Beiträge von Donna63

    dragonwog Mein Hund kam im Alter von ca 7 oder 8 Monaten aus dem slowenischen Tierschutz zu mir, kannte auch weder Bus noch Autos, Radfahrer etc. Und sie hat es auch noch gelernt.

    Erstens ist es nicht so, dass ein Hund nicht auch im höheren Alter lernen kann und Umwelterfahrungen sammeln und verwerten kann. Ein gutes Beispiel dafür wäre auch das Galgöchen von @pinkelpinscher.

    Zweitens finde ich, dass du den zweiten oder dritten Schritt vor dem ersten von Holly Besitzerin verlangst:

    gezieltem "ich gelange nicht zu meinem Menschen" Training

    Am 5.Tag nach der Ankunft?

    Sollte hier nicht erstmal Kontaktaufnahme ,Vertrauensbildung und Freundlichkeit stehen?

    Das bedeutet nicht, dass nicht vom ersten Tag an gewisse Hausregeln gelten, wie nicht auf den Tisch springen etc. Aber ich persönlich finde , man muss nicht gleich die härtesten Bandagen rausholen, wenn an seit nichtmal einer Woche ein Welpe zu Hause hat

    mir fällt gerade noch ein:

    Du könntest dich an den Schreibtisch setzen, Holly bekommt einen kuscheligen Platz neben dir und kommt an die Leine. Du solltest völlig konzentriert arbeiten( zumindest so wirken) und die Kleine komplett ignorieren. Irgendwann wird sie Ruhe geben und umkippen zum Einschlafen.

    Ich habe es bei Donna gemerkt, wie gut es ihr getan hat, wenn ich mit meinen Gedanken konzentriert beim Arbeiten bin. Sie weiss mittlerweile schon: Frauchen holt ihr Arbeitsgerät- OK! Ich hau mich hin und hab die nächsten 2 bis 3 Stunden Sendepause.

    ich hab in meinem ganzen Leben noch keine Suchspiele und Co mit nem Welpen gemacht.

    Der hat doch voel mehr davon wenn man Balance, Körpergefühl, Mut, Geräusche oder sonstewas übt

    Das glaube ich dir. Wie alt waren denn deine Welpen, als sie zu dir kamen? Hattest du sie von einem guten Züchter?

    Holly kommt aus dem Ausland zu uns. Sie ist bereits 4 Monate oder älter. Durch den frühen Verlust ihrer Mutter und einige Wochen im Shelter/Welpenzwinger ist sie supernervös und immer "on". Sie kennt keine Grenzen und weiß nicht, wie sie zur Ruhe kommen kann. Neben der Stubenreinheit soll sie nun erstmal lernen, entspannt zu schlafen. Damit sie die Eindrücke auch verarbeiten kann.

    Die Trainerin ist sehr einfühlsam, hat sich Holly und ihr Wesen gründlich angesehen und ein Schnüffelspiel empfohlen, um sie geistig zu beschäftigen und sie auch vom Kopf her müde zu machen. Spaziergänge dürfen wir ja leider noch nicht machen. Du solltest sie mal sehen. Sie tobt und springt in Riesensätzen wie ein Hase durch die Bude, nervös wie ein Reh.

    Vermutlich hat jeder seine eigenen Ansätze mit Welpen. Wir können uns aktuell nur nach den Empfehlungen der Trainerin richten und nach unserem eigenen Bauchgefühl.

    Ich befürworte es, Holly erstmal in Ruhe bei dir in Haus und Garten ankommen zu lassen. Ein Tierschutzwelpe aus dem Ausland ist eine völlig andere Nummer als ein normaler Züchterwelpe. Holly braucht zuallererst eine seelische Basis, ein Ankommen bei dir, bevor sie wieder eine Schritt mehr machen kann.👍

    Deine Trainerin klingt vernünftig- bis auf die eine Sache mit dem Schlafen.

    Du musst doch nicht mit dem Welpen schlafen? Darfst du dich nicht bewegen, wenn der Welpe sich zum Schlafen an dich kuschelt? Das würde ich nicht zur Gewohnheit werden lassen!

    Was hälst du davon, wenn du ihr einen getragenen, kuscheligen Pullover von dir oder deinem Mann zum Kuscheln und als Schlaf-Buddy gibst? Du kannst sie zu deinen Füssen auf dem Kuschelpullover liegen lassen, wenn du am Schreibtisch sitzt.

    Der Vorteil wäre, das Holly gleich für später lernt, auf diesem Pullover oder einer kuscheligen Decke ist Ruhezeit, egal wo sie liegt: im Büro, oder im Restaurant oder im Urlaub...

    Erst mal tief durchatmen

    Da hat euch ein heftiger Welpenblues gepackt :streichel: .

    Aber ihr seid insofern schon auf dem richtigen Weg, dass ihr euch einen Trainer ins Boot geholt habt: bis Dienstag kann man durchhalten : Tschakka: ihr schafft das!

    Wir kriegen sie nicht ausgelastet, sie nagt alles im Haus kaputt und macht die großen Geschäfte konsequent drinnen. Die größte Herausforderung allerdings ist: Sie kommt nur sehr schwer zur Ruhe

    Nur so ins Blaue vermutet: lastet ihr sie wahrscheinlich zuviel aus? Was macht ihr denn so an Programm pro Tag?

    Mit 4 Monaten läuft ein Welpe eher nur im Alltag mit,und einmal täglich mit Schleppleine irgendwo auf der Wiese frei schnüffeln können reicht.

    Wenn sie nur auf der Couch bei euch zur Ruhe kommt, fehlt eindeutig ein positiv aufgebaute Rückzugsort. Habt ihr eine Box, in der sie zb mit einem Kong zum Ausschlecken entspannen und schlafen kann?

    Meistens läuft bei frisch gebackenen Welpeneltern(-und manchmal auch Menscheneltern :pfeif: ) schief, dass das neue kleine Familienmitglied völlig im Fokus und in der vollen Aufmerksamkeit steht, ständig angeschaut und beobachtet wird, angefasst etc pp, so dass es nicht zur Ruhe kommen kann. Ist das bei euch auch so?

    Wegen des Stubenrein werden: stur nach jedem Essen, Schlafen, Spielen kurz zum Löseplatz tragen und viel loben, wenn es klappt. Oder auch stur alle 2 Stunden( Nachts natürlich nicht so oft) raustragen.

    Ein Boxer ist von sich her schon lebhaft und agil, von daher ist der Anfang da sicherlich auch anstrengender, falls einer in der Genetik steckt.