Beiträge von MattK

    Parzival ist jetzt 12 Monate alt und hat sich gut entwickelt. Er hat ein ausgeglichenes und ruhiges Wesen, zeigt keine Aggressionen gegenüber Menschen oder Tieren und bellt nie - außer es klingelt an der Haustür. Lediglich Lokalbesuche funktionieren noch nicht perfekt, weil er statt unter dem Tisch zu schlafen dauernd nach Artgenossen Ausschau hält.


    Das einzige echte Problem ist die mangelnde Leinenführigkeit. Er hat ständig die Nase auf dem Boden und läuft gerne von links nach rechts, wenn er eine Spur gefunden hat. Sieht er einen anderen Hund, will er unbedingt hin, um mit diesem zu spielen und es bedarf äußerster Anstrengung, ihn zu halten - obwohl ich 90 kg wiege und recht kräftig bin. Da ihn die Leine zurückhält, richtet er sich zu voller Größe auf, und die meisten Hunde haben Angst vor einem ausgewachsenen DSH Rüden.


    Wenn ich mit ihm zum Hundeauslauf fahre (ist ein übersichtliches, eingezäuntes Areal) funktioniert es gut. Dort sind meistens mittelgroße bis große Hunde und er tobt mit jedem. Er zeigt kein Dominanzverhalten (jagen und gejagt werden läuft abwechselnd) und fühlt sich ein Hund genervt und bellt Parzival an, dann schaut er nur, ohne zurück zu bellen und sucht sich den nächsten Hund. In der Stadt ist es dagegen ein Spießrutenlauf. Ich traue mich schon gar nicht mehr in den Park, weil dort etliche Hundehalter unterwegs sind.


    Natürlich habe ich die üblichen Ratschläge beherzigt. Hundetrainer-Videos auf YT gesehen, kurze Leine, stehen bleiben, wenn er zieht, abrupt die Richtung wechseln und ihn 'rausholen' (funktioniert, wenn ich ihm ein Leckerlie zeige und 'sitz' machen lasse). Das klappt auch alles, aber sowie ich mich wieder bewege, geht das Spiel von vorne los.


    Er ist ein gutmütiger Hund, der zu Hause oder beim Besuch bei Freunden gehorcht, aber an der Leine ist er leider stur wie ein Bock. Was macht man da? Warten, bis er älter und ruhiger wird und sich das Interesse an anderen Hunden legt?

    Mein DSH Rüde ist 8 Monate alt und wurde bisher ausschließlich mit TF (Royal Canin Maxi Puppy) gefüttert. Das mag er allerdings nicht mehr und deshalb will ich auf Nassfutter umstellen. Womit sich die Frage nach Marke und altersgerechter Menge stellt. Die Marke sollte im lokalen Fressnapf erhältlich und online bestellbar sein. Idealer Weise so portioniert, dass angebrochene Dosen nicht über Nacht aufgehoben werden müssen.


    Hinsichtlich der Marke dachte ich an Rinti, falls er es mag. Gefunden habe ich allerdings nur eine Fütterungstabelle von Platinum, die besagt, dass ein 8 Monate alter Hund, der im ausgewachsenen Zustand 40 kg wiegen wird, täglich 1,3 kg Nassfutter bekommen soll. Ist das richtig und gilt diese Menge ebenso für andere Marken?


    https://www.platinum.com/Servi…Fuetterungstabelle-Hunde/

    erkennt Schwätzer, wenn sie ihre Aussagen liest.


    Ok ich bin raus...

    Das geht in Ordnung, die Sympathie beruht hier ja offensichtlich auf Gegenseitigkeit. Allerdings bin ich mir schon darüber bewusst, dass Menschen hinter der Tastatur sitzen und stoße mit meinen Beiträgen niemanden vor den Kopf.


    Aber was soll's, ein professioneller Kommunikationsstil ist nun mal nicht jedermanns Sache.


    Ich wünsche dir auch einen schönen Abend.

    Man kann im Alter von 5 Wochen aber lediglich einschätzen, wie neugierig/zurückhaltend, bzw. intro/extrovertiert ein Welpe ist und wie er mit seinen Wurfgeschwistern umgeht, um die Rüpel unter ihnen nur an Menschen abzugeben, die hinsichtlich Charakter, Erfahrung und geplantem Verwendungszweck als Familien- oder Gebrauchshund darauf schließen lassen, dem Hund später gerecht zu werden.

    Und auch einfach zugeben, wenn man von der Materie keine Ahnung hat und nicht auf die AT schauen und nicken, als wäre man der Pro, der genau weiß, was die einzelnen Ahnen vererben und was die Abkürzungen da bedeuten.

    Ich habe doch zugegeben, kein "Pro" zu sein, aber auch für Normalhundehalter lassen sich aus der Ahnentafel HD/ED-Befunde sowie abgelegte Prüfungen der Vorfahren ablesen.


    Und das geht eben erst, wenn die Welpen etwas älter sind.

    Und wie genau soll das funktionieren, wenn die Welpen bereits zuvor vermittelt wurden?


    Geholfen kann nur dem werden, der zugibt, dass er Hilfe braucht und sie auch annimmt.

    Dazu ist es aber hilfreich, wenn der Helfer nicht von "oben herab" argumentiert.

    Aber wenn du glaubst, ein Husky bereitet auf einen Gebrauchshund vor und ja, auch ein HZ DSH ist noch immer mehr Gebrauchshund als viele Hundehalter händeln können und du meinst, dass du im Alter von 5 Monaten schon sagen kannst, dass alles passt, fühle ich mich in meiner Annahme nur bestätigt.

