Beiträge von srdm77

    Gegen dem willen deiner ex frau und bei Problemen sogar beim Umgang mit den Kindern?

    Richtig richtig doofe Idee.

    Das ist ja das Kernproblem und deshalb hab ich das Wechselmodell ja jetzt abgehakt. Ich muss gestehen, dass für mich auch andere Faktoren da mit rein spielten. Deshalb bin ich ja hier rein gegangen mit meiner Frage bzgl. Bruno, damit er nicht zum Spielball wird. Also dass ich trotz der Umstände darauf schaue, was wirklich vernünftig ist. Trennungen/Scheidungen können ja in richtige Auseinandersetzungen enden. Bisher ging das eigentlich. Wenn ich aber höre, dass der Neue in dem kurz vor der Trennung gekauften Haus mietfrei wohnt, sie mir aber gleichzeitig erzählt, dass sie mir meinen Kindergeldanteil nicht auszahlen kann, weil sie es für das Haus braucht, dann wird´s für mich erstmal schwierig, die Dinge getrennt zu betrachten und die Unbereitschaft zum Versuch mit Bruno nicht als Gemeinheit zu interpretieren. Aber ja: ist ne doofe Idee, wenn man daran interessiert ist, dass es allen gut geht. Dass der Hund mich nicht (mehr) vermisst, ist in sofern ein kleiner Trost, dass er nicht leidet. Aber man kann sich als Hundemensch sicher vorstellen, dass der Gedanke an einen anderen Hund kein geeigneter Ersatz ist. Deshalb kann ich den Gedanken, ihn ganz zu mir zu nehmen, noch nicht richtig loslassen.

    Hi zusammen und danke, dass es mittlerweile so viel Anteilnahme geworden ist.


    Mein Sohn ist ein Papa-Kind, von daher war das mit dem Wechselmodell für mich eher angesagt, als ein Wochenend-Papa zu werden. Und das war schon alles andere als leicht umzusetzen. Der Hund war auch eher "meiner", sowohl auf dem Papier (er ist auf meinen Namen gemeldet. Kaufvertrag gibt´s keinen), als auch vom Bezug her. Er war rund um die Uhr an meiner Seite und meiner Ex war er eher eine Belastung. Die Grenze, die mir nun gezogen wird, ist richtig beobachtet und auch natürlich, da man nach Trennung und Neuorientierung natürlicherweise ein Abgrenzungsbedürfnis hat. Und ich bin kein Typ, der sich in Dinge einmischt, ihr Neuer schon. Das macht´s halt schwer, weil ich das als seine erneute Grenzüberschreitung mir gegenüber empfinde.


    Aber nachdem mir nochmal klar wurde, wie sehr Kinder uns Tiere die Beziehungen zwischen Menschen spiegeln, ist meine ursprüngliche Wunschvorstellung abgehakt. Bruno zusammen mit meinem Sohn bei mir zu haben, sodass Hund und Sohn quasi gemeinsam wechseln, wäre zwar für mich ein gangbarer Kompromiss, aber die gegenseitige Abhängigkeit bei Abstimmungen, auch bei weniger Tagen, spricht einfach dagegen. Das sieht man ja schon an der Ablehnung des Versuchs.


    Selbst die Tatsache, dass mein Sohn sagt, ich solle nicht aufgeben, will ich nicht überstrapazieren. Irgendwann würde der Streit zu belastend. Auf das Niveau "wenn es sein muss, ziehe ich gegen deinen Papa vor Gericht" will ich mich ungern einlassen.


    Ist halt irgendwie irre: ich sage, ich will ihr den Hund nicht wegnehmen, weil er ihr jetzt doch ans Herz gewachsen ist, muss mich aber aus Konsequenz daraus mit dem Gedanken anfreunden, ihn los zu lassen. Selbst wenn ich mich durchringe, ihn ganz für mich zu beanspruchen, stehe ich wieder vor der rechtlichen Hürde. Da würde dann sicherlich sowohl die vergangene Zeit in die Waagschale fallen, als auch die Tatsache, dass er dort Freilauf auf einem mehrere Hektar großen Hof hat, hier "nur" ein großes Haus mit großem Garten.


    Als Trost bleibt, dass es ihm da nicht schlecht geht. Danke nochmal!

    Mein Mann hat sich gerade eben von mir getrennt, Sina bleibt bei mir.

    Ich würde ihr keinen Gefallen tun, wenn sie zwischendurch zu ihm müsste, da sie arg an mir hängt, das ist bei meinem Mann bei Weitem nicht so.

    Sina zuliebe verzichtet er daher auf solche "Besuche".

    Ich finde, das kommt stark auf den Hund an ob das sinnvoll ist oder nicht.

    Alles Gute für dich! In der Jahreszeit und in der aktuellen Zeit noch besonders, ist das doppelt schwer.

