeder Dsh gleich Besuch an, aber mit fremden Kindern finde ich das heikel. Stell dir vor, dass der Hund das Kind nur sauber massregelt, weil es vielleicht im Garten allzu ausgelassen getobt hat und der Hund meint, dass es ein paar Gänge runterschrauben soll. Das Kind hat Zahnabdrücke und blaue Flecke. Ich wette, dass da das Geschrei (v.a. bei den Eltern des Besuchskindes) gross wäre und der Hund mit einem Bein im TH stünde.

    Deshalb sehe ich persönlich hier eher keinen Dsh.

    Da geht es auch um recht banale Sachen... sie im Wald an der Schleppleine für Blickkontakt mit mir belohnen, oder wenn sie beim Spazieren brav neben mir an der Leine geht und zu mir blickt.

    Kann auch sein, dass der Hund gestresst ist, weil da ständig Focus auf dem Hund ist. Ständig was eewarten, bestätigen, belohnen kann den Hund auch kirre machen.

    Schlurcht ihr auch manchmal einfach so miteinander rum, ohne grosse Erwartung, dass der Hund jetzt was bestimmtes macht, einfach ganz entspannt?

    Ich finde die Idee mit dem Golden Retriever passend. Aber vielleicht würde hier auch ein Langhaar Collie passen? (schau dir die mal in tricolor an) vielleicht wäre das was für euch.

    Collies habe ich als Allrounder kennengelernt allerdings muss man hier schon auf die Linien schauen da sie zu Sensibilität neigen.

    Gibt es den golden auch in dunkel? Oder sind das dann sofort die Flat coated?

    In dunkel gibts die nicht. Von Fuchurweiss bis Weizengolden würde ich die Farbskala mal poetisch umschreiben.

    Hab auch noch nie gehört, dass dunkelbraun oder so als Fehlfarbe fällt. Vielleicht wissen ausgewiesene Rassekenner mehr wie z.B. wildsurf.