Beiträge von LUKE13

    3.8. Aus welchen Gründen lügst du?

    Ich arbeite im Dienstleistungsbereich.

    Ich lüge somit regelmäßig, nämlich immer, wenn einer der '10% der Menschheit sind Deppen' reinkommt:

    "Schön sie zu sehen..." :fear:

    "Nein, das stört mich gar nicht, dass sie grundsätzlich in der Mittagspause kommen" :skeptisch2:

    "Klar dürfen sie mir die Schuld geben, wenn sie rechts und links nicht unterscheiden können" :roll:

    ....

    Schön das du hier her gefunden hast.

    Du wirst sicher noch viel kompetente Antworten bekommen.

    Ich schreib einfach mal was mir spontan dazu einfällt, da ich ja auch einen Hund mit einer hohen Erwartungshaltung und einem hohen Außenfocus habe. Ich bin aber nicht der Erziehungsspezialist. Aber vielleicht hilft ja schon mal eine Außensicht.

    Zum einen ist es wirklich schön, dass ihr bereits einen Weg gefunden habt, der funktioniert.


    Zum Thema Schlafen / Ruhen:

    Ein Hund soll ca. 16 Stunden schlafen, davon schläft meiner ca. 10 Stunden richtig tief, die anderen 6 Stunden döst er halt oder liegt entspannt irgendwo rum.

    Das sind dann immer noch 8 Stunden die er wach ist. Davon beschäftige ich mich ca 3 bis 4 Stunden aktiv mit ihm (Gassie, Training, Futter, Pflege). Die restlichen 4 bis 5 Stunden läuft er halt mit. Schaut, ob mir beim Kochen was runter fällt. Kontrolliert, ob ich nach dem Klo die Hände wasche. Begleitet mich in den Garten, spielt mit seinem Kong, sammelt Socken :skeptisch2: , etc.

    Sind es bei euch wirklich nur 12 Stunden Ruhezeiten? Und 12 Stunden ist er top fit?

    Oder liegt doch zwischen durch irgendwo rum mit Augen auf Halbmast? Muss ja kein Tiefschlaf sein.

    Ansonsten hilft einfach weiter begrenzen.

    Da denke ich, ist euer Weg schon richtig. Da müsst ihr einfach dran bleiben.

    Zum Thema Katzen (ja, die sind hier auch auf der Speisekarte):

    Ich setze hierbei auf selbständige Rückorientierung. Wenn er eine Katze sieht und es schafft nicht hinterherzugehen (ging e nicht, da Leine dran) sondern sich zu mir umzuorientieren gibt es eine super Belohnung bei mir.

    Geht natürlich nicht direkt mit einer flüchtenden Katze vor der Nase. Erst ist es eine Katze die weit weg ruhig in der Wiese sitzt... Wenn das klappt, kann man die Distanz kürzen... Und irgendwann geht dann auch eine rennende Katze.

    Andere Hunde:

    Wenn er nur einen oder zwei bestimmte Hunde hat, die er echt nicht mag und beim Rest ist alles gut, dann würde ich persönlich diesen Kandidaten einfach aus dem Weg gehen und fertig.

    Ist es allerdings ein generelles Problem, dann wäre mein Weg wieder dasselbe Prinzip wie bei den Katzen. Auch hier erst mal mit dem Abstand arbeiten, den er noch gut aushalten kann.

    Aber es kommen bestimmt noch viele Tipps der echten Erziehungs Profis.

    Ach ja, was du nicht geschrieben hast, wie gestaltet ihr denn die aktive Zeit mit eurem Hund?

    Geht ihr nur spazieren? Oder bekommt er auch gezielte Auslastung?

    Also sowas wie Unterordnung, Fährte, Dummy Arbeit, Zielobjeksuche,...

    Quasi als Grundlage, einmal um den Hund positiv auszulasten und zum anderen um seine Kooperation und Zusammenarbeit mit euch zu fördern.

    Ich habe meine Arbeitszeit deutlich aufgestockt. So kann ich die angestiegen Kosten gut abfedern, und es gibt keine großen Einschränkungen.

    Aber wenn das Kaltblut irgendwann stirbt, wird es bei dem Pony bleiben. Ich werde mir def. kein zweites Pferd kaufen. (Auch wenn die Tochter ihr Pony mal mitnehmen sollte)

    Auch werde ich keine weitere Stallkatze mehr aufnehmen. Sollte mir nochmal eine zulaufen, werde ich sie vermitteln oder beim Tierschutz abgeben.

    Ein Foto hat mich schon erreicht - aber ich bin sicher, da geht noch mehr.

    Wenn ihr beim Gassie gehen eine konspirative Versammlung einiger netter Laubbäume trefft, oder sich düstere Nadelbäume zusammenrotten, wenn Eichen und Kiefern sich auf einen kleinen Plausch treffen -

    dann zückt schnell eure Kamera oder euer Handy und schickt mir ein Bild.

    Eine Woche habt ihr noch....

    Zum Thema Jagen haben ja schon viele etwas geschrieben.

    Was ich noch anmerken möchte, du meintest ja, er ist sehr lieb und unterwürfig anderen Menschen und Hunden gegenüber und geht Streit aus dem Weg.

    Möglicherweise hast du Glück, und dieser Charakterzug bleibt ihm.

    Es kann aber auch passieren, dass im Zuge des erwachsen werdens - so zwischen zwei und vier Jahren - da ein große Schippe Ernsthaftigkeit drauf kommt.

    Das er Rüden plötzlich nicht mehr so toll findet, das er fremde Menschen nicht mehr in der Nähe eures Autos duldet.

    Und das er Hündinnen sehr spannend findet.

    Da fände ich es sehr schön und dankenswert, wenn ihr da auch Vorsorge trefft, damit er nicht weiter zum Elend der wilden oder halbwilden Hunde Sardiniens beitragen kann.