    Irgendwann ist immer das erste Mal mit einer "neuen" Hunderasse und auch ein Beagle bereitet nicht auf einen Husky vor.


    Aber wenn ich so viele Anfängerfehler begangen habe, erzähle doch, was genau man aus Käuferperspektive besser machen kann. Das ist sicher auch für den TE interessant, bevor er seinen nächsten Welpen auswählt.

    Ja, du hast dir deinen Hund anhand eines Fotos in den Kleinanzeigen ausgesucht, bedeutet aber nicht, dass so etwas normal oder ratsam ist, sondern zeigt einfach nur, dass du Anfänger bist und es nicht besser weißt

    Das stimmt so nicht. Ich hatte selber eine Anzeige aufgegeben (nicht bei Ebay) und darauf hin meldete sich ein Züchter, der mir Fotos/Videos von Welpen und Zwinger, Geburtsprotokoll und Wiegetabelle der Kleinen, so wie die Ahnentafel der Mutter zusandte. Die Daten des Vaters konnte ich zuvor auf working-dog einsehen und der hat diverse VA in der Ahnenlinie.


    Ich bin kein Profi, im Sinnen von Hundetrainer/Züchter, sondern normaler Hundehalter und als solcher sehen für mich Welpen im Alter von 2-3 Wochen gleich aus. Insofern erübrigte sich ein Besuch zu diesem Zeitpunkt. Hätte der Welpe bei Abholung im Alter von 8 Wochen Auffälligkeiten gezeigt, hätte ich ihn nicht übernommen und im Zweifelsfall auf die Anzahlung verzichtet.


    Wo genau waren da Anfängerfehler?

    Es muss der Charakter des Hundes zu den Käufern passen, nicht das hübsche Muster auf dem Rücken und den erkennt man ihn dem Alter nunmal nicht.

    Ich hatte dem Züchter mitgeteilt, dass ich zuvor bereits 3 Welpen großgezogen und zwar keine Erfahrung mit DSH, aber mit (mittel)großen, anspruchsvollen Hunden (Schlittenhund) gesammelt habe. Der neue Welpe entstammt auch keiner Leistungslinie, die entsprechende Beschäftigung verlangt, sondern ist HZ.


    Welcher Welpencharakter hätte denn zu diesem Profil nicht gepasst?

    Ich habe nie kommuniziert, dass der Preis mir generell zu teuer ist und auch handeln wollte ich nie. Ich habe mich lediglich unwohl damit gefühlt eine Anzahlung zu leisten ohne den Hund gesehen zu haben.

    Vielleicht hat das der Züchter aber geglaubt und möglicher Weise hatte er tatsächlich etwas zu verbergen. Letzen Endes sollte immer das Bauchgefühl entscheiden, bei beiden Seiten.


    In dem Moment, wo du die Anzahlung überweist, ist diese dokumentiert und du kannst sie später auch gerichtlich zurückfordern, falls der Züchter seinen Teil des Vertrages nicht einhält.


    Ebenso verhält es sich mit Klauseln, die Züchter gerne mal in Kaufverträge einbauen. Bsw. keine Rückgabe, wenn der Hund nach der Übergabe beim Tierarzt-Check (den man immer machen sollte) "Mängel" (Krankheiten, Missbildungen, etc., zeigt). Im Zweifelsfall sind solche Klauseln null und nichtig. Es gilt immer das BGB.

    Man sollte beide Seiten betrachten. Der Züchter will sich schließlich auch absichern.


    Bei mir ist es ähnlich gelaufen. Ich hatte Mitte September mit einem Züchter telefoniert, der einen Wurf mit drei Rüden anbot, die zu dem Zeitpunkt 14 Tage alt gewesen sind. Der Züchter teilte mir mit, dass am darauf folgenden Wochenende eine Interessentin kommen wollte, um sich einen der Rüden auszusuchen.


    Da der Zwinger relativ weit von meinem Wohnort entfernt gewesen ist, hatte ich online Informationen über den Zwinger und die gepaarten Elterntiere eingeholt, anschließend aufgrund der übersandten Fotos meinen Welpen ausgesucht und dann die Anzahlung überwiesen. Da der Zwinger seit 20 Jahren im SV ist und die Züchterfamilie am Telefon einen freundlichen, bodenständigen Eindruck machte, war das für mich ok. In Natura habe ich den Hund zum ersten Mal bei der Abholung gesehen.


    Was hätte es mir auch gebracht hinzufahren, um einen zwei Wochen alten Welpen auszuwählen, der gerade mal die Augen geöffnet hat? Die sehen in dem Alter sowieso alle gleich aus und sind noch nicht besonders aktiv. Und was das Risiko der Anzahlung betrifft, die man im Zweifelsfall zurückfordern müsste, so geht es dabei doch nicht um große Summen.


    Auf der anderen Seite muss man auch die Perspektive des Züchters betrachten. Der vermittelt seine Welpen möglichst früh, damit diese im abgabefähigen Alter in gute Hände kommen. Macht ein Interessent Probleme mit der Anzahlung oder will den Kaufpreis herunter handeln, vermittelt das ein schlechtes Bauchgefühl. Denn wer möglicher Weise schon Schwierigkeiten mit dem Anschaffungspreis hat, bietet keine Gewähr, dem Tier die notwendige Pflege und medizinische Versorgung über die gesamte Lebenszeit zu leisten.