Beiträge von Donna63

    Nun versuche ich, das alles ein bisschen beiseite zu lassen und intensiver hinzuschauen, was mein Hündchen mir signalisiert. Es geht ja auch darum, eine gemeinsame Sprache zu finden, nicht?

    Ich finde, das klingt gut!

    Wenn man das jetzt mit deinem Anfangspost vergleicht, dann geht die Tendenz in die richtige Richtung und es klingt viel aufgeräumter und selbstbewusster.

    Weiter so!

    Was ich auch herauslese - vielleicht täusche ich mich? - aber:

    Jetzt fehlt nur noch ein bisschen mehr Fokus wieder auf dich und dein menschliches Leben. Du brauchst ein bisschen Abstand zwischendurch vom Hund, um dich noch besser sortieren zu können und damit dein Bauchgefühl auch wirklich gut funktioniert.

    Gönn dir mal Auszeiten, und wenn es nur so ist, dass du in Ruhe einkaufen gehst und es geniesst, mal woanders zu sein.

    Ich kenne das auch von mir: man kann sich so derart in die Aufgabe hinein knieen, dass man gar nicht merkt, dass man sich komplett darin verloren hat, immerhin geht es ja um ein Lebenwesen.

    Aber man muss aufpassen, dass es nicht too much wird. :bussi:

    Das IST doch bereits Sozialisierung, nicht

    :nicken:

    Erstmal muss sie sich in Haus und Garten und mit uns wohlfühlen und darauf vertrauen können, dass sie bei uns sicher ist. Danach setze ich sie weiteren Reizen aus. Auto fahren, den Tierarzt sowie Oma und Opa kennen lernen, kurze Spaziergänge.


    Sie braucht auch Zeit und Ruhe, um all das Neue verarbeiten zu können.

    :nicken:

    Hör auf dein Bauchgefühl

    Zum Thema "Aufwachsen im Shelter":

    Donna war auch immer angeknipst, völlig hektisch und kam kaum zur Ruhe, als wir sie bekommen haben.

    Bei ihr lag es ( neben des Transportstresses) daran, dass in so einem Zwinger niemals! Ruhe herrscht. Die Hunde sind in Gemeinschaftszwingern, oft in ungünstigen Gegenden, an der Autobahn oder im Gewerbegebiet.

    Da ist es laut, ständiges Gebelle und eben evtl auch Autolärm etc.

    Nachts kann der Hund nicht ruhig durch schlafen, denn eventuell wird er Nachts von einem anderen Hund von seinem Platz verjagt.

    Man muss sich das vielleicht so vorstellen wie beim Menschen in einem Obdachlosenasyl.

    Ein Welpe muss einerseits kämpfen lernen, denn wenn er sich unterbuttern lässt, bekommt er eben weniger zu essen oder wird gemobbt. Donna hat die Hundesprache dort perfekt gelernt, und auch gelernt, wie man sich andere Hunde von Leib hält. Und sie hat gelernt, ihr Futter zu verteidigen.

    Wenn ein älterer Hund dich als Welpen nicht mag, hast du im Zwinger keine große Chance weg zu kommen, da musst du alle Register der Hundesprache ziehen.

    Deshalb glaube ich eigentlich nicht, dass Holly später so immense Probleme mit anderen Hunden bekommen wird. Sie hatte ja Umgang mit anderen Hunden in ihrer Prägephase.

    Eine andere Sache ist, dass solche Hunde natürlich kein künstliches Spielzeug kennen und sich den ganzen Tag selbst beschäftigen: miteinander, aber auch mit Gegenständen oder Ähnlichem.

    Donna als typischer BC hatte sich aufs Fliegen fangen und aufs Lichtpunkte jagen kapriziert. Das tut sie heute teilweise noch, wenn sie sich langweilt oder gestresst ist.

    Holly klebt wahrscheinlich gerade so an ihren Menschen, damit sie Schutz hat und überlebt. Sie weiß ja nicht, ob sie dort bleibt oder was für Gefahren ihr drohen könnten.

    Bleibt ruhig, gelassen, konsequent und liebevoll. Dann werdet ihr das schon schaffen! :bussi:

    Aber wir sind dran, mit dem Deckentraining. Die Expertin hat uns gestern auch noch einen anderen Platz für Holly im Wohnzimmer empfohlen. Ruhiger, in einer Ecke.

    dann gebt ihr als Ersatz für euch auf die Decke einen alten, nach euch riechenden Kuschelpullover. Oder ein Kissen aus eurem Bett, oder ein Kuscheltierchen( was sie natürlich nicht kaputt machen sollte :verzweifelt: )

    Es wird ja anscheinend schon besser, ihr bekommt das hin! :bussi:

    Donna wäre das Gehirn heraus geploppt, wenn ich sie knapp eine Woche nach Ankunft auf die komplette Umwelt los gelassen hätte. Die hatte weiß Gott genug damit zu tun, das Leben im Haus kennen zu lernen und plötzlich so eng mit 2 fremdem Menschen eingesperrt zu sein, Berührungen zu ertragen, ihre Giardien los zu werden etc pp..

    Ich finde den Plan, in zwei Wochen so langsam zu starten mit mehr Reizen und Aussenwelt, anderen Hunden etc, in Ordnung.

    Soooo lange ist das doch nicht

    Sollte hier nicht erstmal Kontaktaufnahme ,Vertrauensbildung stehen und Freundlichkeit stehen?

    Erste Verknüpfungen verankern sich besonders gut. Wenn man einen Hund haben will, den man sich zeitlebens auf den Buckel binden möchte bzw. der niemals das Alleinbleiben können soll, dann kann man das sich er so machen ...

    Ich gebe dir in so fern recht, dass ein kleines Hundekind nicht bestimmen sollte, wie sich 2 Menschen in der Wohnung zu bewegen haben. Es kann natürlich nicht sein, dass Einer mit dem Welpe auf der Couch fest getackert sitzen muss, und der andere sich auf Zehenspitzen durch die Wohnung schleicht oder sich nicht aufs Klo traut, weil der Hund gerade schläft

    Aber sie kann ja erst zur Ruhe kommen, wenn ihr sie auch mal in Ruhe lasst. Die merkt, dass ständig der Fokus auf ihr liegt...

    Damit haben wir im Augenblick in der Tat noch zu kämpfen. Ein Fortschritt ist, dass sich der Mensch, auf dem sie gerade NICHT liegt, inzwischen schon freier in der Wohnung bewegen darf. :hurra:

    Auch da werdet ihr mit der Hausleine bestimmt gute Erfolge erzielen.