Beiträge von Lolalotta

    Na ja, ich fasse mal zusammen dass so ziemlich alles einfach schief gelaufen ist.

    Ganz viel ist sicherlich auch richtig gelaufen!

    Was meinst du, was ich mir hier für Fehler eingebaut habe. Die Dinge, die ich mittlerweile besser weiß, habe ich gelernt, weil ich teilweise 27 Umwege gemacht habe.

    Und dass ich sie nun besser weiß heißt noch lange nicht, dass sie nun klappen. :D

    Ich sehe mittlerweile, dass es auch direkt einfacher hätte funktionieren können. Und bin bei manchen Themen immer noch (und sicher noch eine lange Zeit) dran. Aber man macht einfach Fehler und das ist kein Problem. Niemand ist perfekt. Der eigene Werkzeugkasten erweitert sich einfach mit der Zeit und Hundeerfahrung.

    Das passiert schnell, dass man die Energie und den Fokus so gelenkt hat. Grade bei Hunden die bisschen mehr Dampf haben und nicht grade durch angeborene Grundgelassenheit glänzen - generell freudig, offen und extrovertiert sind. Wenn man dann gleichzeitig vergisst die Zusammenarbeit zu fördern, Grenzen zu setzen und dem Hund beizubringen, sich nicht hochzuspulen hat man gut zu tun wenn es in die Pubertät geht.

    Das möchte ich noch einmal unterstreichen, denn ich erlebe selbst, dass da die Balance ganz wichtig ist. Wenn ich nur Umorientierung lobe, habe ich in meinem Fall eine Hund, der anfängt, jeden Reiz zu suchen und mir anzuzeigen.

    Wir mussten das auch erst lernen und die Begrenzung - auch an der Leine - und die Fähigkeit meinem Hund mal zu vermitteln „das ist jetzt nicht interessant für dich, bitte abschalten“ hat uns in Kombination mit der Umorientierung Fortschritte gebracht.

    Einen Hund auf 180 konstant Reize anzeigen und damit wichtig werden zu lassen, geht meiner Meinung nach nach hinten los.

    Ich kann nur von meinem Alltag mit meinem Hund berichten. Das wird ganz sicher nicht auf alle Hunde und Menschen gleichermaßen zutreffen!

    Ich hüpfe auch mal mit meinem Hund. Aber als Belohnung, nachdem er sich bspw. bei einer Hundebegegnung schön zusammen gerissen hat und man förmlich merkt wie sich die Energie unterm Deckel aufgestaut hat. Kurz Luft ablassen, danach kommt wieder Ruhe rein.

    In einer sowieso schon dynamischen Situation Dynamik zu erhöhen, wäre für uns überhaupt nicht hilfreich. Das ist dann wie der Druckkochtopf, der in alle Seiten explodiert, nicht nur in die eine erwünschte, nämlich in das Spiel mit mir.

    Es gibt schlicht und ergreifend Dinge, die mein Hund immer spannender finden wird, als mein Zergel oder meinen Käse. Da komm ich auch Spielzeug wedelnd und quietschend nicht hin. Außerdem braucht er in Situationen, in denen er drüber ist, erst recht einen Anker, an dem er sich orientieren kann. Diese Aufgabe fällt mir zu, mit Ruhe und Konsequenz, und zumindest bei uns nicht mit einer Erhöhung der Erregungslage.

    Deswegen war hier von ganz klein auf die Devise, Umorientierung zu loben. Wenn Hund am Horizont ein Fahrrad erspäht, lohnt es sich enorm, bei mir zu bleiben, denn dafür gibt es Käse. Das ist hier mittlerweile mit ganz viel Ruhe ritualisiert. Klappt - vor allen Dingen bei Hunden - auch nicht immer, aber weder Hund noch Mensch sind hier perfekt.

    Ich bin kein Freund davon, alle Reize durch Management immer zu umgehen. Aber bis im Zusammenleben nicht ein gewisser Grad an „Hund runterregeln können“ bzw. den Hund gar nicht erst konstant auf so einem hohen Erregungsniveau zu halten erreicht ist, fallen dann solche Themen wie der Weg an den Pferdekoppeln eben raus.

    Ich bin mir sicher ihr findet euren Weg! Lass dich nicht auf das Vergleichen mit anderen ein, das macht nur schlechte Laune. Holt euch gute Ressourcen, gute Trainerinnen. Lernt zusammen. Wenn es länger braucht - wurscht. Dann braucht es eben länger. Kopf hoch!

    Das untere ist das Super soft, oder? Merkst du da einen starken Unterschied zu den anderen beim Gurtband?

    SherlyH

    Ich schneide nur wirklich sehr große Stücke klein. Hund darf ruhig kauen. :nicken:

    Zum Thema Fettgehalt hat mir geholfen, verschiedene Barfanbieter online durchzugehen und zu schauen, wieviel das jeweilige Fleisch so ungefähr hat. Viele haben das auf ihren Seiten stehen und wenn die Abweichungen nicht ganz so groß sind, hast du zumindest einen Richtwert.

    Darf ich fragen, was du mit Ove an Nasenarbeit machst? :) Ist ZOS etwas für Lagotti?

    Ich möchte mit Ove unbedingt Mantrailing ausprobieren. Zurzeit sind wir aber noch ziemlich viel mit Alltagstraining beschäftigt, er ist ja noch jung, deswegen lasse ich es langsam angehen und möchte noch kein weiteres „Projekt“.

    Wir haben außerdem ein bisschen spielerisch mit dem Dummy anfangen und gehen 1x die Woche auf den Hundeplatz für Obedience Basics, das macht ihm auch ziemlich Spaß. Aber er ist grundsätzlich für vieles zu begeistern. Deswegen kann ich mir ZOS auch sehr gut vorstellen, wenn dir das liegt. :nicken:

    Das hört sich wirklich machbar an :) Bürstest du ihn?

    Ja, er wird gebürstet. Bei kürzerem Fell einmal die Woche. Das ist grundsätzlich pflegeleichter. Bei längerem Fell mache ich das öfter, dafür manchmal nicht alles auf einmal, sondern in Partien, da es länger dauert.

    Auf manchen Webseiten spukt der Mythos rum, man solle das Fell nicht bürsten, dann gingen die Locken kaputt, aber das halte ich für Blödsinn, mein Hund soll nicht filzen und man muss schon recht regelmäßig Kletten oder Stöckchen aus dem Fell rauspulen.