    Ich verstehe schon, dass die Ex-Frau & neuer Partner den Ex-Mann nicht in mehr Lebensbereichen als unbedingt nötig haben möchten. In der Regel trennt man sich ja nicht ganz grundlos. Dass die Eltern sich weiterhin um das Wohlergehen des Kindes kümmern ist richtig und wichtig. Der Hund ist allerdings nur ein Hund. Für Tiere gelten solche Modelle nicht. Der Hund kommt mit der neuen Situation sicherlich klar, viel geändert hat sich an seinen Lebensumständen wohl nicht. Das Problem hat lediglich der zurückgelassene Mensch.

    Wenn das die problematischen Argumente wären, aber es wird ja vorgebracht, dass es dem Hund schlechter gehen würde dadurch. Mittlerweile habe ich eine Hundepsychologin ans Telefon bekommen und eine sehr nette Auskunft erhalten: Es kann wohl schon eine Verunsicherung werden, angeblich für die meisten Hunde und man muss das dann beobachten und ggf. umentscheiden. Das setzt halt dann auch Kommunikation unter den Menschen voraus. Ist das nicht gewollt, wird´s auch mit dem Vierbeiner nix.

    Danke, das beobachtet Ihr schon ziemlich gut. Der neue Partner meiner Ex ist es ja schließlich, der meinem Kind gegenüber angekündigt hat, vor Gericht zu ziehen, wenn es sein muss, nicht ich. Ich bin eher derjenige, der die Konsequenzen abwägt und daher nach Argumenten sucht. Mich würde es im umgekehrten Fall überzeugen, dass der Hund ja dann bei seinem ursprünglichen Herrchen ist und durch die Dauerhafte Anwesenheit des Kindes etwas Vertrautes hat. Am Ende würde ich natürlich die Vernunft siegen lassen und dem Hund Menschenkonflikte ersparen. Aber da bin ich halt noch nicht, weil sie ja angeblich Erkundigungen eingeholt haben, die besagen, dass das dem Hund nicht zuzumuten sei. Bisher konnte ich noch nichts dergleichen herausfinden und ich vermute mal, dass ein Hundepsychologe als erstes darauf hinweisen würde, wie es um die Kommunikationsbereitschaft unter den Menschen aussieht.

    Hallo Ihr Lieben,

    danke für die Antworten. Ich suche Argumente. Denn selbst zum Gassi gehen ist man nicht mehr bereit. Dass die Rechtslage schwierig ist, weiß ich schon. Außerdem ist das dann ein Öl ins Feuer Gießen, welches ich vermeiden will. Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten ist ein wichtiges Stichwort. Die ist leider nicht gegeben. Die Argumente, die ich suche, gehen in Richtung Hundepsychologie, also wie viel man einem Hund zumuten kann bzw. was man im Vorfeld wirklich ausschließen kann. Ich gehe bisher davon aus, dass ich es meinem Hund anmerken würde, wenn er Probleme hat und würde entsprechend agieren und verzichten. Mit der Ablehnung ohne es zu versuchen, bzw. den Versuch als Tierwohlgefährdung zu bezeichnen, habe ich Schwierigkeiten.

    Hallo zusammen,

    bis ich mir überlegte, mir ein Forum für Hilfe zu suchen, ist schon einiges an Zeit vergangen. Ich bin verzweifelt und bitte um Hilfe. Mein Name ist Stephan, mein Hund heißt Bruno und ist ein zehnjähriger Aussie-Labrador und ich kann ihn nicht mehr bei mir haben. Das ist sehr hart für mich. Kurze Vorgeschichte: vor zwei Jahren hat sich meine Frau von mir getrennt, ein halbes Jahr nachdem wir 90km von meiner Arbeit entfernt, ein Haus gekauft haben. Ihr neuer Partner war schneller drin als ich draußen. Dann ging für mich erstmal die Suche los, wo ich in der Nähe wohnen kann, um in der Nähe unseres Kindes zu sein und das Wechselmodell zu leben. Ich habe mich selbstständig gemacht, um von zuhause zu arbeiten. Leider fand ich zunächst keine Wohnung, in die ich Bruno hätte mitnehmen können. Mittlerweile schon. Nun hätte ich die Möglichkeit, Bruno auch bei mir zu haben, aber meine Ex-Frau lehnt ab, weil ihr neuer Partner meinen Bruno nun als seinen Hund bezeichnet und beide der Meinung sind, eine erneute Veränderung in Form von gelegentlichen Ortswechseln würde Bruno nicht gut tun. Sie geben an, sich von Hundetrainern und -Psychologen Meinungen eingeholt zu haben, die sie darin bestätigen, dass Bruno darunter leiden würde. Nun habe ich mich auch auf die Suche begeben, da ich mich schwer tue, das zu glauben.

    Dass ein Wechselmodell wie mit unserem Kind für einen Hund ggf. eine Überforderung sein könnte, kann ich mir vorstellen. Wobei ich denke, dass es zumindest einen Versuch wert sein sollte. Aber so eine Art Umgangsrecht für einen Tag in der Woche und jedes zweite Wochenende müsste doch machbar sein. Oder ist selbst das für einen Hund verwirrend? Wenn dem so wäre, müsste ich schweren Herzens Abschied nehmen, aber ich brauche da Gewissheit.

    Liebe Grüße

    Stephan