Aaaaalso - bevor ich es vergesse - fasse ich mal kurz die Umstände zusammen :
Der Hund hatte eine turbulente Zeit anfangs, war durcheinander wegen gesundheitlichen Themen und ihr ebenfalls gestresst weil wenn es einem Hund so geht und man kein passendes Futter findet, nimmt einen das ja auch mit.
Dann habt ihr ne Menge an Trainingsprogramm hinter euch - Fokus immer auf konsequenten Gehorsam und Meistern des Alltags.
Du bist schwanger geworden - auch das für den ein oder anderen Hund sehr aufregend und ihr hattet logischerweise dann auch noch andere Sachen im Kopf als den Hund.
Dann kam das Kind auf die Welt, ebenfalls aufregend, fällt manchen Hunden auch nicht so einfach wenn erstmal die Aufmerksamkeit geteilt wird und nicht mehr so viele Kapazitäten für den Hund frei sind. Macht auch wieder etwas mit den Nerven - auf beiden Seiten.
Ihr wohnt städtisch - Freilauf anscheinend nur in belebtem Gebiet ( Park?) möglich - da gibt's viele Gassigänger, Spaziergänger, Radfahrer, Jogger, und auch noch Geflügel.
Hund hatte erst keine Nerven weil Gesundheit, dann keine Nerven weil dies, das, jenes, und Futter und Wild und Menschen und Hunde sind auch noch meeeeegamäßig spannend.
Alle sind gefrustet
Alles ist aufregend
Es gibt nicht eine klare Linie
Frage ( ich weiß grad nicht ob die schon kam) - Wie viel schläft dieser Hund?
Geht ihr auch mal im Nirgendwo Gassi? Also irgendwo, wo wirklich so garnix los ist?
Aber zurück zum Thema : Ihr habt einen sehr reizempfänglichen Hund, und wohnt in einem Umfeld voller Reizen ( Menschen, Gerüche, Müll, Hunde, Wild, Straßenverkehr,... Aaaaallles Umweltreize, alles aufregend), der Hund hat zuhause Reize ( Kind, gestresste Menschen), und gleichzeitig muss der Hund funktionieren ( stärker Fokus auf Training - was zu mehr Frust führt weil nicht viel funktioniert).
Meine Schlussfolgerung daraus ist also immernoch das Gleiche : Es klingt nach dem falschen Umfeld für diesen Hund.
Vielleicht bessert sich ja was, wenn zumindest der Faktor Umwelt entspannter geworden ist. Dann habt ihr - ihr wolltet ja aufs Land ziehen richtig? - nicht mehr so viel Müll, nicht mehr so viele Passanten, nicht mehr so viele Hunde,...
Dafür hält möglicherweise mehr Wild, aber eben nicht permanent draußen halligalli.
Ein Hund der städtisch lebt, muss in der Lage sein all diese Dinge ausblenden zu können, sonst ist das Leben für einen solchen Hund Stress pur.
Wie soll sie sich aufs Training konzentrieren können, wenn sie bei all dem Trubel keine Ruhe findet und mit dem Kopf dauernd woanders hängt?
Auf alle Fälle braucht es eine reizärmere Umgebung.
Ist natürlich nur ein Faktor von vielen, aber ich denke mal das ist klar ;D