Ich mag was hinzufügen zum Appenzeller - und zwar sind sie ja nicht nur Treibhunde, sondern auch Wachhunde. Die sollen aufpassen, die sollen Fremdem und Seltsamem ggü misstrauisch sein und bei Bedarf auch stellen.
Hunde die so gelagert sind ( also wachtriebig) haben die Tendenz es deutlich zu zeigen wenn sie etwas seltsam finden, und nach vorn zu gehen.
Das ist ein Grund warum es nicht unbedingt harmlos ist, wenn ein Hund verunsichert ist, denn je nachdem wie der Hund tickt, besteht die Möglichkeit dass er Abwehrverhalten zeigt.
Es kann also sein, dass dein Hund nicht deshalb die Kinder anbellt weil er sie treiben will, sondern deshalb weil ihn die Dynamik verunsichert und er die Kinder nicht einordnen kann.
Es kann auch sein, dass er Kinder von Grundauf bereits etwas seltsam findet, aber eben erst bei Dynamik laut wird.
Du beschreibst wachen mit = der Hund bellt/schlägt an
Das ist allerdings nur ein Teil des Wachverhaltens ( wie bspw hetzen nur ein Teil des Jagdverhaltens ist).
Aufmerksam durch die Gegend schauen, kann Lage checken/Umgebung nach Bedrohung abscannen sein.
Vermeintlich entspannt herum liegen, kann aufpassen sein.
Und um es aufs allgemeine Hundeverhalten auszuweiten : Etwas oder Jemanden angucken, kann drohen sein.
Daher macht es Sinn dass sich ein Trainer das anschaut und beurteilt, was er da eigentlich genau für ein Verhalten zeigt, und was er eigentlich für ein Hund ist.
Viele Verhaltensweisen brauchen Zeit bis sie fertig entwickelt sind, und Rüden brauchen länger als Hündinnen bis sie erwachsen werden.
Somit kann es sein ( sry übrigens für die vielen "kann sein's" ^^) dass der Appenzeller sehr wohl sehr präsent in deinem Hund drin steckt, er sich jedoch bisher noch nicht oder kaum bemerkbar gemacht hat, weil er gerademal ein Jahr alt ist.