Yasemin98
Ich kann deinen Mann richtig gut verstehen.
Ich habe ja dieselben Träume geträumt. Nur halt noch ohne YouTube und Instagram 
Aber ich wollte auch immer einen Schäferhund!
Und mein erster Hund wurde tatsächlich ein belgischer Schäferhund.
Und ja, ich hab das durchgezogen. Aber (!) ich habe meine komplette Freizeit und mein ganzes Geld in diesen Hund gesteckt.
Und ich hatte eine gute Portion Glück und den Rückhalt meiner Familie und meines jetzigen Mannes.
Mit Familie und Kindern wäre ich definitiv gescheitert, so realistisch bin ich.
Der zweite Hund wurde bewusst kein Schäferhund, obwohl dies weiterhin meine Traumhunde sind. Aber Baby und Schäferhund? Das wollte ich aus allen hier bereits aufgeführten Gründen nicht.
Aktuell sitzt wieder ein 10 Monate alter Schäferhund hier. Die Tochter ist kein Kind mehr, sondern eine Jugendliche mit einem guten Gespür für Tiere.
Mein Mann steht auch hinter mir und meiner Leidenschaft. Auch wenn er durchaus manchmal genervt ist...
Denn obwohl es mein Hund ist, und ich tatsächlich die komplette Arbeit (Spaziergänge, Ausbildung, Futter, Tierarzt etc) leiste, verändert der Hund trotzdem das ganze Familienleben.
Weil ich zweimal die Woche auf dem Hundeplatz stehe.
Weil der Hund noch nicht gechillt im Biergarten liegen kann.
Weil der Hund nicht mit zu unseren Freunden mit Katze kann.
Weil der Hund nicht länger als einen halben Tag alleine bleiben kann.
Weil eine Freundin der Tochter Angst vor Hunden hat.
Weil spontaner Kurzurlaub nicht möglich ist.
Weil der Hund auch dann kotzt wenn ich nicht da bin
Weil der Hund noch keine Radtouren mitlaufen kann.
Weil der Hund viel Dreck macht.
Weil der Hund in die beste Jacke meines Mannes ein Loch gebissen hat.
Weil viel Spontanität weg fällt.
Weil der Hund versorgt werden muss, auch wenn ich im Krankenhaus liege.
Weil der Hund....
Die Liste lässt sich beliebig vorsetzen und soll dir nur zeigen, das ein Hund nie das Hobby nur eines Familienmitgliedes ist.
Ich sage nicht, das es nicht machbar ist mit Hund und Kindern. Allerdings nur, wenn alle hinter dem Hund stehen. Und die Einschränkungen, welche ein Hund zwangsläufig mit sich bringt, von allen mitgetragen werden.
Und zwecks "die Kinder müssen sicher sein". Dies liegt in erster Linie an eurer Erziehung und eurem Management. Aber die richtige Rasse kann das Leben bei dieser Erziehung wesentlich einfacher machen.